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Liveblog zu den Midterms: ++ Demokrat erobert Senatssitz in North Carolina ++
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Tagesschau Ausland1 hour agoPolitics5 min readGermany

Liveblog zu den Midterms: ++ Demokrat erobert Senatssitz in North Carolina ++

Überblick über die wichtigsten Entwicklungen der Midterms, einschließlich Senats- und Repräsentantenhaus-Ergebnissen, Wahlproblemen und Promi-Unterstützung.

Quick Look

  • Bei den US-Zwischenwahlen haben die Demokraten nach AP-Berechnungen Senatssitze erobert, darunter in North Carolina und Georgia.
  • Erste Repräsentantenhaus-Ergebnisse liegen vor.
  • Es gab Wahlprobleme in mehreren Bundesstaaten.

AI-generated summary

Why It Matters

Bei den US-Zwischenwahlen (Midterms) werden Sitze im Senat und Repräsentantenhaus neu vergeben. Die Republikaner halten derzeit in beiden Kammern eine knappe Mehrheit unter Präsident Donald Trump. Die Demokraten versuchen, die Kontrolle zu erlangen, um Trumps Macht zu begrenzen.

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Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:

Bei den Zwischenwahlen in den USA haben die Demokraten nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AP einen Sitz von den Republikanern erobert. Roy Cooper setzte sich in North Carolina gegen den Republikaner Michael Whatley durch. Cooper löst damit den republikanischen Senator Thom Tillis ab, der nach einem Zerwürfnis mit Trump seinen Rückzug angekündigt hatte.

Um die Kontrolle im Senat zu gewinnen, müssen die Demokraten vier zusätzliche Mandate gewinnen.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP haben sich weitere Demokraten einen Sitz im US-Senat gesichert. Einen wichtigen Erfolg erzielte der demokratische Senator Jon Ossoff in Georgia. Er setzte sich gegen den republikanischen Kongressabgeordneten Mike Collins durch. Ossoff zählt zu den schärfsten Kritikern von US-Präsident Donald Trump und hat sich im Wahlkampf als einer der profiliertesten nationalen Vertreter seiner Partei hervorgetan.

Auch in anderen Bundesstaaten konnten die Demokraten Erfolge verbuchen: Jack Reed gewann in Rhode Island, Edward Markey in Massachusetts und Julia Stratton in Illinois. Zudem sicherten sich Chris Coons in Delaware und Cory Booker in New Jersey ihre Senatssitze.

Für das Repräsentantenhaus rechnet ARD-Wahlexperte Jörg Schönenborn mit einer Mehrheit für die Demokraten. Es hänge aber sehr von der Wahlmobilisierung ab, wie groß der Vorsprung sein werde. Viele republikanische Wähler seien enttäuscht von der Trump-Regierung. Wenn sie aber trotzdem abstimmen, könnte der Vorsprung der Demokraten klein ausfallen.

Für den US-Senat sei das Rennen offener. Senatorinnen und Senatoren seien oft bekannte Persönlichkeiten in den Bundesstaaten, so Schönenborn. Dies habe Einfluss auf die Wahlentscheidung.

Bei den Zwischenwahlen in den USA sind die ersten Rennen um das Repräsentantenhaus entschieden. Für die Demokraten verzeichneten Oliver Gilbert, Debbie Wasserman Schultz und Maxwell Alejandro Frost Siege in den Wahlbezirken von Florida, wie aus Daten der Nachrichtenagentur AP hervorging.

Auch die Republikaner verbuchten erste Erfolge. Hal Rogers sicherte sich den fünften Bezirk im US-Bundesstaat Kentucky. Jim Schwartzel setzte sich in Floridas 19. Bezirk durch.

Umfragen vor der Wahl hatten den Demokraten gute Chancen bescheinigt, die Mehrheit im Repräsentantenhaus zu erobern. Im Senat wurde ein enges Rennen erwartet. Bislang haben die Republikaner von US-Präsident Donald Trump in beiden Parlamentskammern eine knappe Mehrheit.

Höherer Lebensstandard durch harte Arbeit: Der klassische amerikanische Traum scheint jungen US-Bürgern zunehmend unerreichbar. Was erwarten sie von den Zwischenwahlen?

Der Demokrat Mark Warner hat bei den Midterms den Senatssitz in Virginia verteidigt. Wie aus Daten der Nachrichtenagentur AP hervorging, setzte er sich gegen seinen republikanischen Konkurrenten durch. Warner sicherte sich damit eine vierte Amtszeit im Senat.

ARD-Korrespondent Torben Börgers berichtet von einer bislang im Großen und Ganzen reibungslosen Wahl. Es zeichne sich eine hohe Beteiligung ab, vielerorts habe es lange Warteschlangen vor Wahllokalen gegeben.

Börgers berichtet zudem von einzelnen Schwierigkeiten. Im Bundesstaat New York mussten Wahlzettel unter Polizeischutz in andere Wahllokale gebracht werden, weil die Unterlagen zu dick für die Auszählmaschinen gewesen seien. In Kansas seien versehentlich 100 statt 100.000 Wahlzettel bestellt worden, so dass es dort zeitweise Knappheit gegeben habe. Im Bundesstaat Florida mussten unwetterbedingt 20 Wahllokale verlegt werden.

Bei den Midterms gehe es um viel für Präsident Trump, betonte Börgers. Nach den Zwischenwahlen würden Republikaner diese auch mit Blick auf den nächsten Präsidentschaftskandidaten bewerten - bei einem schlechten Abschneiden des Trump-Lagers könnten Kritiker lauter werden.

Einige Wähler sehen die Midterms als Gelegenheit, US-Präsident Donald Trump einen Denkzettel zu verpassen. Das ist das Ergebnis einer Erhebung des Instituts SSRS im Auftrag mehrerer US-Medien, zu denen große Fernsehsender und die Nachrichtenagentur AP gehören.

Drei Viertel zeigten sich angesichts der Entwicklung des Landes demnach "wütend" oder "unzufrieden". 70 Prozent der Befragten wünschen sich zudem, dass der Kongress den Präsidenten stärker kontrolliert.

Für die Erhebung wurden bis zur Wahl 75.000 Menschen befragt. Am Wahltag selbst kamen durch Nachwahlbefragungen etwa 25.000 Menschen hinzu.

Gegnern schickt die Regierung die Justiz auf den Hals, Unis sehen ihre Freiheiten bedroht: In den USA wird kontrovers diskutiert, ob das Land unter Trump noch eine Demokratie ist.

Bei den US-Zwischenwahlen hat es in mehreren Bundesstaaten Probleme gegeben. Landkreise in North Carolina und Pennsylvania verlängerten nach Startschwierigkeiten die Öffnungszeiten der Wahllokale, wie US-Medien übereinstimmend berichteten.

In der Metropole Chicago fehlten Wahlzettel. Weitere würden bereits gedruckt, sagte Julie Metea, Sprecherin der Wahlbehörde von Chicago. Alle Personen, die sich bei Schließung der Wahllokale bereits in der Warteschlange befänden, dürften noch wählen, versprach sie.

In vier Landkreisen in North Carolina wurden laut dem Sender ABC technische Probleme gemeldet. In einer Mitteilung des Chester County in Pennsylvania war etwa die Rede von Problemen bei der Einrichtung der Wahlmaschinen, was die Öffnung der Wahllokale kurzzeitig verzögert habe. In Westchester County im Bundesstaat New York fielen die Wahlzettelscanner aus, berichtete das Wall Street Journal.

Vor einem Wahllokal in Los Angeles in Boyle Heights hat sich eine Schlange gebildet, berichtet ARD-Korrespondentin Antje Sieb. "Die Menschen stehen geduldig in der prallen Sonne an, um ihre Stimme abzugeben." Registrierte Wähler in Kalifornien bekommen automatisch Briefwahlunterlagen zugeschickt - viele der Menschen haben deshalb schon ihren ausgefüllten Wahlzettel im Umschlag dabei, so Sieb. Sie müssen nicht lange warten.

Viele Wähler wollen lieber nicht mit ihr reden, berichtet Sieb. Doch Antonio Hernandez erzählt, dass er nicht mehr gewählt habe, seit Barack Obama zur Wahl stand. Jetzt hätten seine Schwestern ihn überredet. Andere Menschen berichten der ARD-Korrespondentin, dass für sie auch die hohen Preise eine Motivation waren, zur Wahl zu gehen - und das Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE.

Die ersten Wahllokale in den USA sind geschlossen. Das betrifft etwa Teile von Indiana und Kentucky. In anderen Teilen der Bundesstaaten schließen die Wahllokale erst um 1:00 Uhr (MEZ). Auch in sechs weiteren Bundesstaaten, darunter Georgia, South Carolina und Virginia, schließen die Wahllokale zu dieser Uhrzeit. Als letztes schließen die Wahllokale auf den Aleuten - um 7:00 Uhr (MEZ). Dort befindet sich das westlichste Wahllokal Alaskas.

Bei den Midterms in den USA wird laut ARD-Korrespondentin Gudrun Engel mit einer Rekordbeteiligung gerechnet. Sie höre aus mehreren Bundesstaaten von langen Schlangen vor den Wahllokalen. Und über 59 Millionen Menschen hätten bereits im Vorfeld abgestimmt.

Bruce Springsteen, Reese Witherspoon oder Nicki Minaj - mehrere Stars haben zur Stimmabgabe bei den Zwischenwahlen aufgerufen. Rocklegende Bruce Springsteen machte sich für den linken Demokraten Abdul El-Sayed aus Michigan stark. El-Sayed sei ein Kämpfer für die amerikanische Verfassung und ein Kämpfer "gegen die korrupte, gesetzlose und antiamerikanische Führung, die derzeit im Weißen Haus sitzt", erklärte der Musiker.

Sängerin Nicki Minaj, bekennender Fan von US-Präsident Donald Trump, postete auf der Plattform X die Aufforderung, "rot" zu wählen - die Farbe der Republikaner. Schauspielerin Reese Witherspoon rief dazu auf, wählen zu gehen. "Deine Stimme zählt! Was ein Privileg, sie zu nutzen", schrieb sie auf Instagram. Schauspielerin Cynthia Nixon ("Sex and the City") rief Menschen dazu auf, die Demokraten zu wählen.

Die Rahmenbedingungen bei den Midterms seien klar, sagt Rachel Tausendfreund von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik: "Es sieht gut aus für die Demokraten. Trump ist sehr unbeliebt, die Wirtschaft ist nicht besser, alles ist teurer geworden, und auch seine Einwanderungspolitik wird abgelehnt."

Die Frage sei eigentlich nur: "Gewinnen die Demokraten moderat oder gewinnen sie sehr groß?", so die Politikwissenschaftlerin im Interview bei tagesschau24. Aber auch wenn ein etwaiger Sieg der Demokraten in beiden Kammern des Kongresses zwar wichtig für die Begrenzung der Macht von US-Präsident Donald Trump wäre - ein "Allheilmittel" gegen seine Politik könne es nicht sein. Das Parlament sei als Gegengewicht zum Weißen Haus nur begrenzt in der Lage.

Wichtig ist laut Tausendfreund aber auch: Sollten die Republikaner bei den Midterms sehr stark verlieren, schwäche dies Trump gerade auch innerhalb der eigenen Partei. Sollte es für die Republikaner aber besser als erwartet laufen, so würde ihn dies in der Partei stärken.

Aus technischen Gründen endet hier der erste Teil des Midterm-Liveblog. Hier die Entwicklungen zum Nachlesen:

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Die Demokraten erobern die Mehrheit im Repräsentantenhaus.

    Likely · Within days

  • Der Senat bleibt umkämpft mit offenem Ausgang.

    Possible · Within days

Open Questions

  • Wer gewinnt letztlich die Mehrheit im Repräsentantenhaus?
  • Behalten die Demokraten die Kontrolle im Senat?
  • Wie wirkt sich das Wahlergebnis auf die nächste Präsidentschaftswahl aus?

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This article was originally published by Tagesschau Ausland.

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