
Während Fresenius seine Schulden deutlich reduziert hat und von günstigeren Marktbedingungen profitiert, zeigen Anleihen von Telekom und Eon trotz Emission zu niedrigen Kupons derzeit höhere Marktzinssätze, was auf fehlende Schuldenreduktion und steigende Zinsen hindeutet.
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Der Artikel beschreibt die unterschiedliche Schuldenentwicklung bei deutschen DAX-Konzernen. Während Fresenius seine Nettofinanzschulden von 24,7 Milliarden Euro auf etwa zehn Milliarden Euro reduziert hat, weisen Telekom und Eon weiterhin hohe Verschuldung auf, was sich in höheren Marktzinssätzen für ihre Anleihen widerspiegelt.
Ein Dax-Konzern baut Schulden ab, der andere zahlt Dividenden und kauft Aktien zurück. An der Börse und am Anleihemarkt zeigt sich, welche Strategie sich jetzt bitter rächt.
Telekom-Chef Tim Höttges: Sein Unternehmen ist mit Nettofinanzschulden von 138 Milliarden Euro so hoch verschuldet wie kein anderer deutscher börsennotierter Konzern. (Archivbild) Foto: Oliver Berg/dpa
Fresenius hatte zum Jahreswechsel 2022/23 Nettofinanzschulden von 24,7 Milliarden Euro aufgetürmt. Für frisches Geld musste der hoch verschuldete Gesundheitskonzern deshalb viel bieten: Eine 500 Millionen Euro schwere Anleihe belegte Fresenius 2023 mit einem Kupon von 5,125 Prozent. Billiger ging es nicht.
Diese Anleihe wird täglich am Markt gehandelt. Aktuell, also in Zeiten rasant steigender Zinsen, liegt ihre Jahresrendite nur bei vier Prozent. Das ist in etwa der Zinssatz, den Fresenius heute für eine neue Anleihe mit ähnlich langer Laufzeit bezahlen müsste. Fresenius profitiert davon, dass sich die Konzernschulden inzwischen auf zehn Milliarden Euro mehr als halbiert haben.
Anders sieht es bei hoch verschuldeten Konzernen wie Eon und Deutsche Telekom aus. 2024 begab der Energiekonzern eine Anleihe für eine Milliarde Euro mit einer Laufzeit bis 2044 und einem Nominalzinssatz von 4,125 Prozent. Inzwischen rentiert diese Anleihe am Markt mit 4,8 Prozent.
Kaum Anstrengungen, um Schulden zu reduzieren
Die Telekom emittierte 2025 eine bis 2045 laufende Anleihe zu einem Kupon von 3,625 Prozent. Aktuell wird sie mit 4,8 Prozent gehandelt.
AI outlook — possibilities, not facts
Telekom und Eon werden voraussichtlich weitere Anleihen zu höheren Kupons emittieren müssen, wenn sie ihre Schulden nicht deutlich reduzieren.
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