
Der Darmstädter Dax-Konzern macht einen Deal im mittleren dreistelligen Millionenbereich mit dem Schweizer Unternehmen Lonza. Es geht um Standorte mit mehr als 1000 Jobs.
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Der Merck-Konzern richtet sein Portfolio unter dem neuen Chef Kai Beckmann neu aus und trennt sich von Randaktivitäten.
Der Darmstädter Dax-Konzern macht einen Deal im mittleren dreistelligen Millionenbereich mit dem Schweizer Unternehmen Lonza. Es geht um Standorte mit mehr als 1000 Jobs.
Der Darmstädter Merck-Konzern verkauft sein US-Geschäft mit der Auftragsentwicklung und -herstellung (CDMO) von Wirkstoffen in die Schweiz. Der Pharmahersteller Lonza übernimmt für einen mittleren dreistelligen Millionen-Eurobetrag fünf Standorte in den USA mit einer Belegschaft von rund 1100 Menschen, wie Merck und Lonza mitteilten.
Die Transaktion, die Mitte 2027 abgeschlossen sein soll, umfasst Standorte in Carlsbad (Kalifornien), Madison und Verona (Wisconsin), Indianapolis (Indiana) und St. Louis (Missouri). Infolge der Ankündigung verloren die Papiere des Dax-Konzerns knapp 1,5 Prozent in Frankfurt.
Die Auftragsentwicklung und -herstellung hilft Kunden dabei, Therapien von der Entwicklung bis zur Produktion voranzubringen. Auch nach Abschluss des Deals werde Merck weiterhin Pharma- und Biotechnologie-Kunden mit einem breiten Angebot aus Verbrauchsmaterialien, Technologien und Dienstleistungen unterstützen, betonte Merck.
Merck baut unter seinem neuen Konzernchef Kai Beckmann, der das Dax-Unternehmen seit Mai führt, sein Portfolio um. „Die heutige Ankündigung ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Umsetzung unserer mittel- bis langfristigen strategischen Agenda“, sagte Beckmann. Merck wolle sich stärker auf innovationsgetriebene Geschäfte ausrichten.
Lob für den Deal mit Lonza kam von Richard Vosser, Analyst bei der US-Bank JPMorgan: „Aus strategischer Sicht betrachten wir die Transaktion als logischen Schritt, da das Geschäft nicht über die erforderliche Größe verfügt und kapitalintensiv ist, was es der Merck KGaA ermöglichen wird, sich auf ihre Kerngeschäfte im Bereich Life Science zu konzentrieren.“
Im Juni hatte Merck die Übernahme des US-Unternehmens Bio-Techne, einem Anbieter von Analysetechnologien, für knapp zehn Milliarden Euro zur Stärkung seiner Laborsparte (Life Science) vereinbart. Kürzlich gaben die Darmstädter zudem die Übernahme der britischen Biotechfirma Silence Therapeutics für rund eine Milliarde Euro bekannt, um ihr Geschäft mit seltenen Krankheiten auszubauen.
Lonza mit Hauptsitz in Basel beschäftigt rund 17.000 Menschen. „Durch die Integration des CDMO-Geschäfts von Merck in Lonza erhalten unsere Kunden Zugang zu einem breiteren Leistungsspektrum und zusätzlichen Produktionskapazitäten in den USA, einem für Lonza wichtigen Markt“, sagte Unternehmenschef Wolfgang Wienand.
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Abschluss der Transaktion
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