Kommentar: Die KI-Kursturbulenzen werden anhalten – aus einem triftigen Grund
Gigantische Investitionen in Künstliche Intelligenz zwingen Tech-Konzerne zunehmend zur Schuldenaufnahme.
Quick Look
- Trotz hoher Gewinne finanzieren Tech-Giganten wie Alphabet und Microsoft ihren KI-Ausbau zunehmend über den Anleihenmarkt.
- Analysten warnen vor falscher Sicherheit im Vergleich zur Dotcom-Blase.
AI-generated summary
Why It Matters
Im Gegensatz zur Dotcom-Blase erzielen heutige Technologiegiganten hohe Gewinne, investieren jedoch in Rekordhöhe in Künstliche Intelligenz.
Seit Jahren beruhigen sich Investoren im KI-getriebenen Aktienhype damit, dass die heutigen Börsenstars wie Alphabet, Amazon, Meta, Microsoft und Oracle viel Geld verdienen. Damit stemmen sie die hohen Investitionen. Das ist der große Unterschied zur internetgetriebenen Dotcom-Blase aus der Jahrtausendwende, als die Stars wenig bis gar kein Geld verdienten.
Damals brachen binnen drei Jahren die US-Technologiebörse Nasdaq um 50 Prozent und der Dax um 75 Prozent ein, als sich hochgesteckte Erwartungen nicht erfüllten. Was blieb, war das Internet.
Der beruhigende Unterschied zwischen damals und heute bleibt richtig, und doch sollten sich Investoren nicht zu sicher fühlen. Der Aufbau von Rechenzentren und die Weiterentwicklung der Techniken rund um Künstliche Intelligenz (KI) sind teuer. Allein die oben genannten fünf Konzerne dürften in diesem Jahr knapp unter und 2027 wohl über eine Billion Dollar investieren.
Bis 2025 lieferten die laufenden Einnahmen nahezu komplett das Geld für die Investitionen. Doch inzwischen zählen die großen KI-Konzerne zu den weltweit größten Anleihe-Emittenten, sieht man von den hoch verschuldeten Staaten ab. Um die stetig steigenden Investitionen zu finanzieren, leihen sich die Unternehmen Geld bei Kleinanlegern und professionellen Investoren.
Open Questions
- Wann amortisieren sich die KI-Investitionen?
- Wie stark werden die Schuldenstände der Tech-Giganten weiter steigen?







