Breaking
AUBreaking: Hong Kong democracy activist Joshua Wong jailed for 10 more yearsCNHigh-speed rail Banqiao Station "turnout signal abnormality" affects Nangang to Taichung, with an average delay of 30 minutesCNSouth Korea Tournament" Wang Baiwei resolved the last two points of the match and fought hard for 91 minutes to reverse the world's 10th Indonesian player and advance to the top 8INFire breaks near Delhi's Laxmi NagarDEObituary on the death of Hubert Aiwanger: master of beer tent politicsCNTaitung Motorcycle and motorcycle collide, old man's life is in danger, Environmental Protection Bureau employees rush out with AED to restore heartbeatCNThe New Taiwan dollar keeps depreciating! It dropped 1.44 cents in early trading and broke through 32.9 yuan. 33 yuan is just around the corner.CNFashionable smart glasses are reduced in price during Double 11! Even G2 is discounted up to NT$4,000 and new frames are launched simultaneouslyCNThe northeast monsoon will strengthen again from the 9th! Jia Xingxing warned: Northern Taiwan dropped to 19 degrees, and the rain in Yilan became heavierCNThe northeast monsoon arrives in the afternoon! It’s raining in Taipei, and Northeast China is wet and cool until the weekendAUBreaking: Hong Kong democracy activist Joshua Wong jailed for 10 more yearsCNHigh-speed rail Banqiao Station "turnout signal abnormality" affects Nangang to Taichung, with an average delay of 30 minutesCNSouth Korea Tournament" Wang Baiwei resolved the last two points of the match and fought hard for 91 minutes to reverse the world's 10th Indonesian player and advance to the top 8INFire breaks near Delhi's Laxmi NagarDEObituary on the death of Hubert Aiwanger: master of beer tent politicsCNTaitung Motorcycle and motorcycle collide, old man's life is in danger, Environmental Protection Bureau employees rush out with AED to restore heartbeatCNThe New Taiwan dollar keeps depreciating! It dropped 1.44 cents in early trading and broke through 32.9 yuan. 33 yuan is just around the corner.CNFashionable smart glasses are reduced in price during Double 11! Even G2 is discounted up to NT$4,000 and new frames are launched simultaneouslyCNThe northeast monsoon will strengthen again from the 9th! Jia Xingxing warned: Northern Taiwan dropped to 19 degrees, and the rain in Yilan became heavierCNThe northeast monsoon arrives in the afternoon! It’s raining in Taipei, and Northeast China is wet and cool until the weekend
BackMidterms: Milliardengrab Midterms: Kann man US-Wahlen kaufen?
Midterms: Milliardengrab Midterms: Kann man US-Wahlen kaufen?
Politics
Handelsblatt9 minutes agoPolitics3 min readGermanyView translation

Midterms: Milliardengrab Midterms: Kann man US-Wahlen kaufen?

Bei den US-Parlamentswahlen 2026 setzten sich Kandidaten mit kleinen Spenden und Freiwilligen gegen milliardenschwere Wahlkampfgelder durch, auch in Texas und Michigan.

Quick Look

  • Bei den US-Parlamentswahlen 2026 flossen rund 12 Milliarden Dollar in den Wahlkampf, vor allem von reichen Republikaner-Unterstützern wie Elon Musk.
  • Doch Wähler ließen sich vielerorts nicht abkaufen: In Texas und Michigan siegten Demokraten mit Kleinspenden und Freiwilligen gegen finanzstärkere Gegner.
  • Hakeem Jeffries sprach von einem "amerikanischen Tsunami".

AI-generated summary

Why It Matters

Seit Beginn der zweiten Amtszeit von Donald Trump werden US-Präsidenten von Tech-Milliardären hofiert. Der Wahlkampf 2026 war mit rund 12 Milliarden Dollar für politische Werbung so teuer wie keiner zuvor. Die 40 größten Geldgeber steuerten bis Mitte Oktober rund 2,4 Milliarden Dollar bei, wobei Republikaner mehr als dreimal so viel von Großspendern erhielten wie Demokraten.

Font size

Milliarden flossen bei den US-Parlamentswahlen in den Wahlkampf, vor allem von reichen Unterstützern der Republikaner wie Elon Musk. Doch die Wähler ließen sich die Stimmen vielerorts nicht abkaufen.

Seit dem Beginn von US-Präsident Donald Trumps zweiter Amtszeit wird dieser von Milliardären aus der Tech-Branche hofiert.

Washington. „Es war nicht einfach nur eine blaue Welle, es war ein amerikanischer Tsunami“, sagte der demokratische Minderheitsführer im US-Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, nach dem überwältigenden Wahlsieg seiner Partei. Der Tsunami hat auch eine Strategie der Republikaner zunichtegemacht: Sie wollten ihre Macht in Washington mit Hilfe riesiger Spenden von Milliardären und Unternehmen verteidigen.

Vielerorts setzte sich nicht das große Geld durch, sondern Kandidatinnen und Kandidaten, die auf Kleinspender, Freiwillige und die direkte Mobilisierung ihrer Anhänger bauten. Mehr noch: Die Millionenspenden für ihre Gegner könnten ihnen sogar bei der Mobilisierung des eigenen Lagers geholfen haben.

Dabei war dieser US-Wahlkampf so teuer wie keiner zuvor. Rund 12 Milliarden Dollar (aktuell rund 10,7 Milliarden Euro) wurden nach Angaben der Werbefirma AdImpact für politische Werbung ausgegeben - sogar mehr als bei der Präsidentschaftswahl 2024. Allein die 40 größten Geldgeber steuerten laut einer Untersuchung der Denkfabrik Brennan Center for Justice bis Mitte Oktober rund 2,4 Milliarden Dollar bei. Das waren rund 50 Prozent mehr als die Vergleichszahl für den gesamten Wahlkampf 2022. Klarer Nutznießer waren die Republikaner: Sie erhielten von den ausschließlich einer Partei verbundenen Großspendern mehr als dreimal so viel Geld als die Demokraten.

David gegen Goliath in Texas

Wie wenig Geld allein allerdings über einen Wahlsieg entscheidet, zeigte sich vor allem in Texas. Dort verlor der republikanische Gouverneur Greg Abbott sein Amt an die Demokratin Gina Hinojosa - obwohl dieser für seinen Wahlkampf fast achtmal so viel Geld ausgegeben hatte.

Hinojosa setzte stattdessen stärker auf soziale Medien, Influencer und die direkte Mobilisierung ihrer Unterstützer. Ihre Kampagne finanzierte sich zu einem großen Teil durch Kleinspenden - durchschnittlich rund 53 Dollar. Zwar bekam auch sie Unterstützung wohlhabender Geldgeber, doch gegen Abbotts finanziellen Vorsprung kam sie damit nicht an.

Ähnliches spielte sich bei der Senatswahl in Texas ab. Der Demokrat James Talarico gewann gegen den Republikaner Ken Paxton, hinter dem ein gewaltiges Netzwerk finanzstarker Unterstützer stand. Allein Tech-Milliardär Elon Musk überwies 168 Millionen Dollar an einen republikanischen Wahlkampffonds, von dem ein Großteil an ein Komitee zur Unterstützung Paxtons weitergeleitet wurde.

Talarico machte den Einfluss der Superreichen selbst zum Wahlkampfthema. Er verglich den Kampf gegen die Milliardäre und das politische Establishment mit der biblischen Geschichte von David gegen Goliath. Nach seinem Sieg erklärte er: „Heute Abend haben wir Goliath besiegt.“

Wenn die Millionen zum Wahlkampfthema werden

Deutlich zeigte sich die Kehrseite großer Wahlkampfausgaben auch in Michigan. Dort setzte sich der linke Demokrat Abdul El-Sayed zunächst in der parteiinternen Vorwahl gegen die Kongressabgeordnete Haley Stevens durch. Für Stevens war nach Angaben der „Washington Post“ fast neunmal so viel Geld in Wahlwerbung geflossen wie für El-Sayed, darunter enorme Summen von einer proisraelischen Lobbyorganisation.

El-Sayed machte daraus ein Argument gegen seine Konkurrentin: Er warf dem politischen Establishment vor, sich von reichen Interessengruppen abhängig zu machen. Seine Kampagne setzte auf eine Bewegung von Tausenden Freiwilligen. Die Strategie erinnerte an den Überraschungserfolg des linken Demokraten Zohran Mamdani bei der New Yorker Bürgermeisterwahl 2025. Auch er setzte auf eine volksnahe Ansprache und ein Heer von Freiwilligen, um gegen finanziell besser ausgestattete Kandidaten zu triumphieren.

Nicht mal Elon Musks Millionen reichen dafür aus

Niemand hat bei der Niederlage der Republikaner so viel Geld versenkt wie Musk. Der reichste Mensch der Welt steckte laut „Washington Post“ rund 446 Millionen Dollar seines eigenen Vermögens in den Wahlkampf 2026 - mehr als jeder andere bekannte Einzelspender in der modernen US-Geschichte. Sein Geld floss unter anderem in die Unterstützung republikanischer Kandidaten in Texas, Ohio und Maine. Sie verloren wichtige Rennen.

Bereits im April 2025 hatte er mit enormen Summen versucht, eine Richterwahl im Bundesstaat Wisconsin zugunsten eines konservativen Kandidaten zu beeinflussen. Laut Brennan Center wurde es die teuerste Richterwahl der US-Geschichte. Eine von Musk finanzierte Wahlkampforganisation bot Menschen sogar Geld dafür an, dass sie eine Petition gegen „aktivistische Richter“ unterschrieben. Drei Unterzeichner erhielten Schecks über jeweils eine Million Dollar, teils persönlich überreicht von Musk. Doch es half nicht: Sein Wunschkandidat verlor deutlich gegen eine eher linke Richterin.

Laut Brennan Center investieren inzwischen vor allem Unternehmen und Milliardäre aus der Technologiebranche immer größere Summen in die Politik. Vor allem die Branchen für künstliche Intelligenz und Kryptowährungen versuchen, durch die Unterstützung von Kandidaten Einfluss auf die künftige Regulierung ihrer Geschäfte zu nehmen.

Doch gerade der Ausbau von KI-Rechenzentren stieß zuletzt vielerorts auf Widerstand, aus Sorge vor steigenden Strompreisen, hohem Wasserverbrauch und Umweltbelastungen. Mamdani sagte nach der Wahl: „Die Amerikaner haben es satt, dass Politiker, die von den reichsten Menschen des Landes gekauft wurden, ihnen erklären, ihre Bedürfnisse seien unrealistisch.“

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Es werden gesetzliche Initiativen zur Begrenzung von Wahlkampfspenden von Milliardären und Unternehmen ergriffen.

    Possible · Within months

  • Tech-Milliardäre werden ihre politische Spendenstrategie nach den Niederlagen überdenken.

    Likely · Within months

Open Questions

  • Welche konkreten gesetzlichen Folgen werden aus den Wahlergebnissen für die Kampagnenfinanzierung gezogen?
  • Wie werden die Tech-Milliardäre ihre politische Strategie nach den Niederlagen anpassen?
  • Welche Rolle spielten soziale Medien und Influencer konkret bei den Siegen der Demokraten?

Related Topics

This article was originally published by Handelsblatt.

Related Stories

Expensive driving license: Reform in the Bundestag - Will driving licenses become cheaper?
Developing·

Expensive driving license: Reform in the Bundestag - Will driving licenses become cheaper?

The Bundestag is voting on changes to the law on driving license reform, which provides for digitalization, less bureaucracy and more price transparency. The key points are digital theory lessons, fewer special trips, shortened practical exams and “lay training”. The Federal Council still has to agree. The new regulations are scheduled to come into force on July 1, 2027.

Handelsblatt
More on this topicus-wahlen