Bodo Ramelow und Roland Koch sollen in den festgefahrenen Verhandlungen vermitteln
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Der Tarifkonflikt dreht sich um die Altersvorsorge und Gehälter von rund 5.000 Piloten. Zudem besteht ein strategischer Konflikt über die Verlagerung von Flugbetrieben in Bereiche mit niedrigeren Tarifstandards.
Im Tarifstreit zwischen der Lufthansa und ihren Piloten haben die beiden Seiten zwei frühere Ministerpräsidenten als Schlichter gewonnen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) benannte für alle drei Schlichtungsverfahren den ehemaligen thüringischen Landeschef Bodo Ramelow (Linke). Die Fluggesellschaft berief den früheren hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) für Lufthansa Classic und Lufthansa Cargo sowie den Arbeitsrechtler Günther Heckelmann für die Billigtochter Eurowings und die eingestellte Regionaltochter Lufthansa Cityline.
Der Konzern und die Gewerkschaft hatten sich vergangene Woche auf ein Verfahren geeinigt, das Schlichtung und Mediation miteinander verbindet. Während in den drei getrennten Schlichtungsverfahren die jeweils offenen Tarifthemen bearbeitet werden sollen, soll die Mediation den Angaben zufolge auf andere, übergreifende Themen eingehen.
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat ihre Mitglieder in diesem Jahr bereits sieben Tage zum Streik aufgerufen. Auch während des Festakts zum 100. Jahrestag der Gründung der ersten Lufthansa fielen Hunderte Flüge aus. Das Unternehmen hat die Kosten des Arbeitskampfs auf rund 150 Millionen Euro beziffert.
Offiziell geht es in den Verhandlungen um Fragen der Altersversorgung und des Gehalts. Die Vereinigung Cockpit fordert unter anderem für die knapp 5.000 Piloten höhere Arbeitgeberbeiträge zur betrieblichen Altersvorsorge. Hinter dem Konflikt steht aber auch die Strategie des Vorstands, Flugzeuge und damit auch Crews in Flugbetriebe zu verlagern, in denen niedrigere Tarifbestimmungen gelten.

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