Katholische Kirche: Papst Leo XIV. an Lungenkrebs erkrankt
Quick Look
- Papst Leo XIV. wurde wegen eines Adenokarzinoms in der Lunge operiert.
- Der Vatikan bestätigte die Diagnose zwei Tage nachdem der Papst selbst einen Knoten in der Lunge öffentlich gemacht hatte.
- Der Eingriff verlief erfolgreich ohne Komplikationen, der Papst befindet sich nun im Gemelli-Krankenhaus in Rom zur Erholung.
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Why It Matters
Papst Leo XIV. ist der erste US-Amerikaner an der Spitze der katholischen Kirche. Er wurde im Mai des vergangenen Jahres gewählt und galt als relativ junger Papst mit Erwartung eines langen Pontifikats. Vor der Operation waren keine gesundheitlichen Probleme bekannt.
Der Pontifex hatte erst am Sonntag einen Knoten in der Lunge öffentlich gemacht, zwei Tage später wurde er operiert. Nach Angaben des Vatikans ist es Krebs.
Papst Leo XIV.: Er hat Lungenkrebs. Foto: Alessandra Tarantino/AP/dpa
Rom. Papst Leo XIV. ist wegen einer Krebserkrankung an der Lunge operiert worden. Dem 71-Jährigen sei am Dienstag der untere Lappen des rechten Lungenflügels entfernt worden, teilte der Vatikan am späten Abend mit. Dabei sei ein Adenokarzinom, eine häufige Form von Lungenkrebs, diagnostiziert worden.
Auch das Ärzte-Team der Gemelli-Klinik in Rom teilte mit, dass die anschließende Untersuchung bestätigt habe, dass es sich bei dem Knoten um ein sogenanntes Lungenadenokarzinom handele.
Der Verdacht darauf sei bereits bei den Untersuchungen vor dem Eingriff aufgekommen, hieß es. Dieser sei nun bestätigt worden. Die Operation verlief nach Angaben der Ärzte „erfolgreich und ohne Komplikationen“. Der Papst sei anschließend wie geplant aufgewacht und befinde sich nun in seinem Zimmer.
Leo gab Knoten an der Lunge selbst bekannt
Leo hatte am Sonntag überraschend bekanntgegeben, dass bei einer Kontrolluntersuchung in seiner Lunge ein Knoten entdeckt worden sei, noch in einem „sehr frühen Stadium“. Auf Anraten der Ärzte habe er sich zu einer Operation entschlossen. Der Eingriff erfolgte nun nur zwei Tage später.
Bis dahin waren keinerlei gesundheitlichen Probleme des ersten US-Amerikaners an der Spitze der katholischen Kirche bekannt. Leo hält sich mit Tennis, Schwimmen und regelmäßigen Übungen fit. Mit seinen 71 Jahren ist er immer noch ein verhältnismäßig junger Papst. Bei seiner Wahl im Mai vergangenen Jahres wurde gemutmaßt, dass er ein langes Pontifikat vor sich haben werde, möglicherweise mehrere Jahrzehnte lang.
Voraussichtlich eine Woche lang im Krankenhaus
Leo liegt im Gemelli-Krankenhaus, wo auch mehrere seiner Vorgänger schon behandelt wurden. Die Päpste haben dort einen eigenen Trakt, in dem sie rund um die Uhr versorgt werden. In einer ersten offiziellen Mitteilung hieß es: „Der Eingriff verlief erfolgreich, wurde termingerecht und wie vorgesehen durchgeführt.“ Nun soll der Papst etwa eine Woche Erholung bekommen.
Vor der Operation war davon die Rede, dass sich Leo voraussichtlich etwa eine Woche lang im Krankenhaus erholen müssen. In der Gemelli-Klinik– offiziell: Policlinico Universitario Agostino Gemelli – am Rande der italienischen Hauptstadt gibt es einen Trakt für Päpste im zehnten Stock. Dort wurde bis kurz vor seinem Tod mit 88 Jahren auch Leos Vorgänger behandelt, Papst Franziskus. Dem Argentinier fehlte bereits seit jungen Jahren ein Teil seiner Lunge.
Mehr: Knoten in der Lunge – Papst muss operiert werden
dpa, rtr Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien.
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Der Papst wird nach etwa einer Woche Erholung im Krankenhaus seine duties langsam wieder aufnehmen.
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