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IW-Befragung: Jedes fünfte Unternehmen spürt hybride Bedrohungen
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Die Zeit1 hour agoBusiness1 min readGermany

IW-Befragung: Jedes fünfte Unternehmen spürt hybride Bedrohungen

Cyberangriffe, Spionage und Sabotage treffen vor allem größere Unternehmen und kritische Infrastrukturen in Deutschland.

Quick Look

  • Laut einer IW-Befragung spürt jedes fünfte Unternehmen in Deutschland die Auswirkungen hybrider Bedrohungen wie Cyberangriffe und Sabotage.
  • Besonders große Betriebe sowie Energie- und IT-Branchen sind betroffen, was laut Forschern mehr Schutzmaßnahmen erfordert.

AI-generated summary

Why It Matters

Das Institut der deutschen Wirtschaft befragte 1.041 Unternehmen zu hybriden Bedrohungen aus dem Ausland.

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Jedes fünfte Unternehmen in Deutschland spürt laut einer Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Auswirkungen sogenannter hybrider Bedrohungen aus dem Ausland. Darunter fallen unter anderem Cyberangriffe, Desinformation, Spionage und Sabotage, wie das IW der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Das Institut hatte 1.041 Unternehmen befragt.

Der Befragung zufolge veranlasse die Bedrohung Unternehmen dazu, den Werkschutz zu verbessern. Zudem seien sie im operativen Geschäft durch Vorfälle eingeschränkt. Besonders die größeren Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten spürten die hybride Bedrohung. Die größten Risiken nahmen Unternehmen der Branchen Information und Kommunikation wahr, gefolgt von Energie- und Wasserversorgung sowie Entsorgung.

Unter hybriden Angriffen versteht man eine Kombination aus militärischen, wirtschaftlichen, geheimdienstlichen und propagandistischen Mitteln. Dazu zählen auch Cyberattacken und Desinformationskampagnen, um die öffentliche Meinung etwa vor Wahlen zu beeinflussen.

Bedrohungslage erfordert laut IW weitere Schutzmaßnahmen

Laut den Wirtschaftsforschern des IW zeigen die Befunde, dass eine neue Abwehrbereitschaft erforderlich sei. Viele Unternehmen hätten die Investitionen in die IT-Sicherheit und die digitale Infrastruktur erhöht. Verbesserungsbedarf bestehe jedoch bei der Absicherung der Energieversorgung, bei Notfallplänen für den Ausfall von kritischer Infrastruktur, dem Austausch mit Sicherheitsbehörden und einem effektiveren Werkschutz, zu dem etwa die Personenkontrolle am Eingang gehört. Das im März für einen besseren physischen Schutz von kritischen Anlagen in Deutschland in Kraft getretene KRITIS-Dachgesetz bleibe noch hinter den Anforderungen zurück.

Die mangelnde Vorbereitung hat laut IW eine destabilisierende Wirkung auf die Funktionsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft. Angriffe verursachten erhebliche Kosten, erhöhten die Unsicherheit und könnten zu Produktionsausfällen führen.

Siemens-Energy-Chef Christian Bruch hatte jüngst der dpa gesagt, die Bedrohungslage habe über die letzten 12 bis 18 Monate deutlich zugenommen. Er forderte einen zivilen Operationsplan, um auf Krisenfälle reagieren zu können und die Strom- oder Wasserinfrastruktur sowie die Versorgung mit Lebensmitteln zu schützen.

Open Questions

  • Welche konkreten ausländischen Akteure hinter den Bedrohungen stecken
  • Wie das KRITIS-Dachgesetz nachgeschärft werden soll

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This article was originally published by Die Zeit.

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