
Die Chefs von OpenAI und Anthropic stehen sich als Konkurrenten gegenüber – ein Konflikt mit Ursprung in Sicherheitsbedenken.
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Dario Amodei war früher Leiter des Forschungsteams bei OpenAI, bevor er 2021 Anthropic gründete. Die Trennung war durch Sicherheitsbedenken motiviert.
San Francisco, Las Vegas, Düsseldorf. Als Sam Altman und Dario Amodei Anfang des Jahres beim „AI Impact Summit“ in Neu-Delhi aufeinandertrafen, verweigerten sie demonstrativ den Handschlag. Indiens Premierminister Narendra Modi hatte zu dem Gipfel eingeladen. Doch statt über die angekündigten Milliardeninvestitionen sprach die Welt nach dem Gipfel über die ausgebliebene Geste – ein Symbol für die zerrüttete Beziehung der einstigen Kollegen.
Altman und Amodei führen mit OpenAI und Anthropic zwei der mächtigsten Firmen für Künstliche Intelligenz (KI). Beide wollen das Rennen um die leistungsfähigsten Modelle gewinnen, die die Wirtschaft der Zukunft antreiben sollen. Und beide wollen an die Börse. Amodei ist dabei einen Schritt voraus: Am Montag hat er seinen Börsenprospekt veröffentlicht und steht damit kurz vor dem Gang aufs Parkett.
Die Rivalität der beiden Unternehmer hat auch mit ihrer gemeinsamen Geschichte zu tun: Vier Jahre leitete Amodei das Forschungsteam von OpenAI. Ende 2020 verließ er den ChatGPT-Entwickler und gründete im Januar 2021 mit seiner Schwester Daniela Anthropic. Ein Grund für das Zerwürfnis: Sicherheitsbedenken.
Doch Amodei und Altman trennt mehr: Altman gilt als exzellenter Netzwerker und Verkäufer, Amodei als hervorragender, aber bedachter Wissenschaftler. Das wurde deutlich, als Microsoft 2019 zum Ankerinvestor von OpenAI wurde. Amodei verhandelte damals eine Sicherheitsklausel in den Vertrag, doch Altman gestand Microsoft ein Vetorecht ein, das diese aushebelte. Es war der Beginn einer erbitterten Rivalität.
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Börsengang von Anthropic
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