
Nach zweitägigen Gesprächen in der Residenz von Staatspräsident Izchak Herzog ist die Regierungsbildung in Israel weiter unklar.
AI-generated summary
Nach den Parlamentswahlen in Israel finden Konsultationen zur Regierungsbildung statt.
Die Residenz von Staatspräsident Izchak Herzog in Jerusalem - in den vergangenen zwei Tagen die zentrale politische Arena in Israel. Nacheinander traten die Delegationen der Fraktionen vor das Staatsoberhaupt - und brachten die tiefe Zerrissenheit des Parlaments direkt mit an den Beratungstisch.
Herzog, der die Parteien vorab zu "Mut und Kreativität" aufgerufen hatte, erlebte ein unnachgiebiges Auftreten des rechten Lagers. Für Orit Strock, Ministerin für nationale Missionen vom rechtsgerichteten Jüdischen Zionismus, kommt nur ein Name infrage. "Da die Mehrheit im rechten Lager liegt und der Likud die stärkste Partei ist, kann unserer Ansicht nach nur einer diese Regierung anführen: Benjamin Netanjahu."
Doch das rechte Bündnis bröckelt. Das zeigte sich deutlich beim Auftritt der ultraorthodoxen Fraktionen. Ya'akov Asher vom Vereinigten Tora-Judentum verweigerte Netanjahu überraschend die traditionelle Empfehlung.
Die Zerrissenheit im rechten Lager
Asher nutzte das Forum beim Präsidenten stattdessen, um die Forderungen seiner religiösen Klientel ins Zentrum zu rücken. Im Kern geht es dabei um das umstrittene Wehrpflichtgesetz für die Haredim, also ultraorthodoxe Juden, und die Freistellung von Religionsschülern.
In einer vor zwei Tagen veröffentlichten Videobotschaft goss Benjamin Netanjahu unterdessen weiter Öl ins Feuer. Er warnte eindringlich vor einem Bündnis der Opposition mit den arabischen Kräften. "Der radikale Islam ist die Herausforderung, die derzeit Länder in Europa zerreißt - und er bedroht auch uns. Von innen durch islamistische Parteien, die den Terrorismus unterstützen. Sie wollen die jüdische Identität des Staates Israel auslöschen - und das sagen sie ganz offen."
Arabische Parteien kontern
Die Reaktion der arabischen Parteien folgte direkt bei den Konsultationen. Ahmad Tibi, Chef der Taʾal-Partei, rechnete fundamental mit dem Premier ab. "Entscheidend ist, dass an der Spitze der Regierung an Premierminister steht, der schon seit Langem systematisch und kontinuierlich gegen die arabische Bevölkerung hetzt und sie nicht als Bürger, sondern als Feinde behandelt."
Als treibende Kraft für den Machtwechsel präsentierte sich die Eisenkot-Partei Yashar. Für sie untermauerte Yoram Cohen am Beratungstisch gegenüber Herzog den unbedingten Willen zum politischen Aufbruch. "Wir müssen den Wunsch der Wähler nach einem Wandel respektieren. Israel steht an einem Scheideweg", sagt Cohen. "Eine neue, stabile und verantwortungsbewusste Regierung ist eine existenzielle Notwendigkeit."
Herzog kündigt weitere Gespräche an
Nach dem Ende der zweitägigen Konsultationen zog Staatspräsident Herzog ein ernüchterndes Fazit. Zwar gibt es für Oppositionsführer Gadi Eisenkot mittlerweile 67 Empfehlungen von Knesset-Abgeordneten, während Benjamin Netanjahu nur auf 46 Stimmen kommt.
Doch angesichts der unversöhnlichen Blockbildung kündigte das Staatsoberhaupt weitere Gespräche an. "Ich bin verpflichtet festzustellen, wer in der Lage ist, eine Regierung zu bilden. Das ist derzeit noch unklar. Ich beabsichtige, diese Frage zügig durch persönliche Gespräche zu klären."
Beobachter rechnen nun damit, dass Herzog am Sonntag wohl Gadi Eisenkot mit der Regierungsbildung beauftragt.
AI outlook — possibilities, not facts
Izchak Herzog beauftragt Gadi Eisenkot mit der Regierungsbildung.
Likely · Within days

A US judge has stopped the construction of the Triumphal Arch in Washington planned by Donald Trump for two weeks. The city of Washington and Virginia sued.
Julia Mendel, former spokeswoman for Ukrainian President Zelensky, appeared at an AfD event in the Bundestag. The Greens criticize this sharply and accuse it of pro-Russian propaganda. The Ukrainian authorities are now accusing her of treason.
After the “Gen Z rules” protests, there were strong reactions to an Instagram video by Hesse's European Minister Manfred Pentz (CDU). After a war of words with a Volt politician and racist comments, there are now calls for his resignation.

Nithya Raman won the Los Angeles mayoral election against incumbent Karen Bass. This means that left-wing Democrats will now lead the two largest US cities after Zohran Mamdani won in New York. Raman's victory follows criticism of Bass' handling of the Los Angeles fires in January 2025.
The federal government has to spend 250 million euros more on basic security this year than planned. The Ministry of Labor and Social Affairs has applied for the additional costs, the Ministry of Finance is informing the Budget Committee. The reasons are higher additional health insurance contributions and increased spending on housing and heating.

US Secretary of State Marco Rubio has dismissed rumors of his resignation and said he loves his job. The media had speculated that the 55-year-old could run for the 2028 presidential election. Vice President JD Vance is also mentioned as a possible candidate.