Iran-Krieg: Huthi greifen erneut saudische Flughäfen mit Raketen an
Quick Look
- Nach dem Angriff der Huthi-Miliz auf den Flughafen Riad mit zwölf Toten haben die jemenitischen Rebellen ihre Angriffe auf Saudi-Arabien fortgesetzt, darunter auf die Flughäfen Damman und King Chalid sowie auf eine Gasanlage und eine Aramco-Ölraffinerie.
- Die Miliz behauptet, vier Angriffe mit Raketen und Drohnen durchgeführt zu haben, während Saudi-Arabien über 120 Luftangriffe auf Sanaa und andere Provinzen geflogen sein soll.
- Die R4-Gruppe verurteilte die Angriffe als Völkerrechtsverstoß.
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Why It Matters
Der Jemen befindet sich seit mehr als zehn Jahren in einem Bürgerkrieg zwischen der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung und den schiitischen Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden. Der Konflikt ist Teil der regionalen Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran.
Riad/Sanaa. Nach dem Angriff der Huthi-Miliz auf den internationalen Flughafen der saudischen Hauptstadt Riad mit zwölf Toten haben die jemenitischen Rebellen ihre Attacken am Sonntag fortgesetzt. Die saudische Luftfahrtbehörde berichtete am Abend von einer Attacke auf den King-Fahd-Aiport in Damman, die Schäden verursacht habe. Zudem habe es einen neuen Angriff auf den Flughafen King Chalid gegeben, erneut mit Verletzten.
Die Miliz meldete ihrerseits am Abend, sie habe in den 24 Stunden zuvor vier Angriffe in Saudi-Arabien ausgeführt – mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen. Ziele waren demnach neben den beiden Flughäfen eine Gasanlage sowie eine Ölraffinerie des staatlichen Ölkonzerns Aramco. Zudem erklärte die Miliz, Saudi-Arabien habe seinerseits in der Zeit mehr als 120 Luftangriffe auf die Hauptstadt Sanaa und weitere Provinzen geflogen. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
Die Huthi, die weite Gebiete im Nordjemen kontrollieren, hatten zuvor mit neuen Attacken gedroht. Saudische Flughäfen und der saudische Luftraum seien „legitime Ziele“, mit Ausnahme der für Muslime heiligen Stätten Mekka und Medina.
Die verbündeten Staaten der sogenannten R4-Gruppe, also die Türkei, Ägypten, Pakistan und das Königreich Saudi-Arabien, verurteilen gemeinsam die Angriffe der Huthi-Miliz als „eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht“. Es handele sich um eine „gefährliche Eskalation“, die unter keinem Vorwand gerechtfertigt oder hingenommen werden könne.
Saudi-Arabien kämpft mit Verbündeten seit mehr als zehn Jahren im Jemen gegen die schiitischen Rebellen, die vom Iran unterstützt werden. Dieser Bürgerkrieg, bei dem von Hunderttausenden Toten durch direkte und indirekte Kriegsfolgen ausgegangen wird, ist im Zuge des Iran-Kriegs neu entflammt. Auch die USA - einer der wichtigsten Verbündeten Saudi-Arabiens - könnten wie schon 2024 und 2025 neue Militärschläge im Jemen beginnen.
What to Watch
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Die USA könnten neue Militärschläge im Jemen beginnen, ähnlich wie 2024 und 2025.
Possible · Within weeks
Open Questions
- Wie viele Menschen wurden bei den Angriffen auf die Flughäfen Damman und King Chalid verletzt?
- Welchen konkreten Schaden verursachte der Angriff auf die Gasanlage und die Aramco-Raffinerie?
- Werden die USA tatsächlich neue Militärschläge im Jemen beginnen, wie angedeutet?
- Wie glaubwürdig sind die Angaben der Huthi über vier eigene Angriffe und über 120 saudische Luftangriffe?





