Breaking
RUThe Kyiv regime attacked the Arctic part of the Ural Federal District for the first timeDELower Saxony's Interior Minister defends the exclusion of AfD candidatesPLTragic railway accident in Sokolniki Suche: one person deadCNExplosion at arms depot in Syria's Idlib kills 14RUThe personnel of the fuel and energy complex facility in the Yamal-Nenets Autonomous Okrug attacked by a drone were evacuatedRUExplosions occurred in KharkovARMauritanian police arrest a suspect in the rape of a child in Nouakchott, amid calls for tougher penaltiesCNMany Western countries impose sanctions on Israeli settlements, and Israel takes tough diplomatic retaliationDEMerger of space divisions: Airbus, Thales and Leonardo are planning BROMOFRTensions in Chambéry after the death of a man during an arrestRUThe Kyiv regime attacked the Arctic part of the Ural Federal District for the first timeDELower Saxony's Interior Minister defends the exclusion of AfD candidatesPLTragic railway accident in Sokolniki Suche: one person deadCNExplosion at arms depot in Syria's Idlib kills 14RUThe personnel of the fuel and energy complex facility in the Yamal-Nenets Autonomous Okrug attacked by a drone were evacuatedRUExplosions occurred in KharkovARMauritanian police arrest a suspect in the rape of a child in Nouakchott, amid calls for tougher penaltiesCNMany Western countries impose sanctions on Israeli settlements, and Israel takes tough diplomatic retaliationDEMerger of space divisions: Airbus, Thales and Leonardo are planning BROMOFRTensions in Chambéry after the death of a man during an arrest
BackKI-Experten warnen vor existenziellen Risiken durch unkontrollierte Entwicklung
KI-Experten warnen vor existenziellen Risiken durch unkontrollierte Entwicklung
Developing
n-tv Wirtschaft54 minutes agoTech3 min readGermanyView translation

KI-Experten warnen vor existenziellen Risiken durch unkontrollierte Entwicklung

Rücktritt bei Anthropic und Eingeständnisse bei OpenAI befeuern Debatte über Sicherheitsrisiken und unvorhersehbare Fähigkeiten von KI-Systemen.

Quick Look

  • Ein Anthropic-Forscher ist aus Protest gegen unverantwortliche KI-Entwicklung zurückgetreten.
  • Auch bei OpenAI wächst die Sorge: Experten warnen vor unkontrollierbaren Systemen, die menschliche Fähigkeiten übertreffen und existenzielle Risiken bergen könnten.

AI-generated summary

Why It Matters

Führende KI-Unternehmen wie Anthropic und OpenAI stehen unter Druck, da ihre Modelle zunehmend autonomer agieren und Sicherheitsbedenken zunehmen.

Font size

Ein Experte der Firma Anthropic tritt zurück, weil er das Handeln der führenden KI-Unternehmen in den USA für unverantwortlich hält. Einer seiner bisherigen Kollegen bestätigt die Sorgen über die Gefahren von künstlicher Intelligenz - und löst mit einem Eingeständnis heftige Reaktionen aus.

Ein Forscher der KI-Firma Anthropic ist mit einer drastischen Warnung zurückgetreten: Die großen Entwickler künstlicher Intelligenz handelten unverantwortlich "und spielen mit unseren Leben". Bald werde es Computersysteme geben, deren Fähigkeiten die von Menschen überträfen, betonte Jacob Coxon auf der Online-Plattform X. Künstliche Intelligenz würde dann "alles hacken können" und die Möglichkeit haben, sich "Zugang zu echter Macht und Ressourcen" zu verschaffen.

"Die Leute, die KI entwickeln, glauben ernsthaft, dass sie zum Ende des Jahrzehnts alle töten könnte", warnte Coxon. Dem "Wall Street Journal" sagte der 27-jährige Brite, nach den "aggressivsten Szenarien" könnten die Dinge bereits Ende kommenden Jahres außer Kontrolle geraten. Als eine zentrale Gefahr sieht er künstliche Intelligenz, die sich selbst weiterentwickeln kann - und damit schwerer zu kontrollieren wird.

Anthropic-Forscher Evan Hubinger, der mit dafür zuständig ist, dass KI mit den Interessen der Menschen im Einklang bleibt, bestätigte wenig später Coxons Sorgen. Er persönlich denke, die Gefahr, dass KI die Menschheit töte, liege im kommenden Jahrzehnt bei mehr als zehn Prozent, schrieb er bei X. Viele Nutzer reagierten mit Unglauben auf Hubingers Beitrag. "Welcher Nutzen ist groß genug, um es zu rechtfertigen, die Menschheit einem Auslöschungsrisiko von zehn Prozent auszusetzen?", schrieb einer.

Insider sehen Gefahren - und wollen doch weiter machen

Zuvor mahnte auch der Forschungschef des ChatGPT-Entwicklers und schärfsten Anthropic-Rivalen OpenAI, Jakub Pachocki, "extreme Vorsicht" an. Er sei besorgt, dass niemand auf eine rapide Weiterentwicklung der Fähigkeiten Künstlicher Intelligenz vorbereitet sei, schrieb Pachocki in einem Blogeintrag. Man sei an einem Moment der Geschichte angelangt, in dem die Intelligenz von Maschinen beginne, die der Menschen zu übertreffen.

Der OpenAI-Manager umschrieb ausführlicher, warum moderne KI-Systeme schwerer zu kontrollieren seien. Man lasse diese künstliche Intelligenz eher "wachsen", statt sie zu designen. KI-Systeme seien ein Produkt komplexer Prozesse. "Unsere groß angelegten Trainingsläufe sind Experimente - und wir sind manchmal überrascht von ihren Ergebnissen." Und je mehr die Fähigkeiten der Maschinen die menschlichen überträfen, desto schwieriger werde es zu verstehen, zu was sie in der Lage seien.

Zugleich sieht Pachocki ein Argument für die Fortsetzung rapider Forschung: künstliche Intelligenz zu entwickeln, die gegen die Gefahren anderer KI verteidigen könnte. Man werde sie unter anderem brauchen, um Infrastruktur zu schützen und ganz neue Verteidigungsmechanismen zu entwickeln.

Hacking-Attacken als Alarmsignal

Ein Weckruf für die Branche waren in den vergangenen Monaten Hacking-Attacken, bei denen sogenannte KI-Agenten in Testläufen eigenständig in Systeme anderer Unternehmen eindrangen. Solche Agenten sind Programme mit künstlicher Intelligenz, die selbstständig Aufgaben für die Nutzer erfüllen sollen. Bei OpenAI fand ein KI-Modell in einem Test einen Weg, aus einer eigentlich isolierten Testumgebung ins offene Internet zu gelangen - und hackte sich dann ins Computersystem der KI-Plattform Hugging Face. Dabei suchte es nur nach einer Lösung für die Testaufgabe und richtete keinen Schaden an. Allerdings zeigte der Vorfall, wie weit KI-Systeme ungeplant auf eigene Faust gehen können, ohne dass ihre Entwickler das mitbekommen.

Zuletzt wurde auch bekannt, dass KI-Agenten von OpenAI bereits im Frühjahr eine deutschsprachige Wiki-Seite in großem Stil für Absprachen untereinander missbraucht hatten. Ein aktueller Schutzmechanismus der KI-Entwickler ist, dass die Modelle mit Künstlicher Intelligenz ihr Handeln in menschlicher Sprache erklären müssen. Die KI-Agenten nutzten die Kommunikationsmöglichkeit in Testläufen, um sich über Notizen auf der Wiki-Seite untereinander zu Antworten auf gestellte Fragen auszutauschen.

Open Questions

  • Welche konkreten Regulierungen folgen auf diese Warnungen?
  • Wie können KI-Agenten effektiv in isolierten Umgebungen gehalten werden?

Related Topics

This article was originally published by n-tv Wirtschaft.

Related Stories

More on this topicanthropic