Linke: Streit über Gehaltsdeckel für Mandatsträger vor Parteitag
Quick Look
- Vor dem Bundesparteitag der Linken ist ein Streit über einen geplanten Gehaltsdeckel für Mandatsträger entbrannt.
- 23 Bundestagsabgeordnete fordern in einem Brief die Absage der Debatte, da sie sich nicht eingebunden fühlen.
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Why It Matters
Kurz vor dem Bundesparteitag der Linken ist ein offener Streit über einen geplanten Gehaltsdeckel für Mandatsträger entbrannt. 23 Mitglieder der Linksfraktion im Bundestag fordern die Absage der Debatte, da sie sich nicht eingebunden fühlen.
Kurz vor dem am Freitag beginnenden Bundesparteitag ist in der Linken offener Streit über den geplanten Gehaltsdeckel für Mandatsträger entbrannt. In einem Brief an die Parteivorsitzenden fordern 23 von insgesamt 64 Mitgliedern der Linksfraktion im Bundestag, die Debatte abzusagen – aus dem Schreiben zitierten am Donnerstag die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND).
Die Abgeordneten kritisierten, dass sie nicht an den Planungen für den Parteitagsbeschluss beteiligt worden seien.
„Wir schreiben euch heute, weil es so nicht weitergehen kann“, zitiert das RND aus dem Brief an die Parteivorsitzenden Ines Schwerdtner und Jan van Aken. „Wir sind auch eure gewählten Bundestagsabgeordneten, und wir haben bislang keine Einbindung erfahren“, klagen die Autoren. „Was wäre denn so schlimm daran, uns als Betroffene zu beteiligen, so wie wir als Partei es für jede landläufige Tarifverhandlung fordern würden?“
Schwerdtner und van Aken deckeln ihre Diäten seit Beginn der Legislaturperiode bei einem Durchschnittslohn von 2850 Euro. Andere Abgeordnete tun es ihnen gleich. Beim Parteitag stehen verschiedene Anträge mit unterschiedlichen Summen zur Abstimmung.
Luigi Pantisano verteidigt die Diskussion
Die 23 Abgeordneten baten die Parteiführung in dem Brief, „die Debatte auf dem Bundesparteitag abzusagen und einen ordentlichen Prozess zu ermöglichen“. Weiter heißt es: „Wir wollen einen Umgang auf Augenhöhe, denn nicht wir sind das Problem, sondern die kapitalistischen Verhältnisse, unter denen die Menschen leiden und gegen die wir alle gemeinsam kämpfen.“
Open Questions
- Wie wird die Parteiführung auf den Brief reagieren?
- Wird die Debatte tatsächlich abgesagt?
- Welche Kompromisse sind möglich?


