
Spitzenvertreter beraten in Teheran über regionale Sicherheit
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Anhaltender Konflikt zwischen Israel, dem Iran und dessen Verbündeten im Nahen Osten.
Anna Lena Stahl
Katz: Israel plant vor der Wahl keinen Angriff auf den Iran
Israel hat laut Verteidigungsminister Israel Katz keine Pläne für einen Angriff auf den Iran vor der israelischen Parlamentswahl an diesem Dienstag. Katz reagierte damit auf einen Medienbericht über angebliche schwere Meinungsverschiedenheiten zwischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Militärchef Ejal Zamir mit Blick auf den Iran. „Ich stelle unmissverständlich klar, dass Israel zu keinem Zeitpunkt die Absicht hatte, vor den Wahlen in Israel einen Angriff auf den Iran zu initiieren“, erklärte der Minister auf der Plattform X. „Zugleich haben wir deutlich gemacht, dass wir mit großer Härte reagieren werden, sollte der Iran Israel angreifen.“
Der israelische TV-Sender N12 hatte am Sonntagabend berichtet, zwischen Netanjahu und Generalstabschef Zamir sei es zu einem heftigen Konflikt über eine geplante militärische Maßnahme gekommen, die kurz vor der Wahl eine Eskalation mit dem Iran auslösen könnte. Zamir habe vor der Umsetzung eine eingehende Beratung sowie eine schriftliche juristische Absicherung verlangt. In der Armeeführung gebe es demnach Befürchtungen, Netanjahu könnte den Konflikt mit dem Iran für innenpolitische Zwecke nutzen. Netanjahu dementierte den Bericht.
Anna Lena Stahl
Mekka-Pakt: Spitzenvertreter beraten in Teheran über regionale Sicherheit
Spitzenvertreter der Mekka-Pakt-Staaten Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan werden nach iranischen Angaben im Tagesverlauf zu Beratungen über den Konflikt in Nahost in Teheran erwartet. Der saudiarabische Verteidigungsminister Prinz Chalid bin Salman, Pakistans Armeechef Asim Munir und der türkische Geheimdienstchef Ibrahim Kalin würden zu Konsultationen in die iranische Hauptstadt kommen, teilte der stellvertretende Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats der Islamischen Republik, Ali Bagheri Kani, am Montag im Staatsfernsehen mit.
Insidern zufolge soll es bei den Gesprächen um die regionale Sicherheitslage gehen. Bestätigungen aus Riad, Islamabad und Ankara lagen zunächst nicht vor. Es wäre der erste hochrangige Kontakt zwischen der Führung in Teheran und dem neuen Verteidigungsbündnis, seit Saudi-Arabien verstärkt von den mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen aus dem Jemen angegriffen wird.
Miriam Braun
Jemen: Huthi-Rebellen melden Angriffe auf saudische Ölanlagen
Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen melden Angriffe auf saudische Ölanlagen und den Flughafen der Hauptstadt Riad. Saudi-Arabien hat die Angriffe bisher nicht bestätigt. Zuvor meldete die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition die Zerstörung von zwei Abschussrampen für ballistische Raketen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa. Von einer der Rampen sei eine Rakete auf Riad abgefeuert worden, die nach Angaben des Bündnisses jedoch abgefangen wurde.
Miriam Braun
Jordanien: Drei Verdächtige nach Angriff auf Kirche festgenommen
Nach dem tödlichen Angriff auf eine Kirche in Jordanien am Freitag haben die Sicherheitskräfte einem Bericht des Staatsfernsehens zufolge drei Verdächtige festgenommen. Die Männer versteckten sich nach Angaben der Sicherheitsbehörden in einem verlassenen Haus und eröffneten das Feuer auf die Beamten. Diese erwiderten die Schüsse und nahmen die verletzten Verdächtigen fest. Bei dem bewaffneten Angriff auf eine Trauerfeier in der Provinz Karak waren neun Menschen ums Leben gekommen, 40 weitere wurden verletzt.
Miriam Braun
Forschungsinstitut: Rekordhoch bei Angriffen auf Schiffe in Straße von Hormus
Die Zahl der Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus und den angrenzenden Gewässern hat nach Angaben eines US-Forschungsinstituts im Oktober ein Rekordhoch erreicht. In diesem Monat wurden 28 Angriffe registriert. Seit Beginn des Krieges der USA und Israels mit dem Iran Ende Februar seien es damit 113 Vorfälle, so das Washington Institute for Near East Policy. Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis von Daten der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) zufolge wurden dabei mehr als 30 Supertanker beschädigt. Dies entspricht etwa 3,5 Prozent der weltweiten Flotte.
Miriam Braun
Saudi-Arabien: Raketenangriff der Huthis auf Riad abgewehrt
Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition hat nach eigenen Angaben eine ballistische Rakete der jemenitischen Huthi-Rebellen abgefangen und zerstört. Das Geschoss sei auf die saudische Hauptstadt Riad abgefeuert worden, teilt das Bündnis mit.
Julius Stockheim
Drohungen bringen Iran Außenminister zufolge nicht von seinem Kurs ab
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat ein Einknicken seines Landes gegenüber neuen Kriegsdrohungen ausgeschlossen. „Heute ist erneut von Krieg die Rede, aber ich denke an die Zeit nach dem Krieg“, sagte er am Sonntag vor Diplomaten in Teheran. Die Islamische Republik werde an ihrer Politik festhalten, unabhängig davon, ob Krieg herrsche oder nicht.
Araghtschi warnte die USA vor einer Wiederaufnahme der Angriffe auf sein Land. Zudem bekräftigte er frühere Äußerungen, dass Teheran bereit sei, mit den arabischen Nachbarstaaten in der Golfregion zusammenzuarbeiten. „Alles in unserer Region hat sich verändert“, sagte er. „Nach dem jüngsten Krieg wird nichts mehr sein wie zuvor.“
Catiana Krapp
Israelisches Militär verhängt neue Beschränkungen im Westjordanland
Nach dem Tod zweier Soldaten bei einem Schusswaffenangriff im Westjordanland weitet Israel die Einschränkungen für Palästinenser in dem besetzten Gebiet aus. Das Militär kündigte am Sonntag an, palästinensischen Arbeitern die Beschäftigung in jüdischen Siedlungen zu verbieten.
Das israelische Militär hatte nach dem Angriff am Freitag mitgeteilt, es habe als Reaktion mit gezielten und gründlichen Durchsuchungen in dem Gebiet begonnen, von dem aus die Angreifer operiert hätten. In Hebron nahm das Militär Menschen fest und riss Gebäude ab. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden dadurch etwa 2.200 Menschen vertrieben. Zudem wurden mehrere Grenzübergänge geschlossen.
Julius Stockheim
Kliniken melden sieben Tote bei israelischen Angriffen auf Gaza
Bei israelischen Angriffen sollen im Gazastreifen mindestens sieben Menschen getötet und acht weitere verletzt worden sein. Bei Angriffen in der Stadt Gaza wurden laut Krankenhausvertretern am Sonntag vier Menschen getötet. In der südlichen Stadt Chan Junis starb ein Brüderpaar bei einem Angriff. Eine weitere Person wurde den Angaben zufolge in Deir al-Balah getötet. Die Opferzahlen wurden von mehreren Krankenhäusern bestätigt. Das israelische Militär gab zunächst keine Stellungnahme ab.
Julius Stockheim
Flughafen Riad nimmt internationale Flüge wieder auf
Trotz anhaltender Angriffe der Huthi-Miliz aus dem Jemen weitet der internationale Flughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad seinen Betrieb aus. Am Sonntag wurden die Terminals 1 und 2 des König-Chalid-Flughafens wieder für Inlands- und internationale Flüge geöffnet, wie der Flughafen mitteilte.
Julius Stockheim
Netanjahu macht Wahlwerbung mit Atompilz-Bild über Tel Aviv
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat zwei Tage vor der Parlamentswahl mit einer drastischen Illustration von der Gefahr durch eine iranische Atombombe gewarnt. Auf sozialen Medien veröffentlichte der 77-Jährige eine Darstellung, die eine nukleare Explosion über der Küstenmetropole Tel Aviv zeigen soll. Dazu zitierte er den IT-Unternehmer Yuval Bloomberg, der von einer „realen und konkreten existierenden Bedrohung“ durch den Iran sprach.
Sollten die Iraner Atomwaffen erhalten, werde nichts anderes mehr von Bedeutung sein, hieß es in dem Zitat. Netanjahu bekräftigte zudem die Einschätzung, Israel habe unter der Regierung von US-Präsident Donald Trump noch zwei Jahre Zeit, um der iranischen Bedrohung zu begegnen.
Julius Stockheim
Saudi-Arabien fängt Drohnen und Raketen über Riad ab
Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben Drohnen und Raketen über seiner Hauptstadt Riad und Gebieten im Süden des Landes abgefangen. Zuvor hatten die saudischen Zivilschutzbehörden Notfallwarnungen am Sonntag für Riad sowie die Städte Abha und Chamis Muschait herausgegeben, wie die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Jemen mitteilte. Minuten später wurde jedoch Entwarnung gegeben.
Der Koalition zufolge wurden zwei Drohnen und eine ballistische Rakete auf Riad abgefeuert. Eine weitere Rakete sei auf die südliche Stadt Chamis Muschait gerichtet gewesen. Später hieß es, insgesamt seien zehn ballistische Raketen abgefangen worden, die auf den Süden Saudi-Arabiens gezielt hätten. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen drohten mit weiteren Angriffen auf den internationalen Flughafen von Riad.
Der Flughafen bleibe ein militärisches Ziel, sagte der Huthi-Militärsprecher Jahja Sari. Er warnte Fluggesellschaften, Flughafenmitarbeiter und Reisende davor, den Flughafen zu benutzen.
Julius Stockheim
Weiter Angriffe im Jemen und in Saudi-Arabien
Die gegenseitigen Angriffe Saudi-Arabiens und der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen reißen nicht ab. Der saudische Zivilschutz verschickte innerhalb von 24 Stunden fast ein Dutzend Warnungen wegen mutmaßlicher Huthi-Angriffe unter anderem in Riad, Dschidda und mehreren Provinzen im Süden nahe der jemenitischen Grenze.
Die Huthi teilten mit, Saudi-Arabien habe seit Beginn der neuen Eskalation im Krieg mehr als 3000 Raketen- und Luftangriffe im Jemen geflogen. Allein innerhalb von 24 Stunden habe es mehr als 100 solcher Angriffe in Sanaa und anderen Landesteilen gegeben und mehrere Tote und Verletzte, erklärte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben beider Seiten nicht.
Julius Stockheim
Iran schießt US-Drohne über Bandar Abbas ab
Der Iran hat eine US-Drohne über der südlichen Hafenstadt Bandar Abbas abgeschossen. Es handele sich um eine Drohne vom Typ LUCAS, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Armee.
Julius Stockheim
Iranische Revolutionsgarden greifen offenbar Stellung im Irak an
Die iranischen Revolutionsgarden haben einem Bericht zufolge kurdische Stellungen im Nachbarland Irak attackiert. Der Angriff mit Kampfdrohnen sei auf ein Hauptquartier der Komala-Partei in der teilautonomen Region Kurdistan im Nordirak erfolgt, berichtete die regierungsnahe iranische Nachrichtenagentur Mehr. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor.
Irans Staatsführung stuft viele kurdische Gruppen im Irak als „Terrorgruppen“ ein. Auch die kurdische Minderheit im Iran wird Menschenrechtlern zufolge unterdrückt. Die Revolutionsgarden haben in den vergangenen Jahren immer wieder kurdische Ziele im Irak angegriffen. Seit Beginn des Kriegs der USA und Israels haben die Spannungen an der Grenze zugenommen.
Miriam Braun
Militärkoalition fängt Huthi-Raketen mit Ziel auf Saudi-Arabien ab
Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen erneuern ihre Warnung vor der Nutzung des Flughafens in Riad. Dieser bleibe ein „militärisches Ziel“, sagt ein Militärsprecher. Zuvor hatten die Betreiber die Wiederaufnahme des Betriebs in zwei Terminals angekündigt. Bei einem von den Huthis für sich reklamierten Angriff auf den Flughafen waren am 10. Oktober 13 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden.
Miriam Braun
Massenprotest in Israel gegen Netanjahu-Regierung
In Israel demonstrieren nach Angaben von Augenzeugen Zehntausende Menschen gegen die rechtsgerichtete Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Bei einer Kundgebung in der Küstenmetropole Tel Aviv forderten ehemalige Geiseln und Angehörige der Hinterbliebenen eine staatliche Untersuchungskommission zum Terrorangriff der islamistischen Hamas vom 7. Oktober 2023.
Nach offiziellen israelischen Angaben töteten Kämpfer der Hamas und anderer extremistischer Palästinensergruppen rund 1200 Menschen in Israel. Außerdem verschleppten sie mehr als 250 weitere Menschen in den Gazastreifen. Die Protestierenden richteten ihre Kritik direkt gegen die Regierungsführung und riefen unter anderem die Parole: „Wir vergessen nicht, wir vergeben nicht.“
Miriam Braun
Huthi melden Angriffe auf Ölanlagen und Flughäfen in Saudi-Arabien
Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen aus dem Jemen haben nach eigenen Angaben am Samstag mehrere Ölanlagen und Flughäfen in Saudi-Arabien angegriffen. Einem Militärsprecher der Gruppe zufolge richteten sich die Attacken unter anderem gegen die internationalen Flughäfen in Riad und Dammam sowie gegen eine Anlage des Ölkonzerns Aramco in Janbu und eine Raffinerie in Rabigh.
Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition teilte mit, sie habe zwei ballistische Raketen zerstört, die auf Janbu und Taif abgefeuert worden seien. Der saudische Zivilschutz hatte kurzzeitig für mehrere Städte Alarm ausgelöst, diesen jedoch nach etwa zehn Minuten wieder aufgehoben. Ob die von den Huthis gemeldeten Angriffe ihre Ziele im Königreich trafen, blieb zunächst unklar.
Marie Boms
Zeugen berichten von Explosionen in der Nähe des Flughafens von Aden
In der Nähe des Flughafens der jemenitischen Hafenstadt Aden sind mindestens zwei Explosionen zu hören gewesen. Das berichteten Zeugen am Samstag. Auch ein Journalist der Nachrichtenagentur AP hörte die Detonationen. Die Stadt ist seit 2015 Sitz der international anerkannten Regierung des Landes, die zum Beginn des Krieges mit der Huthi-Miliz aus der Hauptstadt Sanaa vertrieben wurde.
Marie Boms
Familien verlassen Wohngebiete in Hebron im Westjordanland
In Hebron im besetzten Westjordanland haben nach Angaben der Stadtverwaltung Hunderte Familien das Gebiet Deir Baha und zwei angrenzende Viertel verlassen. Das israelische Militär habe Dutzende Bewohner gezwungen, ihre Häuser zu räumen, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa am Samstag.
Alle Wege nach und aus Hebron seien für Fahrzeuge geschlossen, berichtete der Telegram-Kanal Basma Radio. Palästinenser nutzen den Kanal, um sich über Kontrollpunkte und Straßensperren des israelischen Militärs zu informieren.
Marie Boms
Palästinenser fordern Hilfe nach israelischem Armeeeinsatz
Die palästinensische Autonomiebehörde ruft die internationale Gemeinschaft auf, wegen des Vorgehens israelischer Sicherheitskräfte im besetzten Westjordanland einzugreifen. Nach Angaben der Autonomiebehörde stellen die Maßnahmen im Raum Hebron - darunter die Vertreibung von Anwohnern, der Abriss von Häusern und Gebäuden sowie die Abriegelung von Städten - eine Kollektivstrafe dar. Diese Eskalation werde niemandem Sicherheit oder Frieden bringen, sondern nur weitere Spannungen schüren, hieß es.
Am Freitagmorgen hatte es einen Angriff mit Schusswaffen in der Nähe von Hebron im Westjordanland gegeben. Dabei wurden israelischen Militärangaben zufolge zwei Soldaten getötet und drei weitere verletzt. Die zwei mutmaßlich palästinensischen Täter aus Hebron wurden gefasst.
AI outlook — possibilities, not facts
Parlamentswahl in Israel am kommenden Dienstag
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