
Bundesminister Karsten Wildberger schlägt eine Abgabe auf KI-Umsätze vor, um den Arbeitsmarkt zu finanzieren – Experten und KI-Tools kritisieren die wirtschaftliche Logik.
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Die Bundesregierung sucht nach neuen Einnahmequellen für den Haushalt. Der Digitalverband Bitkom prognostiziert für 2026 KI-Ausgaben in Deutschland von 28,7 Milliarden Euro.
Der Digitalminister will mit einer Abgabe auf KI-Umsätze den Arbeitsmarkt umbauen. Er ist damit nicht allein: Die Koalition sucht neue Einnahmen, und die Liste ihrer Ideen wird länger.
Da hätte Digitalisierungsminister Karsten Wildberger (CDU) besser vorab bei der KI nachgefragt. Den „extrem hohen Umsatz“ mit Künstlicher Intelligenz, erzählte er Anfang der Woche dem „Tagesspiegel“, „müssen wir besteuern“. Mit dem eingenommenen Geld könne die Bundesregierung dann den Arbeitsmarkt umbauen.
Tatsächlich sind die Summen gewaltig. Für 2026 erwartet der Digitalverband Bitkom allein in Deutschland KI-Ausgaben von 28,7 Milliarden Euro, und zwar für Software, Dienstleistungen und Hardware. Nur: Wie unsinnig sein Vorstoß ist, erführe Wildberger schon durch eine simple Abfrage bei ChatGPT. „Ausgaben sind keine Umsätze“, belehrt der KI-Chatbot.
Nun sind die Ausgaben der einen zwar stets die Umsätze der anderen. Doch dass Lieferanten von Computerprogrammen und Elektronik üblicherweise keineswegs vom Zugriff der Finanzbehörden ausgenommen sind, dürfte dem ehemaligen Spitzenmanager von Mediamarkt und Saturn bisweilen aufgefallen sein.
Ein von der Regierung orchestrierter Umbau des Arbeitsmarkts, der durch Steuern auf Einsparungen finanziert wird, zu denen die KI geführt hat? Klingt abstrus – und ist es auch.

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