Israel: Präsident Isaac Herzog sucht Regierungschef, arabische Partei unterstützt Eisenkot
Präsident will Neuwahl vermeiden und setzt auf Kreativität und guten Willen
Quick Look
- Nach der Wahl am 27.
- Oktober hat Israels Präsident Isaac Herzog Konsultationen zur Regierungsbildung aufgenommen.
- Die Likud-Partei von Benjamin Netanyahu wurde stärkste Kraft mit 27 Sitzen, gefolgt von Gadi Eisenkots Mitte-Partei Jaschar mit 21 Mandaten.
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Why It Matters
Nach der Wahl am 27. Oktober in Israel hat Präsident Isaac Herzog Konsultationen zur Regierungsbildung aufgenommen. Die Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu wurde stärkste Kraft mit 27 von 120 Sitzen, gefolgt von der Mitte-Partei Jaschar von Ex-Militärchef Gadi Eisenkot mit 21 Mandaten. Für eine Mehrheit im Parlament sind 61 Mandate nötig.
Nach Übergabe der amtlichen Endergebnisse der Wahl in Israel hat Präsident Isaac Herzog Konsultationen zur Regierungsbildung aufgenommen. Bis Donnerstagabend kommen Repräsentanten aller Parteien zu Gesprächen in seine Residenz in Jerusalem. »Ich beabsichtige, offene, freimütige und durchaus kritische Gespräche mit den Vertretern der Fraktionen zu führen«, sagte Herzog nach Erhalt der offiziellen Wahlergebnisse. Dabei werde er auch »schwierige Fragen stellen«.
Angesichts des Wahlausgangs ohne klaren Sieger sagte Herzog: »Ich wünsche mir Originalität und Kreativität, Mut und guten Willen, damit Israel am Ende als Gewinner dasteht.« Eine Neuwahl will er nach Möglichkeit vermeiden.
Stärkste Kraft wurde bei der Wahl am 27. Oktober die rechtskonservative Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu mit 27 von insgesamt 120 Sitzen, gefolgt von der Mitte-Partei Jaschar von Ex-Militärchef Gadi Eisenkot mit 21 Mandaten. Beide Parteien haben Bündnisse kleineren Partnern.
Traditionell beauftragt der Präsident denjenigen Kandidaten mit der Regierungsbildung, dem er die besten Chancen auf eine parlamentarische Mehrheit einräumt. Dies muss nicht automatisch der Vorsitzende der stärksten Partei sein. Nach Medienberichten wird damit gerechnet, dass Eisenkot zuerst den Auftrag erhält, weil er die meisten Empfehlungen erhalten könnte.
Die arabische Raam-Partei stellte sich hinter den Oppositionschef. Man habe »beschlossen, Eisenkot für die Bildung der nächsten Regierung zu empfehlen«, erklärte die Partei am Mittwoch. Am Donnerstag will sie demnach ihre Empfehlung bei Beratungen mit Staatspräsident Isaac Herzog vorbringen.
Mit der Unterstützung beider israelisch-arabischen Parteien könnte Eisenkots Bündnis rechnerisch auf 67 Sitze kommen. Für eine Mehrheit im Parlament sind 61 Mandate nötig. Allerdings sind die Oppositionsparteien uneins darüber, ob israelisch-arabische Parteien an einer Regierung beteiligt werden sollen. Bei Beratungen des Oppositionsblocks am Dienstag waren keine Vertreter der israelisch-arabischen Parteien anwesend.
What to Watch
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Gadi Eisenkot erhält den Auftrag zur Regierungsbildung, da er voraussichtlich die meisten Empfehlungen erhält.
Likely · Within days
Open Questions
- Welcher Kandidat erhält letztlich den Auftrag zur Regierungsbildung?
- Werden israelisch-arabische Parteien an einer Regierung beteiligt?
- Kann eine stabile Koalition gebildet werden oder droht eine Neuwahl?





