
Wahlmaschinenprobleme in New York, Überschwemmungsgefahr in Florida und 1000 Wahlbeobachter des Justizministeriums
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Bei den US-Midterms 2026 werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Senatssitze neu vergeben. Zudem stehen 36 Gouverneursposten zur Wahl. Die Republikaner von Präsident Donald Trump halten derzeit Mehrheiten in beiden Kammern. Die neue Legislaturperiode beginnt am 3. Januar 2027 um 12 Uhr in Washington.
Midterms 2026 Panne bei Wahlmaschinen, 23 Wahllokale kurzfristig verlegt
3. November 2026, 20:01 Uhr
Im US-Bundesstaat New York fallen Maschinen zur Stimmzählung aus, abgestimmt wird dennoch. In Florida ziehen 23 Wahllokale wegen Überschwemmungsgefahr kurzfristig um.
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Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Vor 20 Minuten
US-Justizministerium entsendet 1000 Wahlbeobachter – überwiegend in demokratisch geprägte Wahlbezirke
Vor 44 Minuten
23 Wahllokale in Florida kurzfristig verlegt
Vor 58 Minuten
Das sind die wichtigsten Duelle bei den Midterms
18:09 Uhr
Probleme mit Zählmaschinen aus Bundesstaat New York gemeldet
12:25 Uhr
Wie verlässlich sind die Umfragen vor den Midterms?
23 Wahllokale in Florida kurzfristig verlegt
Sturm und Regen haben bei den US-Parlamentswahlen zumindest in einigen Bundesstaaten für erschwerte Bedingungen gesorgt. In Florida wurden wegen der Gefahr von Überschwemmungen 23 Wahllokale kurzfristig an andere Orte verlegt. „Zur Sicherheit unserer Wahlhelfer und der Wähler (…) ist es aufgrund dieser beispiellosen Umstände notwendig, einige Wahllokale in andere Räumlichkeiten zu verlegen“, sagte der Wahlleiter des Kreises Brevard dem Sender CNN zufolge.
Über den Bundesstaaten in der Mitte des Landes breitete sich Regen aus, betroffen waren unter anderem Iowa, Kansas und Texas, in denen wichtige Wahlentscheidungen anstehen. Der Vorhersage zufolge sollen sich die Schauer im Laufe des Nachmittags (Ortszeit) weiter nach Norden und Osten ausbreiten und Teile von Illinois, Minnesota, Wisconsin sowie die obere Halbinsel von Michigan erreichen.
US-Justizministerium entsendet 1000 Wahlbeobachter – überwiegend in demokratisch geprägte Wahlbezirke
Das US-Justizministerium entsendet 1000 Wahlbeobachter in alle 50 Bundesstaaten. Dies sei der größte Beobachtungseinsatz am Wahltag in der Geschichte der Behörde, teilte das Ministerium mit. Die Zahl der Beobachter ist rund dreimal so hoch wie bei den letzten Zwischenwahlen. Sie sollen der Mitteilung zufolge die Einhaltung der Bundeswahlgesetze prüfen. In den USA werden auch Abstimmungen auf Bundesebene von den einzelnen Bundesstaaten gemäß ihren jeweiligen Gesetzen organisiert.
Laut einer Analyse der Washington Post haben fast zwei Drittel der für die Wahlbeobachtung ausgewählten Wahlbezirke bei den letzten Wahlen durchgehend demokratisch gestimmt. Das Justizministerium begründet seine Wahlbeobachter mit Transparenz, Demokraten befürchten jedoch, die Regierung könnte so Einfluss nehmen oder Zweifel an den Ergebnissen säen.
Anne Eberhard
Das sind die wichtigsten Duelle bei den Midterms
In vielen Bundesstaaten stehen die Wahlsieger den Umfragen zufolge bereits mit hoher Wahrscheinlichkeit fest – sie befinden sich traditionell in Händen der Republikaner oder der Demokraten. In anderen Bundesstaaten wird es auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hinauslaufen. Während die Demokraten zum Beispiel in klassischen republikanischen Staaten wie Texas, Alaska oder Kansas überraschend gut dastehen, haben sie andernorts erstaunliche Probleme. Etwa in den traditionell demokratisch geprägten Staaten Minnesota und Maine, mehr noch aber in Michigan.
Wo wird es besonders spannend? Unsere US-Korrespontenten stellen Ihnen acht der interessantesten Duelle vor:
Probleme mit Zählmaschinen aus Bundesstaat New York gemeldet
Die Auszählungen in Westchester County im US-Bundesstaat New York dürften etwas länger dauern als geplant. Denn dort gibt es Probleme mit den Auszählmaschinen. Der örtliche Wahlausschuss sei sich „eines Problems hinsichtlich der Dicke der Papierstimmzettel bewusst“, das dazu führte, dass die Wahlmaschinen im gesamten Landkreis die Stimmzettel nicht akzeptierten, teilte die Behörde in einer Erklärung mit. Die Wahlmitarbeiter arbeiteten daran, „sicherzustellen, dass die Wahl mit möglichst geringen Unterbrechungen fortgesetzt wird“, und „alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um das Problem so schnell wie möglich zu beheben“. Jede Stimme würde gezählt.
Westchester County ist ein bevölkerungsreicher Vorortbezirk, in dem ein entscheidender Kampf um einen Sitz im Repräsentantenhaus stattfindet.
Carim Soliman
Astronauten stimmen an Bord der ISS bei US-Zwischenwahlen ab
Auch Hunderte Kilometer über der Erde haben US-Bürger ihre Stimme bei der Parlamentswahl abgegeben. „Alle drei US-Besatzungsmitglieder hatten das Privileg, von der Raumstation aus abzustimmen“, schrieb der Astronaut Anil Menon von der Internationalen Raumstation ISS. „Wir haben ein elektronisches Wahlschreiben ausgefüllt und es sicher an die Wahlbehörden gesendet.“
Nasa-Astronauten können seit 1997 aus dem All an US-Wahlen teilnehmen. Laut der US-Raumfahrtbehörde füllen Astronauten die Wahlunterlagen im Weltall aus, die dann verschlüsselt übermittelt werden.
Lilian Köhler
Gewinnt er die Gouverneurswahl in Kalifornien?
Mit mehr als 39 Millionen Einwohnern und einer enormen Wirtschaftskraft geht es in Kalifornien um einen der wichtigsten Posten, die bei den US-Zwischenwahlen vergeben werden. Seit 2011 regieren dort die Demokraten. In Umfragen führt ihr Kandidat Xavier Becerra deutlich. Zum ersten Mal seit 150 Jahren könnte dort ein Gouverneur mit mexikanischen Wurzeln den Bundesstaat regieren. Bei den Midterms steht der Kongress im Fokus, doch auch 36 Gouverneursposten werden neu vergeben.
Den Text von US-Korrespondent Peter Burghardt über die Gouverneurswahl in Kalifornien lesen Sie hier:
Trump zeigt sich siegessicher
US-Präsident Donald Trump hat sich am Tag der US-Parlamentswahlen erneut siegessicher gezeigt. „Ich glaube, dass die Ergebnisse besser sein werden, als man denkt“, sagte Trump dem Sender Fox News. Er sei überzeugt, dass seine Republikaner ihre Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat behaupten werden. Er selbst wolle die Ergebnisse im Weißen Haus verfolgen.
Trump steht selbst zwar nicht zu Wahl, die Abstimmung gilt aber als Referendum über seine Politik. Das Ergebnis der Midterms wird die verbleibenden zwei Jahre der Trump-Regierung prägen.
Lilian Köhler
Trumps Amerika wird für viele unbezahlbar
Die Löhne wachsen in Amerika langsamer als die Inflation, sodass sich die Menschen immer weniger leisten können. Aus Sicht vieler Amerikaner ist die Grenze des Erträglichen nun überschritten. Anstatt die Inflation zu stoppen, heizt Trump sie noch an. Erst verhängte er Zölle, die viele Waren in den USA teurer machten. Dann ließ er Iran bombardieren. Doch die Bezahlbarkeitskrise trifft längst nicht alle: Das Land ist gespalten in Gewinner und Verlierer.
Unsere Wirtschaftskorrespondentin in New York Ann-Kathrin Nezik war unterwegs in Macon, Georgia. Ihren Text lesen Sie hier:
„Ich hoffe auf eine blaue Welle“
Charlotte Walser, US-Korrespondentin der SZ, ist am Wahltag in der Hauptstadt Washington D.C. unterwegs und spricht mit Wählerinnen und Wählern. Fast 60 Millionen Stimmen wurden nach Angaben des Election Lab der University of Florida bereits vorab abgegeben.
Kim Ball hat am Wahltag selbst im Wahllokal Eastern Market in D.C. abgestimmt. Sie ist der Meinung, dass sich das Land in die falsche Richtung entwickle. Sie hoffe deshalb auf eine "blaue Welle" - also klare Zugewinne der Demokraten.
Isabelle Herschy geht mit ihrer Tochter Magdalena zur Wahl und sagt, sie wähle vor allem auch für ihre Tochter. Bessere Bildungschancen und niedrigere Lebenshaltungskosten seien ihr wichtig. Christal Allerbie sagt, sie wähle, „um sicherzustellen, dass die Demokratie geschützt" sei.
Lilian Köhler
Trumps Bilanz fällt schlecht aus
Zwei Jahre nach seinem erneuten Wahlsieg steht Trump in Umfragen so miserabel da wie nie. Nur ein Drittel der Amerikaner ist mit ihm zufrieden. Während Trumps Vermögen steigt, ächzen weniger wohlhabende US-Bewohner unter den horrenden Lebenshaltungskosten.
Trump hatte versprochen, die Inflation zu senken und die USA aus Kriegen herauszuhalten. Eingetreten ist genau das Gegenteil. In seiner Welt ist dennoch alles in bester Ordnung: Der Krieg gegen Iran so gut wie gewonnen und der Benzinpreis bald wieder unter Kontrolle.
Mehr dazu lesen Sie im Text von US-Korrespondent Peter Burghardt aus Washington:
Lilian Köhler
Wie verlässlich sind die Umfragen vor den Midterms?
Die USA wählen ein neues Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats. Laut Umfragen und Wahlanalysten haben die oppositionellen Demokraten gute Chancen, mindestens das Repräsentantenhaus zu erobern.
Doch wie verlässlich sind diese Umfragen? Bei den Präsidentschaftswahlen 2016 und 2020 haben die Republikaner deutlich besser abgeschnitten als vorhergesagt. Auch 2024 unterschätzten die Umfragen Trump leicht. Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass Anhänger der MAGA-Bewegung für Meinungsforscher schwerer erreichbar sind. Die Washington Post berichtete vor Kurzem etwa von Schwierigkeiten, eine repräsentative Datenbasis zu erreichen: „Wir haben eine Umfrage in Kansas gemacht. Demokraten wollten reden. Republikaner eher nicht.“ Hinzu kommt: Umfragen sind immer Momentaufnahmen, können schwanken und sind dadurch mit Unsicherheiten behaftet.
Hochrechnungen für die ersten Bundesstaaten werden am Abend des 3. November (Ortszeit US-Ostküste) erwartet, also nach Mitternacht deutscher Zeit. Gewinnen die Demokraten beide Kammern des Kongresses, könnten sie Trump das Regieren spürbar erschweren.
Erste Wahllokale haben geöffnet
Noch ist es sehr früh in den USA, in vielen Bundesstaaten an der Ostküste haben die Zwischenwahlen aber schon begonnen. In New York und New Hampshire öffneten die Wahllokale um 6 Uhr (12 Uhr MEZ). Im nordöstlichen Bundesstaat Vermont sollten planmäßig bereits eine Stunde früher vereinzelt Wahllokale geöffnet haben.
Ab jeweils 7 Uhr Ortszeit folgen dann etwa der größte Teil von Texas (14 Uhr MEZ), Colorado (15 Uhr MEZ) sowie Kalifornien an der Westküste (16 Uhr MEZ). In Alaska und Hawaii (17 und 18 Uhr MEZ) öffnen die Wahllokale am spätesten.
Erste Ergebnisse dürften nach mitteleuropäischer Zeit in der Nacht zum Mittwoch bekannt werden. Bis die Mehrheitsverhältnisse in den beiden Parlamentskammern feststehen, dürfte es eine Weile dauern.
So laufen die Midterms in den USA ab
In den USA werden an diesem Dienstag alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Senatssitze neu vergeben. Nach wochenlanger Briefwahl und vorzeitiger Stimmabgabe öffnen die ersten regulären Wahllokale in Vermont um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ). In Teilen von Indiana und Kentucky schließen sie um Mitternacht zum Mittwoch. Um 1 Uhr MEZ endet die Abstimmung unter anderem in Georgia, um 5 Uhr in Kalifornien. Die letzten Wahllokale auf den westlichen Aleuten in Alaska schließen um 7 Uhr MEZ.
Die Republikaner von Präsident Donald Trump haben derzeit Mehrheiten in beiden Kammern. Gewinnen die Demokraten eine davon, könnten sie Gesetzesvorhaben blockieren und die Regierung durch parlamentarische Untersuchungen stärker kontrollieren. Der Ausgang der Zwischenwahlen ist damit entscheidend für Trumps weitere Regierungsarbeit.
Erste Teilergebnisse werden nach Schließung der jeweiligen Wahllokale erwartet. Wann die Mehrheiten feststehen, ist offen. Die Regeln für die Auszählung unterscheiden sich je nach Bundesstaat; später ausgezählte Briefwahlstimmen können Zwischenstände noch verändern. Bei knappen Rennen kann die Entscheidung mehrere Tage dauern. Die neue Legislaturperiode beginnt am 3. Januar 2027 um 12 Uhr in Washington, also um 18 Uhr MEZ.
Barbara Klimke
Oberster Gerichtshof schmettert Trump-Antrag im Kalifornien-Wahlstreit ab
US-Präsident Donald Trump hat in einem Rechtsstreit um angeblich falsch ausgegebene Stimmzettel in Kalifornien eine Niederlage kassiert. Noch während des laufenden Berufungsverfahrens wollte die Regierung vor dem Supreme Court mit einem Eilantrag erwirken, dass Kalifornien Wahlzettel von rund 20 000 angeblichen Ausländern gesondert aufbewahrt, bis deren Identität geklärt ist. Das lehnte das Oberste Gericht nur wenige Stunden nach Eingang des Antrags ab.
Ohne Begründung und ohne abweichende Voten weigerten sich die Richter, in den Streit einzugreifen. Die Regierung wirft Kalifornien vor, Stimmzettel an Ausländer ausgegeben zu haben, und wollte erwirken, dass diese Stimmzettel gesondert aufbewahrt werden, bis die Identität der Wähler geklärt ist. Bei Gerichten niedrigerer Instanzen war die Regierung gescheitert und zog daraufhin einen Tag vor den Kongresswahlen vor das Oberste Gericht. Kalifornien hingegen wirft Trump vor, Zweifel am demokratischen Prozess des US-Bundesstaates zu säen.
Der Oberste Gerichtshof verkündete seine Ablehnung am Vorabend der Midterms. Die Richter verzichteten darauf, Kalifornien zu einer Stellungnahme aufzufordern, was sonst üblich ist, wenn sie einen Fall für knapp halten. Der Sender CNN kommentierte, die Reaktion des Obersten Gerichts sei ungewöhnlich schnell erfolgt.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Demokraten gewinnen mindestens das Repräsentantenhaus.
Possible · Within days
Bei knappen Rennen kann die Entscheidung mehrere Tage dauern.
Likely · Within days
Erste Hochrechnungen werden am Abend des 3. November (Ortszeit US-Ostküste) erwartet.
Very likely · Within hours
Almost a week after the train accident with 69 deaths in Spain, Transport Minister Óscar Puente surprisingly announced his resignation and will not run in the early parliamentary elections on November 29th. The government decided on an aid package of 30 million euros for victims and relatives as well as security measures in rail transport.

Spain's Transport Minister Óscar Puente resigned almost a week after the train accident that killed 69 people near Urda and will not stand as a candidate in the early parliamentary elections on November 29th. The government decided on an aid package of 30 million euros for victims and relatives as well as new security measures in rail transport.

Spain's Transport Minister Óscar Puente resigns six days after the train crash that killed 69 people. The government decides on new security measures and an aid package of 30 million euros for victims and their families.
2.2 million Americans who are eligible to vote live abroad, around 150,000 in Germany; Democrats Abroad promotes participation. In Florida, 21 polling stations in eight counties were relocated due to rain and flooding. In New York, a voting machine failed in Westchester County. Trump spoke on Fox News of a "great" situation and described inflation as "solved" while the Fed left the key interest rate unchanged. Bruce Springsteen warned against government interference in the vote counting. Chuck Schumer expects a Democratic majority in the Senate and sees the focus on cost of living and the “relentless” focus on the Iran war as reasons. Republicans spent an estimated $183 million on transgender-related TV ads through Oct. 25.

Spain's Transport Minister Óscar Puente has announced his resignation following two fatal train accidents in Spain this year. He did not give an exact time. A total of 115 people were killed in the accidents in Castile-La Mancha and Adamuz.

The midterm elections in the USA could change the balance of power in Congress. Trump supporter Laura Loomer is said to have flooded the internet with disinformation about alleged illegal voting by Somalis. The full article is no longer accessible behind a SPIEGEL+ paywall.