
Der deutsche Leitindex schließt trotz internationaler Verunsicherung im Technologiesektor leicht im Plus bei 25.382 Punkten.
AI-generated summary
Die US-Verbraucherpreise stiegen um 3,7 Prozent, was Spekulationen über weitere Zinserhöhungen durch die Federal Reserve anheizt.
Trotz schwacher Vorgaben aus Übersee, besonders aus Asien, hat sich der DAX heute behauptet - der deutsche Leitindex pendelte wie schon zuletzt weiter seitwärts und leicht oberhalb der runden Marke von 25.000 Zählern. Belastend wirkten sich zunächst die schwachen Vorgaben aus Asien aus - dort setzte sich die Verkaufswelle bei Halbleiterwerten fort, die am Vortag bereits an der US-Technologiebörse Nasdaq begonnen hatte.
Aber der Index erholte sich relativ schnell und schloss letztlich bei 25.382 Punkten um 0,33 Prozent etwas höher. Die ganze Woche schon pendelt der DAX damit um die Marke von 25.000 Punkten. Da im Index kaum größere Tech-Aktien mit direktem Bezug zu Künstlicher Intelligenz enthalten sind, waren die Auswirkungen der internationalen Verluste im Tech-Sektor heute überschaubar.
Vielmehr treiben die deutschen und europäischen Anleger die weiterhin hohen Ölpreise um, aber auch die Sorgen wegen der ausufernden Staatsschulden einiger großer EU-Staaten wie Frankreich oder Italien. Zuletzt hat sich die Lage zwar wieder etwas beruhigt, das Thema bleibt aber ganz oben auf der Agenda der Börse.
Auslöser für die Verluste in Übersee waren unter anderem überraschend hohe Inflationsdaten aus den USA. Sie schüren die Sorge, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Zinsen weiter anhebt. Zuletzt waren die Verbraucherpreise in den USA um 3,7 Prozent gestiegen, was hauptsächlich auf die hohen Energiepreise zurückzuführen war.
Bei ihrer Sitzung am 27. und 28. Oktober beraten die Währungshüter über den weiteren Zinskurs in den USA. Der Leitzins liegt derzeit bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Viele Experten halten eine weitere Anhebung in diesem Jahr für möglich, vermutlich im Dezember.
Anleger hinterfragen, ob die hohen Bewertungen vieler Technologieunternehmen angesichts der wirtschaftlichen und geldpolitischen Risiken noch gerechtfertigt sind. "Sie fragen sich zunehmend, welchen Preis sie für dieses Wachstum zahlen sollten, wenn die Zinsen hoch sind und möglicherweise weiter steigen", sagte Charu Chanana, Anlagestrategin bei der Saxo Bank.
Denn höhere Zinsen verteuern vor allem Kredite und Investitionen. Besonders empfindlich reagieren darauf Technologiewerte, deren Bewertungen häufig auf hohen Gewinnerwartungen für die Zukunft beruhen und die stark finanzierungsabhängig sind. Hinzu kommen Befürchtungen, dass sich der Wettbewerb bei Speicherchips verschärfen könnte. Nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen Monate nehmen Anleger offenbar Gewinne mit und reagieren sensibel auf mögliche Veränderungen der Nachfrage.
Die nackten Zahlen aus der Tech-Branche rechtfertigen die Ängste der Anleger allerdings nicht. Nach dem niederländischen Halbleiterunternehmen ASML hat heute auch der weltgrößte taiwanesische Chip-Auftragsfertiger TSMC seine Quartalszahlen vorgelegt. Das Unternehmen erzielte im dritten Quartal einen weiteren Gewinnrekord. Der Schwung an Aufträgen für KI-Rechenzentren ließ den Gewinn im Jahresvergleich um über zwei Drittel auf umgerechnet 21,2 Milliarden Euro anschwellen, wie der Konzern mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit weniger gerechnet.
TSMC profitiert erheblich vom Boom rund um Künstliche Intelligenz und der hohen Nachfrage nach leistungsfähigen Halbleitern. Der Konzern fertigt Chips für zahlreiche große Technologieunternehmen und spielt damit eine zentrale Rolle in der weltweiten Lieferkette der Halbleiterindustrie.
Die ausgeprägte Kursschwäche von Technologie-Aktien setzt sich an der Wall Street fort. Die Angst, dass steigende Zinsen an den Kapitalmärkten die mit hohen Schulden finanzierten Investitionen von Unternehmen in Künstliche Intelligenz zunehmend infrage stellen könnte, hat den Markt nach wie vor im Griff.
Immerhin gibt es am US-Anleihemarkt Zeichen einer Entspannung: Die Anleiherenditen fallen. Die Umsätze im US-Einzelhandel sind im September derweil stärker gestiegen als erwartet. Gleichzeitig legten die Erzeugerpreisen deutlicher zu als erwartet.
Die Technologiebörse Nasdaq verliert am Mittag Ortszeit rund 1,8 Prozent. Der Leitindex der Standardwerte, der Dow-Jones-Leitindex, legt hingegen moderat um 0,3 Prozent zu.
AI outlook — possibilities, not facts
Entscheidung über den weiteren Zinskurs durch die Federal Reserve.
Very likely · Within weeks
The ECB has given Unicredit approval to take control of Commerzbank and increase its stake to over 30 percent. This means that the Italian bank can convert the Commerzbank shares it secured in the summer into its own shares and is expected to gain around 50 percent of the voting rights by the end of the year. The federal government wants to prevent redundancies for operational reasons and keep Commerzbank as a listed Frankfurt company.

Fund managers and strategists are discovering government bonds as an attractive investment class again due to increased yields. Goldman Sachs and Blackrock are increasing their weighting, which could lead to a reallocation of capital from the stock market.

Rising US producer prices and financing risks are weighing on AI and semiconductor stocks. Despite solid figures from TSMC, market sentiment remains tense due to the high capital costs for AI infrastructure expansion.

A massive selloff in technology stocks is weighing on US stock markets. Concerns about the profitability of AI investments, rising interest rates and disappointing outlooks from companies such as TSMC, CoreWeave and Rocket Lab are leading to significant share price declines.

Deutsche Bank is introducing a new digital asset management that relies on human portfolio management instead of algorithms. Customers can choose from five strategies with a minimum investment of 500 euros, with staggered fees.

A commission set up by the Norwegian government recommends easing the sovereign wealth fund's ban on investing in nuclear weapons manufacturers. In addition, the role of the Ethics Council should be weakened in favor of the central bank.