Krankenstand im ersten Quartal leicht zurückgegangen
TK-Daten zeigen 5 Krankentage pro Erwerbsperson - Merz kritisierte 14,5 Tage als zu viel
Quick Look
- Die Techniker Krankenkasse meldet einen leichten Rückgang der Krankentage im ersten Quartal 2026 auf durchschnittlich 5 Tage pro Erwerbsperson, nach 5,35 Tagen im Vorjahreszeitraum.
- Trotz Kältewelle war die Erkältungssaison milder.
- Chancellor Merz hatte im Januar 14,5 Krankentage pro Beschäftigten kritisiert.
AI-generated summary
Why It Matters
Chancellor Merz had criticized German employees for having an average of 14.5 sick days per year, calling it 'almost three weeks' away from work. The TK data specifically covers Q1 (January-March) and shows a different picture than Merz's annual figure.
Kanzler Merz beklagt, die Deutschen seien zu häufig krank. Doch die gemeldeten Krankheitstage sind zumindest im ersten Quartal im Vorjahresvergleich rückläufig, zeigen Daten der über zwölf Millionen Versicherten der Techniker Krankenkasse. Trotz der Kältewelle zu Beginn des Jahres ist der Krankenstand der Beschäftigten im ersten Quartal des Jahres leicht zurückgegangen. Das geht aus Zahlen der Techniker Krankenkasse (TK) hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegen. Danach war im Durchschnitt jede bei der TK versicherte Erwerbsperson von Januar bis einschließlich März dieses Jahres fünf Tage krankgeschrieben. 2025 waren es im Vergleichszeitraum noch 5,35 Tage. Die Techniker Krankenkasse ist mit über zwölf Millionen Versicherten die größte gesetzliche Krankenkasse - und damit ein Indikator für den Gesundheitszustand der Deutschen. 2024 betrug die Dauer der Krankschreibung bei TK-Versicherten im ersten Quartal 5,16 Tage. Die Erkältungssaison sei trotz des frostigen Winters im Vergleich zu den Vorjahren milder verlaufen, sagte Kassen-Chef Jens Baas gegenüber dem RND. Merz hatte im Januar beklagt, die Beschäftigten in Deutschland kämen im Schnitt auf 14,5 Krankentage. "Das sind fast drei Wochen, in denen die Menschen in Deutschland aus Krankheitsgründen nicht arbeiten", sagte der Bundeskanzler und mahnte: "Ist das wirklich richtig? Ist das wirklich notwendig?" Hauptgrund für die Krankmeldungen waren zu Jahresbeginn nach TK-Angaben zufolge nach wie vor Erkältungsdiagnosen wie Grippe, Schnupfen oder Corona-Erkrankungen. 2026 war jede TK-versicherte Erwerbsperson im ersten Quartal im Schnitt 1,32 Tage mit einer Erkältungsdiagnose krankgeschrieben. Zum Vergleich: 2025 waren es noch 1,79 Tage und 2024 1,51 Tage. Eine erneute Zunahme gab es bei den psychischen Diagnosen - wie zum Beispiel Depressionen oder Angststörungen - mit durchschnittlich 0,99 Fehltagen je Erwerbsperson. Hier lag die Zahl der Fehltage 2025 und 2024 jeweils bei 0,92. Auf Platz drei waren mit durchschnittlich 0,65 Fehltagen Krankheiten des Muskelskelett-Systems - wie zum Beispiel Rückenschmerzen. 2025 waren es 0,63 und 2024 0,67 Fehltage.
Open Questions
- Warum sank der Krankenstand trotz Kältewelle?
- Wie entwickeln sich die Zahlen im restlichen Jahr 2026?

