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BackMarktbericht: DAX-Erholung setzt sich fort
Marktbericht: DAX-Erholung setzt sich fort
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Tagesschau Wirtschaft2 hours agoBusiness3 min readGermanyView translation

Marktbericht: DAX-Erholung setzt sich fort

Deutsche Leitindex knüpft an Zwischenerholung an, während VW drastische Absatzeinbrüche verzeichnet.

Quick Look

  • Der DAX bleibt zum Wochenstart über 25.000 Punkten und profitiert von positiven US-Vorgaben sowie sinkenden Ölpreisen.
  • Belastend wirken derweil hohe Anleiherenditen und ein starker Absatzeinbruch bei Volkswagen im dritten Quartal.

AI-generated summary

Why It Matters

Der DAX verzeichnete zuvor eine turbulente Handelswoche und kämpft mit Belastungsfaktoren wie Ölpreisen und Anleiherenditen.

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Der DAX behauptet zum Wochenstart sein leicht erhöhtes Niveau vom Freitag und bleibt über der Marke von 25.000 Punkten. Zum Handelsstart gewinnt der deutsche Leitindex rund 0,4 Prozent und baut seine Gewinne anschließend leicht aus. Das frühe Index-Hoch liegt bisher bei 25.268 Punkten.

Damit knüpft an die jüngste Zwischenerholung an. Zum Wochenschluss war er nach einer turbulenten Handelswoche bereits rund 1,1 Prozent auf 25.087 Zähler gestiegen. Rückenwind kommt zudem von guten Vorgaben der Wall Street. Am Freitag hatten die großen US-Aktienindizes allesamt zugelegt.

Getragen wird die gute Stimmung von einem leichten Rückgang der Ölpreise nach der jüngsten Handelsvereinbarung der EU mit China über Exportbeschränkungen für Hybridautos. Davon profitieren auch die Autoaktien.

Zudem nehme die Aussicht auf russische Diesel-Lieferungen in die USA "etwas Druck von den internationalen Energiemärkten", sagte Andreas Lipkow, Chefanalyst beim Broker CMC Markets. US-Präsident Donald Trump hat sich nach eigenen Angaben vom Freitag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auf umfangreiche Diesel-Lieferungen geeinigt, was starke Kritik in Europa und auch bei US-Politikern ausgelöst hatte.

Politisch sei die Entwicklung jedoch brisant, da sich damit auch die Kräfteverhältnisse im Ukraine-Krieg verschieben könnten, sagte Lipkow. Auch die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt: Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben ihre Angriffe auf Saudi-Arabien ausgeweitet.

Zinsen und Öl bestimmen weiter die Richtung

Übergeordnet wird die Entwicklung am Anleihe- und Ölmarkt auch in der neuen Woche die Stimmung am deutschen Aktienmarkt beeinflussen, sodass die Erholung auf wackligen Füßen steht. "Die beiden zentralen Belastungsfaktoren, Ölpreise und Anleiherenditen, zerren an den Nerven und führten zu Abschlägen bei Aktien und Gold, während die Renditen sowohl im Euroraum als auch in den USA in Nähe ihrer Hochstände verharren", resümierte Claudia Windt von der Landesbank Helaba die Schwankungen an den Märkten.

Die Lage an den Rentenmärkten bleibe unterdessen heikel, zumal es laut Windt "für die aus dem Ruder laufenden Haushaltsdefizite keine kurzfristige Lösung gibt". Das betreffe sowohl die USA als auch Frankreich. "Solange die Geldpolitik aufgrund der hohen Ölpreise an der Zinsschraube drehen muss, werden die Zinskosten weiter zulegen und so die Staatshaushalte belasten."

Mit dem Start in die US-Berichtssaison kommt ab Dienstag noch ein dritter Impulsgeber für die Richtung im DAX ins Spiel. Denn die US-Berichtssaison, die traditionell früher startet als in Europa, beginnt mit den Ergebnissen der Banken.

Anleger werden die Berichte und vor allem die Ausblicke der Geldhäuser genau prüfen, denn Hinweise auf Änderungen des Marktumfeldes finden sich meist schon frühzeitig in den Büchern der Banken wieder. "Die Banken sind ein guter Indikator dafür, wie sich die Kreditnachfrage entwickelt und wie die allgemeine Wirtschaftslage ist", sagte Kim Forrest, Chefanlegerin bei Bokeh Capital Partners.

"Das gibt uns auch Aufschluss darüber, was die Notenbank Federal Reserve (Fed) möglicherweise tun wird", so Forrest. Und obendrein könnten sich die Inflationsdaten in den Vereinigten Staaten für September womöglich auf die Leitzinspläne der Notenbank Federal Reserve auswirken.

Der Verkaufsrückgang bei Volkswagen hat sich derweil im dritten Quartal weiter beschleunigt. Weltweit wurden von Juli bis September rund 1,89 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken an Kunden ausgeliefert - und damit 14,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Morgen in Wolfsburg mitteilte. Mit 38,5 Prozent fiel das Minus in China besonders hoch aus. VW hat damit von Januar bis September gut sechs Millionen Autos verkauft. Das sind 9,0 Prozent oder rund 600.000 weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die VW-Nutzfahrzeugholding Traton hat hingegen ihren Absatz im dritten Quartal spürbar gesteigert. Die Verkäufe stiegen um zehn Prozent auf 78.900 Fahrzeuge, wie der MDAX-Konzern heute in München mitteilte. Grund war vor allem ein besseres Abschneiden im US-Markt, der vor einem Jahr wegen der Zollkapriolen von Präsident Donald Trump deutlich eingebrochen war.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Beginn der US-Berichtssaison mit Bankenergebnissen ab Dienstag

    Very likely · Within days

Open Questions

  • Wie entwickelt sich die US-Berichtssaison der Banken?
  • Folgen konkrete politische Konsequenzen aus der US-russischen Diesel-Einigung?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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