
Der deutsche Leitindex steigt zu Wochenbeginn, während Volkswagen Absatzrückgänge meldet und die US-Banken vor der Berichtssaison stehen.
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Der DAX erholt sich nach einer turbulenten Handelswoche. Volkswagen kämpft mit sinkenden Absatzzahlen, insbesondere auf dem chinesischen Markt.
Der DAX bleibt auf Erholungskurs. Zu Wochenbeginn legte der deutsche Leitindex 0,8 Prozent auf 25.277 Punkte zu. Am Freitag war er nach einer turbulenten Handelswoche bereits rund 1,1 Prozent auf 25.087 Zähler gestiegen.
Die US-Börsen tendierten dagegen zunächst uneinheitlich. Während der Dow Jones im frühen Geschäft noch leicht zulegen konnte, ging es für die Technologietitel an der Nasdaq etwas nach unten.
Wegen des Feiertages "Columbus Day" bleibt der US-Anleihenmarkt zu Wochenbeginn geschlossen, womit ein wichtiger Impulsgeber ausfällt. Zuletzt hatten Beobachter besonders auf den besorgniserregenden Anstieg der Renditen geblickt. Vom deutschen Anleihemarkt gab es auch keinen Druck. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen verharrte unter 3,48 Prozent.
Gestützt wurden die Kurse von den andauernden Verhandlungen zwischen Washington und Teheran sowie der jüngsten Handelsvereinbarung der EU mit China über Exportbeschränkungen für Hybridautos. Davon profitierten auch die Autoaktien.
Auch die Ankündigung von Bundeskanzler Friedrich Merz, die Stromsteuer für alle auf das europäische Minimum zu senken, sorgte für positive Impulse.
Am Ölmarkt verpuffte der Entlastungseffekt durch bevorstehende russische Diesel-Lieferungen in die USA wieder. Nordseeöl der Sorte Brent kletterte bis zum frühen Abend auf fast 107 Dollar pro Barrel.
US-Präsident Donald Trump hatte sich nach eigenen Angaben vom vergangenen Freitag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auf umfangreiche Diesel-Lieferungen geeinigt, was starke Kritik in Europa und auch bei US-Politikern ausgelöst hatte.
Mit dem Start in die US-Berichtssaison kommt ab Dienstag noch ein weiterer Impulsgeber ins Spiel. Den Anfang machen ab morgen wie immer die US-Banken.
Anleger werden die Berichte und vor allem die Ausblicke der Geldhäuser genau prüfen, denn Hinweise auf Änderungen des Marktumfeldes finden sich meist schon frühzeitig in den Büchern der Banken wieder. "Die Banken sind ein guter Indikator dafür, wie sich die Kreditnachfrage entwickelt und wie die allgemeine Wirtschaftslage ist", sagte Kim Forrest, Chefanlegerin bei Bokeh Capital Partners.
"Das gibt uns auch Aufschluss darüber, was die Notenbank Federal Reserve (Fed) möglicherweise tun wird", so Forrest. Und obendrein könnten sich die Inflationsdaten in den Vereinigten Staaten für September womöglich auf die Leitzinspläne der Notenbank Federal Reserve auswirken.
Der Verkaufsrückgang bei Volkswagen hat sich im dritten Quartal weiter beschleunigt. Weltweit wurden von Juli bis September rund 1,89 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken an Kunden ausgeliefert - und damit 14,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Morgen in Wolfsburg mitteilte. Mit 38,5 Prozent fiel das Minus in China besonders hoch aus. VW hat damit von Januar bis September gut sechs Millionen Autos verkauft. Das sind 9,0 Prozent oder rund 600.000 weniger als im Vorjahreszeitraum.
Die VW-Nutzfahrzeugholding Traton hat hingegen ihren Absatz im dritten Quartal spürbar gesteigert. Die Verkäufe stiegen um zehn Prozent auf 78.900 Fahrzeuge, wie der MDAX-Konzern heute mitteilte. Grund war vor allem ein besseres Abschneiden im US-Markt, der vor einem Jahr wegen der Zollkapriolen von Präsident Donald Trump deutlich eingebrochen war.
Auffallend waren heute die Kursgewinne bei den Rüstungstiteln. Die Analysten von Morgan Stanley äußerten sich optimistischer zu der Branche und halten eine Rally im Sektor zum Jahresende für gut möglich.
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Beginn der US-Berichtssaison mit Fokus auf Banken.
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