
Nach drei Jahren sinkenden Preisen sind Diesel und Benzin 2026 deutlich teurer geworden. Der Hauptgrund ist der Iran-Krieg.
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Nach drei Jahren sinkender Spritpreise sind Diesel und Benzin im Jahr 2026 wieder teurer geworden, maßgeblich beeinflusst durch den Iran-Krieg.
Düsseldorf. Nach drei Jahren sinkender Spritpreise sind Diesel und Benzin 2026 wieder deutlich teurer geworden. Der teuerste Tankmonat war der September. Der Durchschnittspreis für Super E10 lag bei 2,26 Euro pro Liter, Diesel bei 2,38 Euro pro Liter. Das zeigen die Daten des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC). Der Preis ist von vielen Faktoren abhängig, zum Beispiel von Rohölkosten sowie Steuern und Abgaben. Hauptgrund für das aktuell hohe Preisniveau ist der Iran-Krieg.
Benzin- und Diesel-Kraftstoffe werden beide aus Rohöl hergestellt. Die Unterschiede lassen sich dabei auf die Erfindung von zwei Motoren zurückführen: dem Ottomotor (Benziner) und dem Dieselmotor (Diesel). Diese beiden Motoren benötigen aufgrund ihrer unterschiedlichen Funktionsweise verschiedene Kraftstoffe. Für Ottomotoren gibt es an Tankstellen in Deutschland meist vier Benzinvarianten zur Auswahl.
Der wesentliche Unterschied zwischen Super und Super Plus ist die sogenannte Research-Oktanzahl (ROZ). Sie gibt Auskunft über die Klopffestigkeit eines Kraftstoffs – also wie hoch der Anteil des Iso-Octan in dem Gemisch ist. Bei Iso-Octan handelt es sich um einen synthetischen Kohlenwasserstoff. Je höher die Oktanzahl, desto zündunwilliger ist der Kraftstoff und desto geringer ist der Verbrauch.
Das Super Plus-Gemisch hingegen weist einen noch höheren Anteil an Iso-Octan auf. Dadurch wird eine höhere Oktanzahl erreicht. Deshalb kommt Super Plus auf eine ROZ von 98.
Seit 2011 ist (Super) E10 in Deutschland erhältlich. Das „E“ im Namen steht für Ethanol, denn der Kraftstoff enthält bis zu zehn Prozent Ethanol. Laut ADAC war der Ethanol-Anteil vor 2011 auf fünf Prozent beschränkt (E5). Bei E10 liegt der Ethanol-Anteil demnach bei 10 Prozent. Das beigemischte Ethanol besteht aus umweltfreundlich angebauten Pflanzen – es handelt sich also um Bioethanol. Deshalb zählt E10 auch zu den Biokraftstoffen und verringert die CO2-Emissionen.
Fast alle Autos und Motorräder mit Ottomotor vertragen E10. Bevor Sie den Biokraftstoff erstmalig tanken, sollten Sie die Verträglichkeit des Benzins mit dem Motor Ihres Fahrzeugs prüfen. Diese Angaben finden sich häufig im Tankdeckel oder der Bedienungsanleitung.
Der Allgemeine Deutsche Automobil Club (ADAC) hat mit den häufigsten Vorurteilen gegenüber dem Biokraftstoff E10 aufgeräumt. Die größte Sorge der Deutschen gilt dabei der verringerten Lebensdauer des Motors durch die Betankung mit E10. Doch der ADAC gibt Entwarnung. Bei einem an den Biokraftstoff angepassten Wagen habe E10 keinen Einfluss auf die Funktionssicherheit, die Lebensdauer und den Verschleiß. Der Club stellte ebenfalls klar, dass mit dem Biokraftstoff E10 Geld gespart wird, trotz minimalem Mehrverbrauch.
Die Betankung eines E10-fähigen Fahrzeugs kann abwechselnd mit E5 und E10 erfolgen. Sollten Sie ein Fahrzeug mit E10 betankt haben, das nicht an den Kraftstoff angepasst ist, kommt es laut ADAC auf die Menge an. Wurde nur wenig des zehnprozentigen Biokraftstoffs getankt, reiche das Auffüllen mit Super (E5), um den Bioethanolgehalt im Tank wieder zu senken. Haben Sie den Tank komplett mit E10 gefüllt, hilft nur noch das Abpumpen des Kraftstoffs.
Bis Ende März konnten Tankstellen ihre Preise beliebig oft am Tag ändern, und es gab mehrere Preisspitzen. Am günstigsten war Tanken damals meist am frühen Abend. Seit dem 1. April 2026 gilt die sogenannte 12-Uhr-Regel: Tankstellen in Deutschland dürfen ihre Spritpreise nur noch einmal am Tag erhöhen, und zwar um 12 Uhr mittags. Senken dürfen sie die Preise weiterhin jederzeit.
Mit der Nutzung von Preisvergleichsseiten oder -Apps lässt sich tendenziell Geld sparen. In diesen Applikationen kann in einem beliebigen Umkreis nach der günstigsten Tankstelle gesucht und nach verschiedenen Kraftstoffarten gefiltert werden. Beispiele für diese Apps sind:
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Einhaltung der 12-Uhr-Regel für Preisänderungen an Tankstellen
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