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Israel versetzt Armee vor Jahrestag des 7. Oktober in Alarmbereitschaft
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Die Zeit2 hours agoWorld7 min readGermanyView translation

Israel versetzt Armee vor Jahrestag des 7. Oktober in Alarmbereitschaft

Gedenkfeiern und anhaltende Kämpfe im Gazastreifen prägen den Jahrestag des Hamas-Massakers

Quick Look

  • Vor dem Jahrestag des Hamas-Angriffs vom 7.
  • Oktober 2023 hat Israel seine Armee in höchste Alarmbereitschaft versetzt.
  • Gleichzeitig gedenken Israel und die betroffenen Regionen der Opfer, während im Gazastreifen anhaltende Luftangriffe und eine katastrophale humanitäre Lage zu verzeichnen sind.

AI-generated summary

Why It Matters

Seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 führt Israel einen Krieg im Gazastreifen, der die gesamte Region destabilisiert hat.

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Seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 führt Israel einen Krieg im Gazastreifen.

Im Februar 2026 haben Israel und die USA den Iran angegriffen – mit Folgen für den gesamten Nahen Osten.

Israel versetzt Armee vor Jahrestag des 7. Oktober in Alarmbereitschaft

Vor dem morgigen Jahrestag des Angriffs der Terrororganisation Hamas hat Israels Verteidigungsminister Israel Katz die Armee seines Landes wegen angeblicher Geheimdienstinformationen über mögliche Angriffe in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Die Anweisung erfolge angesichts von Informationen »über die Absichten der Hamas, an diesem Tag Angriffe und Terroroperationen gegen unsere Streitkräfte im Gazastreifen zu verüben«, teilte Katz’ Büro mit. Sollten israelische Streitkräfte zu Schaden kommen, würden die Hamas und die Menschen im Gazastreifen einen »hohen Preis« zahlen, hieß es weiter.

Wie der 7. Oktober eine ganze Generation traumatisiert hat

Fast drei Jahre ist es her, dass islamistische Terroristen unter Führung der Hamas den Süden Israels überfielen und mehr als 1.000 Menschen töteten, viele andere folterten, vergewaltigten und zahlreiche Geiseln in den Gazastreifen verschleppten. Unter dem Horror des 7. Oktober und dem darauffolgenden Gazakrieg leidet die Jugend im Nahen Osten noch heute.

In Israel hat sich die Zahl der Kinder in psychiatrischen Notfallambulanzen laut einer Untersuchung in den vergangenen drei Jahren verdoppelt. Im Gazastreifen gibt es laut Hilfsgruppen wie Ärzte ohne Grenzen praktisch kein Kind, das nicht traumatisiert wäre. Eine ganze Generation brauche Hilfe, schreibt mein Kollege Christian Vooren.

Israelischer Professor soll Anschläge gegen Araber geplant haben

Ein Mathematikprofessor der Universität Bar-Ilan im Großraum Tel Aviv muss sich wegen mutmaßlich geplanter Terroranschläge vor Gericht verantworten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft plante er über drei Jahre hinweg, mehrere Hundert arabisch-israelische Bürger, insbesondere Beduinen, im ganzen Land ebenso zu töten wie Palästinenser, die in Ostjerusalem und im besetzten Westjordanland leben. Sein auf nationalistischer Ideologie beruhendes Ziel sei gewesen, die Menschen dazu zu zwingen, nach Jordanien, in den Libanon und in den Gazastreifen zu fliehen.

Laut Staatsanwaltschaft versuchte der Mann etwa anderthalb Jahre lang, Komplizen zu rekrutieren, allerdings »ohne Erfolg«. Die Staatsanwaltschaft beantragte, den Mann bis zum Abschluss des Verfahrens in Haft zu lassen.

Israel meldet Tötung von Hamas-Kommandeur

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben einen Terroristen getötet, der am Massaker vom 7. Oktober beteiligt gewesen sein soll. Der Mann war demnach Kommandeur der Nukhba-Einheit und soll daran gearbeitet haben, die Fähigkeiten der Hamas wiederherzustellen, teilte das Militär mit. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Benjamin Netanjahu droht Hamas-Kämpfern

Bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des 7. Oktober 2023 hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Kämpfern der islamistischen Terrororganisation Hamas gedroht. »Jeder, der an dem Angriff gegen uns beteiligt war, jeder, der unsere Geiseln gefangen gehalten hat, lebt auf Zeit«, sagte Netanjahu. »Wir werden sie kriegen, so wie wir andere gekriegt haben. Tag für Tag begleichen wir die Rechnung mit diesen widerwärtigen Mördern.«

Zugleich schloss Israels Regierungschef eine Zukunft der Hamas in der Regierung des Gazastreifens aus. »Es wird keine Hamas-Herrschaft im Gazastreifen geben«, sagte heuer bei der Gedenkfeier auf einem Militärfriedhof in Jerusalem. Aufgrund des jüdischen Kalenders wird in Israel bereits heute der Opfer des 7. Oktober und des dadurch ausgelösten Krieges gedacht.

Humanitäre Lage im Gazastreifen laut Caritas katastrophal

Die humanitäre Situation im Gazastreifen ist laut der Caritas nach wie vor dramatisch. Die Versorgungslage der Menschen sei auch nach einem Jahr »relativer Waffenruhe« immer noch perspektivlos, teilte Oliver Müller, Leiter von Caritas international, mit. Die Menschen in Gaza sehen demnach einem »bitteren Winter« entgegen, wenn die Hilfslieferungen und deren Finanzierung nicht deutlich steigt.

Für 2,1 Millionen hilfsbedürftige Palästinenser sind demnach nicht genug sauberes Trinkwasser, Lebensmittel und andere Güter des alltäglichen Gebrauchs verfügbar. »Immer wieder werden die Trucks an den Grenzübergängen zurückgewiesen, ohne dass die Gründe hierfür transparent nachvollziehbar sind«, kritisierte Müller.

Auch robuste Zelte, die der Witterung standhalten und den Menschen im Winter Schutz bieten, werden demnach dringend benötigt. 85 Prozent aller Gebäude im Gazastreifen wurden zerstört oder beschädigt, weshalb über 1,7 Millionen Menschen in Behelfsunterkünften leben. »Viele Zelte sind zerschlissen und müssen dringend erneuert werden. Doch selbst neue Zelte hereinzubringen, wird von den israelischen Behörden behindert«, sagte Müller. An dem ägyptischen Grenzübergang Rafah wird laut den UN nur jeder zweite Lkw durchgelassen. »Die israelische Regierung trägt als kontrollierende Macht an den Grenzübergängen eine besondere Verantwortung dafür, dass humanitäre Hilfe die Zivilbevölkerung erreicht«, sagte Müller.

Israel gedenkt der Opfer des Hamas-Angriffs vor drei Jahren

Israel hat mit den Gedenkveranstaltungen für die Opfer des 7. Oktober 2023 und des nachfolgenden Krieges begonnen. Die Flaggen vor der Knesset sowie vor der Jerusalemer Residenz des Staatspräsidenten sind seit 6.29 Uhr, der Uhrzeit, die den Beginn des Angriffs markiert, auf Halbmast gesetzt. Vor der Knesset wurden Kränze niedergelegt und eine Gedenkkerze entzündet. Für den Tag sind zwei staatliche Gedenkfeiern auf dem Nationalfriedhof am Jerusalemer Herzlberg geplant, an denen nach offiziellen Angaben unter anderen Präsident Isaac Herzog und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilnehmen werden.

Der staatliche Gedenktag richtet sich nach dem hebräischen Kalender. Zum Jahrestag des Angriffs nach gregorianischem Kalender sind für Mittwoch landesweit weitere Gedenkfeiern, Ausstellungen und Protestveranstaltungen geplant. Eine zivile nationale Gedenkfeier mit Zehntausenden Teilnehmern ist für Mittwochabend im Yarkon-Park in Tel Aviv geplant. Gleichzeitig kündigten regierungskritische Gruppen Proteste und Demonstrationen an, unter anderem vor Häusern von Politikern, die am 7. Oktober 2023 in Regierungsverantwortung waren.

Israels Generalstabschef spricht von »massivem Versagen« am 7. Oktober

Israels Armee muss laut ihrem Generalstabschef Ejal Samir Lehren aus den Versäumnissen bei der Reaktion auf den Angriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 ziehen. »Heute schließen wir die Untersuchungen zu den Versäumnissen vom 7. Oktober ab«, sagte Samir. Dies geschehe »mit dem Bewusstsein für das Ausmaß der Katastrophe, aber auch mit der Erkenntnis, dass wir uns nicht darin verlieren dürfen«.

Vielmehr müsse die Armee daraus »lernen, Lehren ziehen, diese umsetzen und voranschreiten«. An jenem Tag vor knapp drei Jahren hätten die israelischen Streitkräfte »massiv versagt«, sagte Samir weiter. Die Armee sei aber »wieder handlungsfähig«.

Israel bestätigt Angriff auf hochrangiges Hamas-Mitglied

Die israelische Armee hat einen Luftangriff im Gazastreifen bestätigt, bei dem nach Angaben des israelischen Militärkorrespondenten Itay Blumental ein hochrangiges Hamas-Mitglied gezielt angegriffen wurde. Blumental schrieb auf der Plattform X, bei dem Mann handle es sich um Ali al-Omari. Er sei ein möglicher Kandidat für die geplante geheime Wahl eines Hamas-Führers im Gazastreifen.

Ob Al-Omari den Angriff überlebt habe, sei zunächst unklar. Die israelische Armee teilte mit, sie prüfe noch, ob er bei dem Angriff getötet worden sei.

Palästinenser melden fünf Tote nach Luftangriff in Gaza-Stadt

Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Wohnhaus im Westen von Gaza-Stadt sind nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte mindestens fünf Menschen getötet worden. Fünf weitere Menschen wurden bei dem Angriff verletzt, wie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Quellen im Schifa-Krankenhaus berichtete. Unter den Trümmern werde nach weiteren möglichen Opfern gesucht. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs liegt bisher nicht vor.

Israelische Angriffe im Gazastreifen töten zwei Menschen

Im Gazastreifen sind bei israelischen Angriffen zwei Menschen getötet worden. Mindestens eine weitere Person wurde nach Angaben des Al-Schifa-Krankenhauses und des Palästinensischen Roten Halbmondes verletzt.

Das israelische Militär bestätigte die Angriffe in Gaza-Stadt. Diese hätten Extremisten gegolten. Bei einem Luftangriff in Chan Junis weiter südlich im Gazastreifen sei außerdem ein Scharfschütze der Hamas getötet worden. Die palästinensischen Gesundheitsbehörden bestätigten den Tod des Mannes. Israelische Angriffe auf den Gazastreifen nahmen im September wieder zu.

Teuerung in Gaza macht Leben laut Welthungerhilfe unbezahlbar

Ein Großteil der Menschen im Gazastreifen kann nach Angaben der Welthungerhilfe selbst Grundnahrungsmittel nicht mehr bezahlen und ist auf schnelle Hilfslieferungen angewiesen. »Die Preise liegen in der Regel beim Acht- bis Zehnfachen dessen, was die Waren vor dem Krieg gekostet haben«, sagte Welthungerhilfe-Generalsekretär Mathias Mogge dem RedaktionsNetzwerk Deutschland nach einem Besuch im Gazastreifen.

So kosteten Gurken mittlerweile vier US-Dollar statt zuvor 30 Cent, Tomaten fünf Dollar statt zuvor 50 Cent. Der Preis für Brot habe sich verdoppelt. Gleichzeitig hätten die meisten Menschen praktisch kein Einkommen mehr. »Viele sind deshalb komplett abhängig von Nahrungsmittelhilfe von außen«, sagte Mogge.

Er drängte auf weitere Hilfslieferungen, um die akute Not zu lindern. Um die Menschen unabhängig von Hilfslieferungen zu machen, müsse die Wirtschaftslage in Gaza verbessert werden. »Dafür braucht es wirtschaftlichen Wiederaufbau und mehr lebenswichtige Güter, die in den Gazastreifen hineingelassen werden«, sagte Mogge.

Israelische Drohne tötet bei Angriff auf Bus fünf Menschen

Im Gazastreifen sind bei einem israelischen Angriff auf einen Minibus laut Angaben des von der Hamas kontrollierten Zivilschutzes fünf Menschen getötet worden. 20 weitere Menschen, auch Frauen und Kinder, seien verletzt worden, sagte Zivilschutzsprecher Mahmud Bassal. Das Al-Schifa-Krankenhaus in Gaza bestätigte die Angaben.

Der Bus hatte dem Zivilschutzsprecher zufolge Menschen befördert, die von Gaza-Stadt im Norden in das Zentrum und den Süden Gazas reisen wollten. Eine israelische Drohne feuerte demnach zweimal auf den Bus; dabei wurde der vordere Bereich des Fahrzeugs zerstört, woraufhin es völlig ausbrannte.

US-Senat blockiert Resolution zu Gewalt im Westjordanland

Die Republikaner im US-Senat haben einen Vorstoß der Demokraten blockiert, der die Regierung von Präsident Donald Trump zu einem Bericht über die zunehmende Gewalt im besetzten Westjordanland verpflichtet hätte. Dabei geht es auch um den Tod von US-Bürgern. Seit 2022 sind neun US-Staatsbürger getötet worden. Die Senatoren stimmten am Dienstag mit 51 zu 47 Stimmen gegen die Resolution.

Israelischer Luftangriff tötet Hamas-Kommandeur im Gazastreifen

Bei einem israelischen Luftschlag im Gazastreifen ist ein Kommandeur der islamistischen Hamas getötet worden. Es handle sich um Iss al-Din al-Beik, den Chef des bewaffneten Arms der Terrororganisation im Norden des Gebiets, teilten Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz mit. Das Militär habe Al-Beik gezielt attackiert. Er sei an der Planung von Angriffen und der Rekrutierung von Hamas-Kämpfern beteiligt gewesen.

Die Hamas bestätigte seinen Tod. Sanitätern zufolge wurde bei dem Angriff ein Wohngebäude im Stadtteil Nasr in Gaza-Stadt getroffen. Dabei sei eine weitere Person an ihren Verletzungen gestorben.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Landesweite Gedenkfeiern und Proteste zum Jahrestag des 7. Oktober

    Very likely · Within days

Open Questions

  • Wie entwickeln sich die Hilfslieferungen an den Grenzübergängen?
  • Wann enden die militärischen Auseinandersetzungen im Gazastreifen?

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This article was originally published by Die Zeit.

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