
Diplomatische Bemühungen um die Straße von Hormus, politische Pattsituation in Israel und militärische Entwicklungen im Westjordanland
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Der Iran-Konflikt eskalierte nach Angriffen Ende Februar. Israel befindet sich nach der Parlamentswahl in einer politischen Pattsituation.
Der Iran hat nach eigenen Angaben einen Plan, um die Straße von Hormus binnen zwei Tagen wieder zu öffnen, sofern Washington seine Forderungen erfüllt. Der Vorschlag bleibe die Grundlage für Verhandlungen mit den USA über Vermittler, sagte Außenministeriumssprecher Ismail Baghai am Montag. Er sieht zudem die Wiederaufnahme von Atomgesprächen vor. Zuvor hatte Teheran für die Umsetzung eine Woche veranschlagt.
Baghai ließ nicht erkennen, dass der Iran seine Forderungen geändert hätte oder die USA den Vorschlag angenommen hätten. Zu den zuvor genannten sieben Bedingungen gehört die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen. Iranische Regierungsvertreter forderten zudem, Washington müsse Sanktionen gegen iranische Ölverkäufe aufheben und einer Waffenruhe zustimmen, die auch den Libanon einschließt.
Der Iran will, dass Schiffe nach der Wiederöffnung der Meerenge einer mit dem Oman vereinbarten Route folgen und unter iranischer Aufsicht fahren. Baghai bezeichnete den verkürzten Zeitplan als erneuten Beleg für die redlichen Absichten seines Landes.
Die Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat arabisch geführten Parteien ohne Vorlage von Belegen vorgeworfen, die Wahl zur Knesset am 27. Oktober „gestohlen“ zu haben. Die Wahlkommission hingegen sieht das Wahlergebnis nicht gefährdet.
Selbst eine Bestätigung des Verdachts ausländischer Einmischung in Israels Parlamentswahl würde nach Einschätzung des Wahlkommissionsleiters Noam Sohlberg das Wahlergebnis insgesamt nicht infrage stellen. Auch die Integrität des Wahlverfahrens werde dadurch nicht untergraben, sagte der Richter des Obersten Gerichts am Sonntag. Zu den Vorwürfen einer ausländischen Einflussnahme ermittelt der Inlandsgeheimdienst Schin Bet auf Antrag der Wahlkommission. Das Außenministerium Katars hat den Vorwurf zurückgewiesen, dass das Golfemirat Gruppen finanziert habe, um die Wahlbeteiligung unter Arabern anzukurbeln.
Gut eine Woche nach Beginn des israelischen Militäreinsatzes im Raum Hebron zieht die Armee nach Angaben des Gouverneurs aus der Stadt im Westjordanland ab. Palästinensische Sicherheitskräfte hätten die vollständige Kontrolle in dem Gebiet, sagte Gouverneur Chalid Dudin vor Journalisten. Rund 3.300 Anwohner, die durch den Einsatz vertrieben wurden, könnten nun sicher in ihre Häuser zurückkehren. Ihre Häuser seien weitgehend zerstört, sagte Dudin, und kündigte schnelle Schritte zum Wiederaufbau an.
Laut israelischer Armee wurden in vergangenen Tagen mehrere Verdächtige festgenommen und Waffen sichergestellt. Israelische Soldaten durchsuchten dabei Hunderte Häuser. Von Israels Armee gab es zunächst keine Bestätigung über das Ende des Militäreinsatzes.
Direkte Folgen gab es auch für Tausende Schüler und Studenten: Dem UN-Kinderhilfswerk Unicef zufolge wechselten 250.000 von ihnen in fast 700 Bildungseinrichtungen aus Sicherheitsgründen in den Distanzunterricht.
Ein Tanker ist im Golf vor der Küste Saudi-Arabiens von zwei unbekannten Geschossen getroffen worden. Der Vorfall ereignet sich nach Angaben der britischen Seeschifffahrtsbehörde UKMTO 72 Seemeilen östlich von Ras al-Chafschi. Der Besatzung gehe es gut, das Schiff sei auf der Backbordseite getroffen worden. Umweltschäden seien bislang nicht gemeldet worden.
In der Straße von Hormus sind nach Angaben der iranischen Revolutionsgarde zwei Öltanker nach einer Kollision mit Minen „explodiert“. Die beiden Schiffe seien auf einer „nicht autorisierten Route“ unterwegs gewesen, teilte die Marine der Revolutionsgarde mit, wie iranische Staatsmedien berichteten.
Nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran Ende Februar hat die Islamische Republik die Durchfahrt durch die Meerenge vor ihrer Küste eingeschränkt. In der Vergangenheit wurden wiederholt Schiffe angegriffen, die diesen Beschränkungen dem Iran zufolge zuwiderhandelten. Die Führung in Teheran will so ihre Kontrolle über die strategisch wichtige Wasserstraße ausbauen und Druck auf die USA ausüben.
Die Verhandlungen zwischen dem Iran und katarischen Vermittlern über ein Ende des Iran-Krieges dauern den dritten Tag in Folge an. Die Gespräche in Doha seien „fortlaufend und fortschreitend“, sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi. Die Führung in Teheran sei sowohl für „Verteidigung als auch Diplomatie“ bereit. Sie tue in diesem Prozess ihr Bestes und hoffe, dass die andere Seite der Diplomatie den Vorzug gebe, erklärte Araghtschi im staatlichen Fernsehen.
Ein Beschluss zur Wiederöffnung der Straße von Hormus binnen zwei Tagen nach einer potenziellen Einigung stehe noch aus. Die Verhandlungen werden einer mit dem Vorgang vertrauten Person zufolge in ständigem Kontakt mit der Regierung in Washington koordiniert.
Bei Protesten gegen das Verbot der Gruppe Palestine Action in London sind erneut Hunderte Menschen festgenommen worden. Das teilte die Metropolitan Police am Vormittag mit. Bei der Demonstration am Samstag vor der US-Botschaft seien 325 Menschen festgenommen worden, 320 davon, weil sie ihre Unterstützung für die verbotene Gruppe bekundet hätten. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.
Seit dem Verbot der Gruppe im Juni 2025 wurden in Großbritannien Tausende Menschen festgenommen. Die Unterstützung der Gruppe verstößt gegen das Terrorismusgesetz. Palestine Action war als terroristisch eingestuft worden, nachdem Aktivisten auf einen Luftwaffenstützpunkt eingedrungen waren und Flugzeuge der Royal Air Force mit Farbe besprüht hatten.
Israels Präsident Izchak Herzog beginnt am Mittwoch seine Konsultationen zur Regierungsbildung mit den in die Knesset gewählten Parteien. Wie die israelische Tageszeitung „Haaretz“ weiter berichtete, soll das Treffen live übertragen werden. Traditionell wählt der Präsident den Kandidaten aus, dem er die besten Chancen auf eine parlamentarische Mehrheit einräumt, anstatt automatisch den Vorsitzenden der größten Partei zu benennen.
Dies wäre der amtierende Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, dessen rechtskonservative Likud-Partei mit 27 von 120 Sitzen als stärkste Fraktion aus der Parlamentswahl am Dienstag hervorging. Der Oppositionskandidat Gadi Eisenkot kam mit seiner neu gegründeten Partei Jaschar auf 21 Sitze. Da weder das regierende Bündnis noch der Oppositionsblock die erforderliche Mehrheit von 61 Sitzen erreichten, führt das Wahlergebnis zu einer parlamentarischen Pattsituation.
Im Persischen Golf ist erneut ein Tanker angegriffen worden. Ein „nicht identifiziertes Objekt“ habe den katarischen Tanker „Al Mayeda“, der Flüssigerdgas (LNG) transportiert, getroffen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur QNA. Verletzte habe es nach dem Angriff am Freitagabend nicht gegeben, teilte das katarische Unternehmen Nakilat nun mit, das die „Al Mayeda“ besitzt. Das Schiff sei in „sicherem Zustand“ und einsatzfähig. Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke.
Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, wurde der Tanker mit iranischer Zustimmung angegriffen. Dabei habe Pakistan zuvor noch mit dem Land um eine sichere Durchfahrt verhandelt. Der indische Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal schrieb auf X, das Schiff sei Ziel eines Geschossangriffs geworden.
Seit Beginn des Iran-Kriegs im Februar wurden in der Straße von Hormus und der weiteren Golfregion immer wieder Schiffe angegriffen. Der Iran hatte zuletzt seine Attacken auf Schiffe insbesondere entlang einer südlichen Route an der Straße von Hormus intensiviert. Wie das „Wall Street Journal“ berichtete, schützt das US-Militär auf der Südroute seit Monaten mit einer fast kontinuierlichen Luftunterstützung kommerzielle Frachter.
Der israelische Oppositionspolitiker Yair Golan hat eindringlich vor einem neuen Krieg mit Iran unter der Führung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gewarnt. Netanjahu fehle das Vertrauen der Öffentlichkeit, um eine solche militärische Auseinandersetzung zu führen, schrieb der Vorsitzende der linksliberalen Demokraten auf der Plattform X und forderte die rasche Bildung einer alternativen Regierung.
Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Konfrontation mit dem Iran steige, schrieb Golan weiter. Israel befinde sich inzwischen in einer Situation wiederkehrender militärischer Konfrontationen mit dem Iran. Israels Sicherheit dürfe nicht zum „Werkzeug in Netanjahus Kampf um sein politisches Überleben“ werden.
Das „Wall Street Journal“ berichtete, Netanjahu habe am Samstag mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Das Telefonat habe vor dem Hintergrund von Vorbereitungen der USA auf eine Wiederaufnahme von Bombardierungen im Iran stattgefunden. Schon seit längerem wird darüber spekuliert, dass das US-Militär gemeinsam mit Israels Streitkräften nach den Zwischenwahlen in den USA am 3. November wieder im Iran angreifen könnte.
Die Parlamentswahl am 28. Oktober in Israel hat zu einer Patt-Situation geführt. Netanjahus rechtskonservative Likud-Partei und sein Block liegen zwar vor dem gegnerischen Lager, beide haben jedoch keine klare Mehrheit für die Bildung einer Regierung. Daher wird erwartet, dass Israel nun langwierige Koalitionsverhandlungen und möglicherweise eine weitere Parlamentswahl bevorstehen, falls es keine Einigung geben sollte.
Die iranische Führung knüpft eine diplomatische Lösung des Konflikts mit den USA weiter an eine Erfüllung von sieben Bedingungen. Der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats, Mohsen Resai, erklärte auf X, sobald diese Bedingungen erfüllt seien, stehe der Weg der Diplomatie offen. Im Falle einer erneuten militärischen Eskalation drohte Resai mit dem Einsatz neuartiger Waffen und vernichtenden Schlägen.
Berichten zufolge sollen die USA unter anderem alle Kampfhandlungen gegen den Iran und dessen Verbündete in der Region, wie die Hisbollah im Libanon, einstellen. Außerdem sollen die Seeblockade gegen iranische Häfen und Schiffe beendet, Sanktionen sowie das Verbot von Ölexporten aufgehoben und eingefrorene iranische Vermögenswerte freigegeben werden. Der Iran verlangt demnach auch Reparationen für Kriegsschäden.
Es gilt als unwahrscheinlich, dass die US-Regierung die Maximalforderungen vorab erfüllen wird.
US-Präsident Donald Trump hat nach den Worten seines Außenministers Marco Rubio noch nicht entschieden, ob er den Militäreinsatz gegen den Iran wieder aufnehmen wird. Er wisse nicht, ob es einen konkreten Zeitrahmen für die von Katar geführten Gespräche zur Beilegung der Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran gebe, sagte Rubio. Reuters hatte berichtet, dass iranische Vertreter sich in Doha mit katarischen Vermittlern getroffen hätten. Die USA und Israel hatten am 28. Februar ihren groß angelegten Angriff auf den Iran begonnen.
Ein seit zwei Jahren in der Gewalt der Huthi-Rebellen im Jemen befindlicher UN-Mitarbeiter ist nach offiziellen Angaben tot. Ein Minister der jemenitischen Regierung sagte laut einem Bericht des saudischen Senders Al-Arabiya, der jemenitische Staatsangehörige und Mitarbeiter im Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte sei in einem Huthi-Gefängnis zu Tode gefoltert worden.
Der im Juni 2024 festgenommene Mann habe seitdem keinen Besuch empfangen oder mit Angehörigen kommunizieren dürfen, sagte ein Familienangehöriger der dpa. Die Familie sei über den Tod informiert worden und solle die Leiche in Empfang nehmen. Die genauen Todesumstände sind nach diesen Angaben noch unklar. Dem Regierungsmitglied zufolge sind noch mehr als 70 UN-Mitarbeiter in der Gewalt der Huthi. Die Rebellen begründen dies in der Regel damit, dass sie als Spione für die USA oder Israel tätig waren.
Die iranische Führung plant laut Außenminister Abbas Araghtschi derzeit kein Treffen mit US-Vertretern. Araghtschi sagte dem arabischen Sender Al Jazeera, unter den gegenwärtigen Umständen gebe es dafür keine Notwendigkeit. Die Bedingungen des Irans seien klar und die Beratungen mit Vermittlern dauerten an. Araghtschi bestätigte, dass die Führung in Teheran ein Schreiben von US-Vizepräsident JD Vance geprüft hat. Er bezeichnete den Versuch, die Tür für einen Dialog und ein umfassenderes Verständnis zu öffnen, als positiven Schritt. Sollte es aber das Ziel Washingtons sein, Zwietracht zu säen, wäre dies ein weiterer Fehler.
Nach Informationen des „Wall Street Journal“ sondiert Vance mit dem Schreiben an Mohsen Resai, den Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats, Möglichkeiten für Verhandlungen. Laut der Zeitung will die US-Regierung prüfen, ob sich geplante Militärschläge gegen den Iran diplomatisch abwenden lassen. Das US-Portal „Axios“ berichtete unter Berufung auf einen Regierungsbeamten, dass Vance die Einbeziehung des iranischen Atomprogramms zur Bedingung für Verhandlungen macht.
Die USA haben nach iranischen Angaben zwei Fischerboote nahe der Insel Keschm angegriffen. Dabei sei ein Fischer verletzt worden, berichtete der staatliche iranische Rundfunksender IRIB unter Berufung auf einen Vertreter der Provinz Hormosgan. Eine Bestätigung der USA lag zunächst nicht vor. Zugleich wies das geistliche Oberhaupt des Iran die Streitkräfte des Landes an, unverzüglich und ohne „geografische Grenzen“ auf jede Bedrohung durch Feinde zu reagieren.
Der Bürgermeister von Hebron, Jussef al-Dschabari, warnt vor den Folgen eines israelischen Militäreinsatzes in der Stadt im Westjordanland. Hebron sei abgeriegelt, niemand könne die Stadt betreten oder verlassen, sagte al-Dschabari dem arabischen Sender Al Jazeera. Israelische Militärfahrzeuge seien in jeder Straßen präsent. Mehr als 3.300 Palästinenser seien aus zwei Stadtteilen vertrieben worden, in denen Häuser abgerissen würden.
Der palästinensischen Wirtschaft entstehen dem Bürgermeister zufolge jeden Tag Verluste in Höhe von rund vier Millionen US-Dollar (3,57 Millionen Euro). Unternehmen könnten weder Rohstoffe beziehen noch Waren ausliefern. Zudem erreichten Beschäftige ihre Arbeitsstätten nicht mehr.
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Beginn der Konsultationen zur Regierungsbildung in Israel am Mittwoch.
Very likely · Within days

The Israeli army has ended its operation in Hebron in the West Bank and withdrawn from the city area. Palestinian security forces have taken control while thousands of displaced people are able to return to their destroyed homes.

The AfD has outlined its foreign policy strategy in two position papers. In it, the party supports US President Donald Trump's course, calls for closer cooperation with Russia and calls for a stop to German arms deliveries to Ukraine and a no to its NATO and EU membership.
According to the Wall Street Journal, US negotiators are pushing for a resumption of Russian gas shipments to Europe via Ukraine in order to achieve an energy ceasefire. However, the EU, which wants to stop imports by 2027 anyway, is likely to offer massive resistance.

Nine people died when a private plane crashed in a residential area in Florida. The pilot had recently reported ice accretion and turbulence and made an emergency call. According to authorities, there were no casualties on the ground.

Before the Commonwealth Summit in Antigua and Barbuda, King Charles III debates. and Prime Minister Andy Burnham on Britain's role in the historic slave trade. While Burnham is open to an apology, he rejects reparations.

Evacuations from Oleshky have been completed following drone attacks on Russian industrial facilities and Ukrainian energy infrastructure. Meanwhile, diplomatic preparations are underway for trilateral talks between Ukraine, Russia and the USA.