
Demokratin setzt sich überraschend gegen Trump-Favoriten Rick Jackson durch und wird erste schwarze Gouverneurin des US-Bundesstaates.
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Zuletzt hatte 1998 ein Demokrat in Georgia eine Gouverneurswahl gewonnen. In dem Bundesstaat plant Audi den Bau seines ersten US-Werks.
New York. In Georgia, wo Audi für rund vier Milliarden Dollar sein erstes US-Werk bauen will, hat die Demokratin Keisha Lance Bottoms die Gouverneurswahl überraschend deutlich gewonnen. Die frühere Bürgermeisterin von Atlanta setzte sich am Dienstag gegen den von US-Präsident Donald Trump unterstützten Republikaner Rick Jackson durch.
Am Ende lag Bottoms mit rund 54 Prozent vorn. Umfragen hatten bis zuletzt ein Kopf-an-Kopf-Rennen gezeigt. Bottoms wird die erste Frau und die erste Schwarze an der Spitze des Bundesstaats. Zuletzt hatte 1998 ein Demokrat in Georgia eine Gouverneurswahl gewonnen.
Zum Werk hat sich die Demokratin bislang nicht öffentlich geäußert. Das Wirtschaftsministerium des Bundesstaats setzt öffentlich auf Kontinuität. „Das Vorgehen bei Audi entspricht dem, wie Georgia große Investitionen von Autoherstellern über mehrere Regierungen hinweg unterstützt hat“, sagte eine Sprecherin dem Handelsblatt. Georgias Zusagen reichten über Jahrzehnte.
Politisch ist das Werk dennoch aufgeladen. Vor knapp zwei Wochen hatte Trump es auf einer Wahlkampfkundgebung im nahe gelegenen Perry verkündet, auch Audi-Chef Gernot Döllner stand mit ihm auf der Bühne. „Das ist eine langfristige Investition, weil wir an den amerikanischen Markt glauben“, sagte er. Der nun unterlegene Jackson sprach ebenfalls dort.
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