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Ekrem Imamoglu ist seit 2019 Bürgermeister von Istanbul und gilt als wichtigster politischer Gegner von Präsident Erdogan. Nach seiner Wiederwahl 2024 wurde er im März 2025 im Rahmen einer landesweiten Verhaftungswelle festgenommen, gefolgt von mehreren Ermittlungen wegen Korruption, Geldwäsche und Bildung einer kriminellen Vereinigung.
Istanbuls abgesetzter Bürgermeister Ekrem Imamoglu ist in einem umstrittenen Gerichtsverfahren zu 25 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der bereits zuvor inhaftierte Gegner von Präsident Recep Tayyip Erdogan wurde der Beleidigung eines Staatsbediensteten schuldig gesprochen, wie türkische Medien am Freitagabend berichteten. Demnach belegte ihn das Gericht auch mit einem politischen Betätigungsverbot: Sollte das Urteil rechtskräftig werden, würde Imamoglu auch formal sein Amt verlieren und der Stadtrat von Istanbul die Möglichkeit bekommen, einen neuen Bürgermeister für die Millionenmetropole zu bestimmen.
Imamoglu ist der profilierteste Gegner von Langzeit-Präsident Erdogan und galt lange als aussichtsreicher Kandidat für dessen Nachfolge bei einem möglichen Wahlduell. Inwieweit er dem islamisch-konservativen Staatschef noch gefährlich werden kann, ist angesichts der vielen Ermittlungen, Prozesse und Urteile gegen ihn aber fraglich.
Imamoglu bezeichnet Urteil als Skandal
Zur jüngsten Gerichtsverhandlung wurde Imamoglu aus einem Hochsicherheitsgefängnis zugeschaltet. Das Urteil bezeichnete er laut dem Staatssender TRT als Skandal, die Anschuldigungen als haltlos. Ihm wurde vorgeworfen, vor vier Jahren einen Istanbuler Bezirksbürgermeister beleidigt zu haben - allerdings war er zweimal freigesprochen worden, bevor ein Berufungsgericht den Fall wegen angeblicher Formfehler neu aufrollen ließ. Die türkische Opposition spricht von einem politisch motivierten Verfahren mit dem einzigen Ziel, Erdogans Rivalen auszuschalten.
EU und Bundesregierung kritisieren Verhaftungswelle
Die Istanbuler Stadtverwaltung wird seit den Kommunalwahlen 2019 von der Oppositionspartei CHP regiert, 2024 konnte Imamoglu sein Amt als Bürgermeister verteidigen. Im März 2025 gab es dann eine landesweite Verhaftungswelle, bei der er und zahlreiche Rathausmitarbeiter festgenommen wurden - ebenso wie CHP-Bürgermeister in anderen Städten der Türkei. Es folgte eine Kaskade von Ermittlungen und Prozessen, Imamoglu wurden unter anderem Korruption, Geldwäsche und die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.
Die deutsche Regierung, das EU-Parlament und die Europäische Kommission werteten die Absetzung Imamoglus als schweren Rückschlag für die Demokratie in der Türkei. Erdogans Regierung weist jegliche Einflussnahme auf die Justiz zurück.
AI outlook — possibilities, not facts
Der Stadtrat von Istanbul wird einen neuen Bürgermeister bestimmen, falls das Urteil gegen Imamoglu rechtskräftig wird.
Likely · Within weeks
Die EU wird weitere diplomatische Schritte oder Sanktionen in Betracht ziehen, um die türkische Regierung zum Einlenken zu bewegen.
Possible · Within months

The deposed Istanbul mayor Ekrem Imamoglu was sentenced to 25 months in prison in Turkey for insulting a public servant and was banned from political activity. The ruling could result in his loss of office and the city council's appointment of a new mayor if it becomes final.
Russian President Vladimir Putin has blamed Western globalists for the AfD's electoral success in Saxony-Anhalt and other developments in Europe. He made these statements during his visit to India, stating that systemic failures of the West had led to the current events in Europe.

On September 12, 2026, the SPIEGEL live blog will reconstruct the terrorist attack on September 11, 2001. It is reported that US President George W. Bush has left the bunker in Nebraska and is assessing the extent of the destruction in Washington, while firefighters in New York continue to search for survivors.
After a drone attack from Iraq, Saudi Arabia has suspended operations on its important east-west pipeline as a precautionary measure. The Iraqi government condemned the attack and launched an investigation, while Saudi Arabia refrained from responding to give Baghdad time. The attack comes in the context of previous US and Saudi airstrikes against Iran-backed militias based in Iraq, which regional sources say receive support from Yemen's Houthis. At the same time, the Houthis captured the strategically important Bab al-Mandeb Strait, which has become increasingly important for Saudi oil exports across the Red Sea, particularly due to the Iranian blockade of the Strait of Hormuz.
On the 25th anniversary of the attacks on September 11, 2001, the US secret service CIA released previously classified reports from the three years before the attacks. The 70 documents show that agents warned about al-Qaeda and Osama bin Laden before the attacks, but the information was "sparse, vague and incomplete." Relatives are now demanding investigations.
At least 44 people were injured in a train accident in Normandy between Rouen and Caen, including a woman with serious injuries. The regional train collided with an unknown object, overturned and partially derailed. Over 140 rescue workers are on duty, the route is closed and the power supply is switched off.