
Der im September verurteilte Ex-Immobilieninvestor kommt mit Fußfessel in eine Wohnung in Innsbruck.
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René Benko wurde im September zu zweieinhalb Jahren Haft wegen Gläubigerschädigung verurteilt. Er sitzt seit Januar 2025 in Untersuchungshaft.
Erst im September kam der Signa-Gründer hinter Gitter, jetzt darf er das Gefängnis verlassen. Benkos Verteidiger begründet den Schritt mit besserer Vorbereitung auf weitere Prozesse.
Innsbruck. Der wegen Betrugs verurteilte frühere Immobilieninvestor René Benko wechselt vom Gefängnis in den Hausarrest mit Fußfessel. Ein entsprechender Antrag des Signa-Gründers wurde vom Landesgericht Innsbruck gewährt, wie eine Gerichtssprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
Benkos Verteidiger Norbert Wess hatte den Schritt zuvor mit der Notwendigkeit einer besseren Vorbereitung auf bevorstehende weitere Prozesse begründet. Zu diesem Zweck sei in Innsbruck eine etwa 60 Quadratmeter große Wohnung angemietet worden, auch zum Schutz des familiären Umfelds Benkos.
Erst im September war Benko zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt worden. Das Landesgericht Innsbruck sah es als erwiesen an, dass der 49-Jährige seine Gläubiger geschädigt hat.
Gerichtsprozess wegen Geldkarussell bei Villa-Miete
Konkret ging es um den Vorwurf, dass Benko 360.000 Euro an Mietkostenvorauszahlung für einen weiteren Wohnsitz geleistet hatte, obwohl er im Herbst 2023 kurz vor der Insolvenz stand. Dabei sei die Villa zunächst wegen eines Hangrutsches nicht bewohnbar gewesen. Dennoch habe Benko die Miete und Betriebskosten für vier Jahre im Voraus bezahlt.
Die Villa gehört einer Gesellschaft der nach Benkos Tochter benannten Privatstiftung Laura. Die Staatsanwälte hielten die Vorauszahlung für wirtschaftlich und sachlich unvertretbar. So sollen die Mittel für die Vorauszahlung aus der Laura-Privatstiftung stammen und am Ende über ein Geldkarussell auch dort wieder gelandet sein.
Benko war bereits im Oktober 2025 wegen dieses Verdachts zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Dabei war er in einem Teilaspekt um eine Mietkostenvorauszahlung freigesprochen worden. Diesen Freispruch hob der Oberste Gerichtshof aber wieder auf. Daher musste erneut verhandelt und auch die Höhe der Strafe neu festgelegt werden.
Benko sitzt seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Er hatte mit seinem Immobilien- und Handelsimperium Signa ein Milliardenvermögen aufgebaut. Steigende Zinsen und Baukosten sowie risikoreiche Zukäufe wie die der deutschen Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof trieben die Signa Ende 2023 in die Insolvenz.
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Durchführung weiterer Prozesse gegen René Benko
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