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Die Koalition aus CDU, CSU und SPD regiert auf Bundesebene und steht nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt unter Druck, ihre Stabilität zu beweisen.
Was die Koalition vor der Wahl in Sachsen-Anhalt versprochen hat, ist nach der Wahl erst recht ihr Auftrag: Stabilität. CDU, CSU und SPD wissen, dass es dafür im Bund auch nach dieser niederschmetternden Niederlage auf Landesebene keine andere Möglichkeit gibt als ihr Bündnis. Darin liegt ihre Stärke, aber auch ihre Schwäche. Wohl wissend, dass die Union keine andere Wahl hat, wird das schwächste Glied der Koalition, die SPD, ihre ganz eigenen Interessen im Auge haben. Der Kanzler war nie „ihr“ Kanzler.
Für Merz gibt es dennoch weder in einer Minderheitsregierung noch durch die Flucht in Neuwahlen einen Ausweg. Was sollte sich ändern? Wer stattdessen seinen Rücktritt wünscht, wird derzeit niemanden finden, der stärker wäre. Aus dem Dilemma der Union hilft keine noch so herrliche Projektionsfläche, wie sie Merz einmal war. Nicht eine erhoffte Popularität resultiert daraus, sondern enttäuschte Erwartung, also das Gegenteil. Aber die verdruckste Art der CDU, zumal in Sachsen-Anhalt, mit ihrem Vorsitzenden umzugehen, ist falsch. Nichts als Hohn und Spott hat ihr das eingebracht.
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Tun, was getan werden muss
Die Koalition hat, und deshalb wirkt Merz gegen alle (mediale) Stimmungsmache so entschlossen, eine klare Aufgabe: Tun, was getan werden muss, und sagen, was wäre, wenn nicht sie, sondern andere, die Populisten von rechts wie links, die Arbeit machten. Die ist so groß und anspruchsvoll, dass sie keine Experimente erlaubt.
Wer Sicherheit, Wirtschaft und Gesellschaft in die Hände von Politikern geben will, die Deutschland zum Spielball der Großmächte und eines romantisch-neurotischen Volksglaubens machen, der weiß nicht, was er tut. Die Sympathien dafür kommen aus dem Bedürfnis, „reinen Tisch“ zu machen. Den wird es aber nicht geben, nicht in Sachsen-Anhalt, nicht im Bund.
Bei aller berechtigten Kritik an der Unvollkommenheit dieser Koalition muss man ihr dankbar sein, die Deutschen jeden Tag daran zu erinnern, was demokratische Politik eigentlich ist. Nicht die Zerstörung, nicht die reine Lehre, sondern das Mögliche. Ihre Tragik ist, dass sie in der neuen Zwei-Lager-Landschaft, die sich in Deutschland aus Anti-AfD und Pro-AfD abzeichnet, nicht den Jubel, sondern die Jammerei auf ihrer Seite hat.

The AfD's leading candidate Siegmund casts his vote in Tangermünde and receives enthusiastic support from supporters, while international media observe the historic election results.
Daniel Peters, CDU chairman in Mecklenburg-Western Pomerania and top candidate for the state elections on September 20th, comments on his party's desolate poll of eight percent. He criticizes the polarization by the SPD, emphasizes the need for a middle-class center and rules out coalitions with the AfD and the Left Party, despite the deficit in the election campaign.

Ulrich Siegmund has won the election and appears on stage in Magdeburg in front of a cheering crowd. With 44 percent for the AfD on ZDF, he celebrated the historic success, although the absolute majority was narrowly missed.

The AfD clearly won the state elections in Saxony-Anhalt, while the CDU halved its votes. The election raises questions about the ability to govern and shows a clear potential for a shift to the right in the country.
Saxony-Anhalt's CDU chairman Sven Schulze left possible personnel consequences open after the clear state election defeat and announced that he would make a procedural proposal to the federal and state executive boards tomorrow. The first calls for resignation came from former Education Minister Eva Feußner and the Junge Union.

After the AfD's success in the state elections in Saxony-Anhalt, representatives of churches, Jewish communities and migrant organizations expressed horror and fear of the rise of right-wing extremist forces. Holocaust survivors warn of the collapse of democracy, while business associations warn of negative consequences for the location. Demonstrators in several cities are calling for a ban on the AfD.