Macron kritisiert Israel und Trump vor der Uno-Generalversammlung
In seiner letzten Rede vor der Uno übt der französische Präsident scharfe Kritik an der israelischen Siedlungspolitik und widerspricht Donald Trumps Behauptungen zum Gaza-Krieg.
Quick Look
- Der französische Präsident Emmanuel Macron kritisierte vor der Uno-Generalversammlung die israelische Siedlungspolitik im Westjordanland und wies die Behauptungen von Donald Trump zurück, den Gaza-Krieg beendet zu haben.
- Benjamin Netanyahu nannte die Rede grotesk.
AI-generated summary
Why It Matters
Die Beziehungen zwischen Frankreich und Israel sind angespannt, seit Frankreich im vergangenen Jahr einen palästinensischen Staat anerkannte.
Emmanuel Macron, Präsident Frankreich:
»Manche prahlen mit einem angeblichen Frieden, aber dieser Frieden hat die humanitären Korridore nicht eine einzige Sekunde geöffnet. Müssen wir tatenlos zusehen und dieses Schauspiel beobachten, das uns alle beschämen sollte? Niemals!«
In seiner letzten Rede vor der Uno hält sich Emmanuel Macron nicht mit Kritik zurück – an Israels Regierung, aber auch an der Staatengemeinschaft. Er beklagt andauernde Rechtsverletzungen, vor allem durch israelische Siedler.
Emmanuel Macron, Präsident Frankreich:
»Schauen Sie, was im Westjordanland passiert, wo täglich Verstöße begangen werden. In wessen Namen? Die Hamas war im Westjordanland nie aktiv. Jeden Tag untergräbt das das eigentliche Projekt, das legitime Existenzrecht des palästinensischen Volkes zu respektieren. (…) Aber alle, die behaupten, Israels Sicherheit hinge davon ab, die Souveränität aller Nachbarn zu verletzen, machen einen fatalen Fehler. Sie schwächen Israels Sicherheit für heute und morgen und bedrohen sie.«
Macron reagierte auch auf den US-Präsidenten: Denn Donald Trump hatte in seiner Uno-Rede erneut behauptet, den Krieg in Gaza beendet und Tausende Leben gerettet zu haben.
Donald Trump, US-Präsident:
»Manche reden nur vom Frieden, ich schaffe ihn. Seit meinem Amtsantritt war es mir eine große Ehre, acht Kriege beizulegen. Natürlich den Krieg in Gaza...«
Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu nannte Macrons Rede »grotesk« und »schockierend«. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind stark angespannt, seit Frankreich im vergangenen Jahr einen palästinensischen Staat anerkannt hatte.
Macron wird sein Amt im Mai verlassen. Er nutzte seinen letzten Auftritt vor der Generalversammlung aber auch, um die Vereinten Nationen als Institution zu verteidigen.
Open Questions
- Wie reagiert die internationale Gemeinschaft auf Macrons Vorwürfe?
- Welche diplomatischen Konsequenzen folgen aus der Kritik?





