
Umfrage zeigt: Viele Bürger könnten bei Einkommensausfall nur kurz überbrücken; Konsumstimmung bleibt gedämpft.
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Die Debeka-Umfrage untersuchte die finanzielle Widerstandsfähigkeit privater Haushalte. Die GfK/NIM-Studie analysiert seit 1974 regelmäßig das Konsumklima in Deutschland.
Wenn das regelmäßige Haushaltseinkommen wegfällt, reichen die finanziellen Reserven vieler Menschen in Deutschland nur wenige Wochen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Debeka-Versicherung. Demnach können nur 51 Prozent der erwachsenen Bürger mindestens drei Monate lang ihre laufenden Ausgaben decken. 22 Prozent halten nur einen Monat lang durch, während ein knappes Viertel (23 Prozent) auch ein halbes Jahr überbrücken könnte. Rentner wurden bei dieser Frage nicht berücksichtigt.
Auch einzelne Rechnungen überforderten viele Haushalte, heißt es in den Ergebnissen. Eine unerwartete Ausgabe von 3000 Euro könnten 37 Prozent der Befragten nach eigener Einschätzung nicht kurzfristig bezahlen, ohne in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Vor allem jüngere Menschen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren sehen sich dazu nicht in der Lage. Nur etwa jeder Siebte wäre allerdings bereit, notfalls an die Altersvorsorge zu gehen.
Laut der Studie reagieren die meisten Menschen unter finanziellem Druck zuerst mit Sparen am eigenen Konsum: 54 Prozent nennen das Reduzieren von Ausgaben als Maßnahme. Die langfristige Absicherung bleibe hingegen weitgehend unangetastet. Nur 14 Prozent würden bei einer größeren finanziellen Belastung ihre Sparbeiträge oder ihre Vorsorge reduzieren.
Kaum Entlastung durch Tankrabatt
Unterdessen zeigt eine Konsumklima-Studie der Nürnberger Institute GfK und NIM eine schwache Konsumstimmung im Land. Die Sparneigung der Verbraucher sinkt demnach nur leicht, die Anschaffungsneigung – also die Bereitschaft für größere Konsumausgaben – geht ebenfalls zurück. Der erneut eingeführte Tankrabatt verbesserte laut Studie die Gesamtsituation der Verbraucher nicht signifikant.
»Insgesamt bleibt die Konsumstimmung deutlich unter dem Vorjahresniveau«, konstatieren die Nürnberger Forscher. Immerhin stiegen die Erwartungen hinsichtlich der Konjunktur – Wirtschaftsforscher prognostizieren zuletzt wieder Wachstum. »Die Verbraucher blicken zwar zunehmend optimistischer auf die wirtschaftliche Entwicklung, doch beim Blick in den eigenen Geldbeutel überwiegt weiterhin die Skepsis«, sagte NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl zur aktuellen Konsumklima-Studie für den November. Sie wird bereits seit 1974 regelmäßig erhoben.

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