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Der DAX bewegte sich in den letzten Tagen seitwärts oberhalb der 25.000-Punkte-Marke. Die US-Berichtssaison hat begonnen, während Ölpreise aufgrund des Nahostkonflikts hoch bleiben und Zinserwartungen steigen.
Trotz schwächerer Inflationsdaten aus den USA haben sich die DAX-Anleger heute nicht aus dem Fenster gelehnt. Der DAX setzt seine jüngste Seitwärtsbewegung vielmehr oberhalb der Marke von 25.000 Punkten fort und schloss letztlich bei 25.298 Zählern um 0,15 Prozent leicht höher. Am Dienstag war der deutsche Leitindex nach starkem Start leicht ins Minus auf 25.259 Punkte gedriftet.
Insgesamt warten die Anleger ab, zumal die Berichtssaison der Unternehmen in den USA gerade erst angelaufen ist. Auch die weiter hohen Ölpreise und die damit verbundene Sorge vor weiteren Zinssteigerungen lastet auf den Märkten, denn im Nahostkonflikt ist keine Annäherung in Sicht. Der Ölpreis lag auch heute wenig verändert bei rund 105 Dollar für ein Fass der Nordseesorte Brent. Thomas Altmann von QC Partners sieht aktuell einen "Abwarte-Markt", in dem sich derzeit kaum einer in großem Stil positionieren wolle.
An der derzeit richtungslosen Tendenz an den europäischen Märkten konnten auch neue US-Inflationszahlen nichts ändern, die schwächer als erwartet ausfielen. Die Verbraucherpreise stiegen im September um 3,7 Prozent und damit noch einmal stärker als die 3,4 Prozent im August, wie das Arbeitsministerium heute mitteilte. Preistreiber ist vor allem der infolge des Iran-Krieges gestiegene Spritpreis. Die Rate liegt weit über dem Ziel der Notenbank Federal Reserve (Fed) von 2,00 Prozent - damit steigt die Erwartung weiter steigender Zinsen.
"Für die Federal Reserve wird eine Zinspause im Oktober damit weniger selbstverständlich. Eine erneute Anhebung bereits im Oktober ist damit ein ernst zu nehmendes Szenario, " sagte Salah-Eddine Bouhmidi, Analyst beim Handelshaus IG.
An der Wall Street geht es vor allem bei den zinssensitiven Technologieaktien bergab. Deren hohes Wachstum ist zum Teil schuldenfinanziert, höhere Zinsen würden daher deren Refinanzierungskosten erhöhen. Die Nasdaq verliert am Mittag Ortszeit 1,1 Prozent. Besser halten sich die Standardwerte, der Leitindex Dow Jones ringt mit seinem Schlusskurs. Immerhin erreichte die Apple-Aktie im Verlauf ein neues Rekordhoch und stützte somit andere Technologiewerte.
Derweil ging die Berichtssaison der Unternehmen weiter. Auf der Agenda standen die Quartalszahlen der Bank of America und der Investmentbank Morgan Stanley. Während die Bank of America enttäuschte, verdiente Morgan Stanley vor allem wegen starker Ergebnisse im Aktienhandel mehr. Gestern hatten vier amerikanische Großbanken zum Teil glänzende Gewinne vorgelegt, ihre Aktien standen aber dennoch unter Druck.
Derzeit hoffen die Investoren vor allem, dass eine starke Berichtssaison die Sorgen über die hohen Ölpreise und steigenden Anleiherenditen in den Hintergrund drängen könnte. "Viele Investoren sind erleichtert, dass die Märkte nun vielleicht mehr auf die Unternehmensgewinne schauen und weniger auf den Anleihemarkt, anhaltend hohe Ölpreise und hohe Zinsen", sagte Jake Dollarhide, Chef der Vermögensverwaltung Longbow Asset Management.
Positive Impulse kommen von ASML. Der niederländische Chipausrüster geht davon aus, dass das derzeit für 2027 und 2028 geplante Angebot die Nachfrage der Kunden nicht vollständig decken wird. ASML prüft deshalb Möglichkeiten, die Kapazität für 2028 über die bereits kommunizierte Steigerung von 30 Prozent hinaus zu erhöhen.
Im dritten Quartal stiegen Umsatz und Gewinn deutlich. ASML gilt mit einer Börsenbewertung von über 600 Milliarden Euro als wertvollster europäischer Konzern. Experten gehen davon aus, dass der derzeitige Investitionszyklus im KI-Boom noch nicht beendet ist.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Federal Reserve könnte trotz schwächerer Inflationsdaten im Oktober die Zinsen erhöhen.
Possible · Within weeks
ASML könnte seine Produktionskapazität für 2028 über die geplante 30-Prozent-Steigerung hinaus erhöhen.
Likely · Within months

The U.S. inflation rate rose to 3.7 percent in September, beating forecasts of 3.6 percent. This increases interest rate concerns on Wall Street and leads to rising yields on US government bonds and price pressure on stock markets.

Netflix is cutting around six percent of its jobs, or around 1,000 positions, due to slower growth. Co-chief executives Greg Peters and Ted Sarandos announced the shutdown in an email. Paramount and Warner Brothers also form strong rivals in the streaming market.

The federal government wants to abolish the sales tax exemption for business customer letters from Deutsche Post in order to create a level playing field. The postal service warns of higher postage costs, but in return it receives easier delivery requirements.

US consumer prices rose to 3.7 percent in September, driven by high energy costs. This increases pressure on the Federal Reserve to raise interest rates and weighs on Donald Trump's administration ahead of the upcoming midterm elections.

US inflation rose to 3.7 percent in September, driven by high fuel prices. This increases pressure on Republicans ahead of the midterm elections and makes further rate hikes by the Federal Reserve likely.

The IMF warns of a global debt crisis at its autumn meeting in Bangkok. With interest rates and yields rising, the fund is calling on developed countries like the US and France to make immediate fiscal adjustments to avoid long-term instability.