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Junge Grüne gegen Renteneintritt mit 70
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Die Zeit6/22/2026Politics2 min readGermany

Junge Grüne gegen Renteneintritt mit 70

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Junge Abgeordnete der Grünen lehnen eine Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre ab und fordern stattdessen eine stärkere Beteiligung von Vermögensbesitzern an der Finanzierung der Rente.

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Junge Abgeordnete der Grünen äußern sich kritisch zu Überlegungen einer Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre, kurz vor Veröffentlichung der Ergebnisse einer Rentenkommission.

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Eine Gruppe junger Grünenabgeordneter spricht sich kurz vor der Veröffentlichung der Ergebnisse der Rentenkommission gegen Überlegungen zu einer Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre aus.

Die gesetzliche Rente werde schlechter geredet als sie sei, heißt es im Papier der Abgeordneten aus dem Bundestag und dem Europarlament zudem.

»Wie einst CDU-Bundesarbeitsminister Norbert Blüm sagen wir, die Rente muss sicher sein«, sagte der Mitverfasser des Papiers Timon Dzienus dem Spiegel. »Statt Renten-Rebellen brauchen wir Renten-Retter«, sagte der Bundestagsabgeordnete weiter.

Blüms Aussage zur gesetzlichen Altersvorsorge prägte ab 1986 die Diskussion um die gesetzliche Altersvorsorge: »Die Rente ist sicher.«

»Eine Gerechtigkeitsfrage und kein Generationenkonflikt«

Laut den Verfassern des Grünenpapiers ist die Rente »eine Gerechtigkeitsfrage und kein Generationenkonflikt«. Wer über Rentenkürzungen und »einer Rente mit 70 schwadroniert, hat von der Lebensrealität der Menschen keine Ahnung«, heißt es in dem Grünenpapier.

Kein junger Mensch habe etwas davon, wenn »die Oma in Altersarmut lebt«.

Die jungen Unterzeichner weisen darauf hin, dass der Bundeszuschuss zur Rente seit 20 Jahren stabil sei: »Gleiches gilt für den Beitragssatz und das, obwohl die Zahl der Rentnerinnen und Rentner angestiegen ist. Die Situation ist also keineswegs verfahren, es kommt jetzt darauf an, die Weichen richtigzustellen.«

Die Verfasser schlagen vor, kleine Renten aufzustocken und das Rentenniveau auf mindestens 48 Prozent zu halten. Das Rentenniveau bestimmt, wie hoch die Rente einer Person ist, die 45 Jahre lang für einen durchschnittlichen Lohn gearbeitet hat – im Verhältnis zum aktuellen Durchschnittslohn.

»Perspektivisch muss das Rentenniveau wieder spürbar steigen«, lautet eine der Forderungen.

»Menschen mit massiven Vermögen dürfen sich nicht aus der Verantwortung stehlen«

Zugleich wollen die jungen Grünen durch Reformen in der Steuerpolitik höhere Einkommen stärker zur Finanzierung der gesetzlichen Rente heranziehen.

»Die Menschen mit den stärksten Schultern, mit massiven Vermögen dürfen sich nicht länger raus aus der Verantwortung stehlen«, sagte Co-Autorin und Grünen-Bundestagsabgeordnete Karoline Otte.

Otte gehört wie auch Dzienus dem linken Flügel der Grünen an. Neben den beiden wurde das Papier von 15 weiteren Grünen-Bundestagsabgeordneten, einem Parlamentarier aus dem Europaparlament und den beiden Vorsitzenden der Grünenjugend unterzeichnet.

Open Questions

  • Wie wird die Rentenkommission auf diese Forderungen reagieren?
  • Welche konkreten Steuerreformen werden vorgeschlagen?
  • Wie hoch ist die Unterstützung für diese Position innerhalb der Grünen?

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This article was originally published by Die Zeit.

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