
Audi baut ein neues Werk in Georgia und investiert Milliarden. US-Präsident Trump feiert das Investment vor johlender Menge im Wahlkampf.
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Seit Einführung von US-Zöllen im vergangenen Jahr verzeichnen Audi und VW finanzielle Verluste. Ein neues Werk in den USA soll als Ausweg dienen.
Eine Dreiviertelstunde Hass, Rassismus, Frauenfeindlichkeit, eine johlende Menge – und dann tritt Audi-Chef Gernot Döllner ans Rednerpult.
Er ruft der angestachelten Menge zu, dass Audi im Bundesstaat Georgia ein neues Werk errichtet und über vier Milliarden Dollar dafür investiert.
US-Präsident Donald Trump, der kurz zuvor seine Hasspredigt gehalten hat, lobt Döllner als den „handsome guy“ aus Germany. Es hat etwas von einem Fiebertraum, was sich in der Nacht auf Sonntag in den USA abgespielt hat.
Trump und die Republikaner stehen vor den Zwischenwahlen mit dem Rücken zur Wand. In Umfragen liegen die Demokraten in vielen Staaten vorn. Da kommt das Milliardeninvestment von Audi gerade recht.
Der US-Präsident nutzt jeden Strohhalm, um das Blatt zu wenden – und der Audi-Chef spielt mit. Ein würdeloses Theater.
Döllner hat sich von Trump zuerst mit den Einfuhrzöllen erpressen, dann mit in Aussicht gestellten Subventionen und Zollerleichterungen kaufen und am Ende auch noch vorführen lassen.
Trump hat ihn zu seinem Wahlkampfhelfer degradiert. Seit der US-Präsident die Zölle im vergangenen Jahr eingeführt hat, verlieren Audi und der Mutterkonzern VW Milliarden. Das Werk, gepaart mit Zollerleichterungen, ist ein Ausweg.

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