
Laut einer Verbraucherumfrage trübt sich die Stimmung vor allem bei den einkommensstärksten Haushalten ein, was die Konsumerholung in Deutschland bremsen könnte.
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Das Nürnberger Institut für Marktentscheidungen (NIM) wertet monatlich Verbraucherumfragen zur Konsumstimmung aus.
Bei den einkommensstärksten Haushalten bricht die Konsumlaune laut einer Verbraucherumfrage so stark ein wie seit Monaten nicht. Das könnte die Konsumerholung bremsen.
Einkaufstaschen: Die Konsumerholung in Deutschland könnte gebremst werden, weil bei Besserverdiener die Tendenz zum Sparen zunimmt. Foto: dpa
Berlin. Die Konsumlaune in Deutschland trübt sich vor allem bei den Besserverdienern ein. Dies geht aus einer detaillierten Auswertung der Verbraucherumfrage durch das Nürnberger Institut für Marktentscheidungen (NIM) hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde.
Demnach sinkt der Konsumklima-Gesamtindikator für Oktober um 3,8 Zähler auf minus 30,6 Punkte. Bei den 25 Prozent der Haushalte mit den höchsten Einkommen bricht die Stimmung jedoch um 13,8 auf minus 38,0 Punkte ein. In den unteren Einkommensgruppen zeigt sich die Verbraucherstimmung dagegen vergleichsweise stabil.
„Wenn einkommensstärkere Haushalte größere Anschaffungen aufschieben und stattdessen mehr sparen, könnte das die Konsumerholung spürbar bremsen“, sagte NIM-Forscherin Anja Bauer. Die Entwicklung sei besonders relevant, da die obere Einkommenshälfte für rund 68 Prozent der gesamten Konsumausgaben in Deutschland stehe.
Tendez zum Sparen bereits seit Beginn des Iran-Krieges
In dieser Gruppe stagniere oder sinke die Anschaffungsneigung, während die Sparneigung zunehme. „Wir sehen hier nicht nur einen kurzfristigen Ausschlag: Vor allem bei den oberen 25 Prozent beobachten wir die Eintrübung bereits seit Beginn des Iran-Kriegs“, sagte Bauer.
Die Daten zeigen, dass bei den einkommensstärksten Haushalten neben der Anschaffungsneigung auch die Erwartungen an das eigene Einkommen sinken. Bei den unteren Einkommensgruppen geht die Sparneigung hingegen zurück, während die Bereitschaft zu Anschaffungen weitgehend unverändert bleibt. Die Auswertung ist Teil der monatlichen Umfrage unter rund 2000 Verbrauchern. Die aktuelle Erhebung fand von Anfang bis Mitte September statt.
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