Breaking
ITUnemployment in GB surprisingly drops to 4.7% in view of the budgetIT47-year-old worker is crushed in the factory and dies in hospitalTRThe problem with Google Cloud also hit banks in EuropeKRHacking attack targeting North Korea?... 'kp' domain site massive access failure for half a day (comprehensive)ESThe Supreme Court applies the amnesty to Junqueras and three former councilors of 1-O and defends itself against the criticism of the Constitutional Court and its "unnecessary grandiloquence"BRMonsignor Antônio Ordones Lemos dies at age 86 in DivinópolisITStock market: Europe in decline with the rush of oil, Milan -1%KRLee Eok-won "It's not true that the limit on mortgage loans has been further reduced... Request for investigation into false facts"CNTragedy of arson in fish pond leaves 1 dead and 2 injured! Nantou Health Bureau: Do not tolerate domestic violenceESThe PP threatens Albares by fax with taking him to court if the Foreign Ministry does not comply with the requirements of the TS for the vote suspended by the law on grandchildrenITUnemployment in GB surprisingly drops to 4.7% in view of the budgetIT47-year-old worker is crushed in the factory and dies in hospitalTRThe problem with Google Cloud also hit banks in EuropeKRHacking attack targeting North Korea?... 'kp' domain site massive access failure for half a day (comprehensive)ESThe Supreme Court applies the amnesty to Junqueras and three former councilors of 1-O and defends itself against the criticism of the Constitutional Court and its "unnecessary grandiloquence"BRMonsignor Antônio Ordones Lemos dies at age 86 in DivinópolisITStock market: Europe in decline with the rush of oil, Milan -1%KRLee Eok-won "It's not true that the limit on mortgage loans has been further reduced... Request for investigation into false facts"CNTragedy of arson in fish pond leaves 1 dead and 2 injured! Nantou Health Bureau: Do not tolerate domestic violenceESThe PP threatens Albares by fax with taking him to court if the Foreign Ministry does not comply with the requirements of the TS for the vote suspended by the law on grandchildren
BackMidterms: Musk, Soros und Co: Wer mit Multimillionen die US-Zwischenwahlen beeinflussen will
Midterms: Musk, Soros und Co: Wer mit Multimillionen die US-Zwischenwahlen beeinflussen will
Developing
Handelsblatt1 hour agoPolitics5 min readGermanyView translation

Midterms: Musk, Soros und Co: Wer mit Multimillionen die US-Zwischenwahlen beeinflussen will

Vor den Midterms im November fließen so viele Spenden wie nie. Amerikanische Superreiche stecken ihr Geld vor allem in umkämpfte Senatsrennen.

Quick Look

  • Vor den US-Zwischenwahlen im November erreichen die Wahlkampfausgaben unabhängiger Gruppen neue Rekorde.
  • Milliardäre wie Elon Musk spenden hunderte Millionen Dollar an Super-PACs, wobei der Schwerpunkt vor allem auf umkämpften Senatsrennen wie in Texas liegt.

AI-generated summary

Why It Matters

US-Wahlrecht erlaubt unbegrenzte Spenden für unabhängige Wahlkampfgruppen (Super-PACs) über Umwege seit dem Citizens-United-Urteil.

Font size

San Francisco, New York. Elon Musk ist zurück in der US‑Politik. Leiser als vor zwei Jahren, aber mit noch mehr Geld. Seit Anfang Juli soll der Tesla- und SpaceX-Chef mehr als 276 Millionen Dollar an republikanische Organisationen und einen von ihm finanzierten sogenannten Super-PAC (Super Political Action Committees) überwiesen haben.

Das geht aus Zahlen hervor, die Musks Vertreter der Zeitung „New York Times“ vorlegten und die eine Sprecherin seines Spendenvehikels „America PAC“ gegenüber dem TV-Sender CNBC bestätigte. Damit ist Musk mit Abstand der größte bekannte Geldgeber der US-Zwischenwahlen im November – aber längst nicht der einzige.

Die Ausgaben von Gruppen, die unabhängig von den Kandidaten Wahlkampf machen, haben schon jetzt einen Rekord erreicht. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Brennan Center for Justice, ein unabhängiges Institut an der New York University. Bis Ende September summierten sie sich auf rund zwei Milliarden Dollar – inflationsbereinigt 51 Prozent mehr als bei den Zwischenwahlen 2022.

Superreiche in den USA gewinnen damit weiter an Einfluss auf den Kurs des Landes bis zu den nächsten Präsidentschaftswahlen im Jahr 2028. Politische Beobachter kritisieren das amerikanische System der Wahlkampffinanzierung seit Langem. „Ein so dreister Versuch, den Ausgang einer Wahl zu kaufen, müsste eigentlich ein großer Skandal sein“, schreibt Michael Waldman, Präsident des Brennan Center, über die Millionen von Musk. „Wie so oft liegt der Skandal nicht in dem, was illegal ist, sondern in dem, was legal ist.“

Das Handelsblatt hat die aktuellen Zahlen analysiert und gibt eine Übersicht über die wichtigsten Spender, ihre politische Ausrichtung – und die Frage, was das Geld mit der politischen Kultur der USA macht.

1. Wie die Wahlkampffinanzierung funktioniert

Möglich macht die großen Summen eine Eigenheit des US-Rechts: Es kennt vor allem zwei Arten von politischem Geld. Spenden an Kandidaten sind gedeckelt: Eine Privatperson darf jedem höchstens 3500 Dollar pro Wahl geben, Unternehmen und Gewerkschaften dürfen aus ihrer Kasse nichts direkt überweisen. Unbegrenzt ist dagegen, was jemand selbst für Wahlwerbung ausgibt – solange er sich nicht mit dem Kandidaten abspricht. Seit dem Urteil „Citizens United“ 2010 gilt das auch für Konzerne und Gewerkschaften.

Seither dürfen Wahlkampfgruppen, die nur such Werbung finanzieren, unbegrenzt Spenden annehmen. So entstand der sogenannte Super-PAC. Wer mehr geben will als die gedeckelten Beträge, muss den Umweg über ihn oder ähnliche Gruppen gehen. Laut Brennan Center lebt ein Super-PAC fast ausschließlich von einer Handvoll Großspender, die ihn auch selbst gründen können.

Die Regeln sind enger, als es klingt. Nicht erlaubt ist etwa, dass ein Kandidat über Inhalt oder Zeitpunkt einer Werbung mitentscheidet. Auf Spendenabenden des Super-PACs auftreten darf er aber. Und auch beim Haustürwahlkampf erlaubt die Wahlbehörde FEC bislang eine teils gemeinsame Planung. Verstöße ahnden kann sie derzeit ohnehin nicht: Ihr fehlen seit Mai 2025 die Kommissare für ein notwendiges Beschlussquorum, da nach mehreren Abgängen derzeit nur noch zwei Mitglieder im Amt sind. Für offizielle Beschlüsse sind jedoch mindestens vier stimmberechtigte Mitglieder vorgeschrieben.

Hinzu kommt: Nicht alles Geld lässt sich zählen. „Diese Summen bilden mit ziemlicher Sicherheit nicht das ganze Bild ab“, schreibt Autor Ian Vandewalker, Jurist am Brennan Center. Ausgaben für Online-Werbung fielen oft nicht unter die Offenlegungsregeln. Bezahlte Influencer etwa müssten nicht preisgeben, wer sie bezahlt.

2. Wie Elon Musk spendet

Allein 158 Millionen Dollar spendete Musk an den „Senate Leadership Fund“, den wichtigsten Super-PAC für republikanische Senatskandidaten. Die Summe übersteigt laut „New York Times“ die gesamten Quartalseinnahmen des demokratischen Gegenstücks, dem „Senate Majority PAC“.

Weitere 76 Millionen Dollar flossen an den „America PAC“. Insgesamt kommt Musk in diesem Wahlzyklus nach Angaben seines Umfelds auf mindestens 366 Millionen Dollar. Das ist mehr als die etwa 290 Millionen Dollar, die er 2024 für Trumps Rückkehr ins Weiße Haus ausgab. Hinzu kommen Gelder über Gruppen, die ihre Spender nicht nennen müssen.

Der von Musk finanzierte „America PAC“ setzt auf Haustürwahlkampf. Zuletzt waren fast 3000 bezahlte Helfer im Einsatz, sie steuerten rund 6,5 Millionen Türen an. Ziel ist es, konservative Gelegenheitswähler zu mobilisieren, vor allem mit Kulturkampfthemen wie Transgender-Rechten und dem Vorwurf, alle Demokraten seien Sozialisten.

Persönlich hält sich Musk zurück. Auftritte und Millionen-Verlosungen wie 2024 gibt es nicht. Auf seiner Plattform X äußerte sich der Milliardär in diesem Jahr nur sieben Mal direkt zu Kandidaten in umkämpften Midterm-Rennen. Der „America PAC“ kündigte zudem an, bis zur Präsidentschaftswahl 2028 aktiv zu bleiben.

Noch im Mai 2025 hatte Musk nach seinem Bruch mit Trump angekündigt: „Was politische Ausgaben angeht, werde ich künftig deutlich weniger tun.“ Inzwischen haben sich beide wieder versöhnt.

3. Wie andere Superreiche spenden

Wer neben Musk besonders viel spendet, zeigt eine aktuelle Auswertung des Senders CNBC. Grundlage sind Spenden an Kandidaten und politische Gruppen, die von Januar 2025 bis zum 5. Oktober bei der FEC gemeldet wurden. Auf republikanischer Seite fallen vor allem Namen aus der Finanzwelt und Unternehmerfamilien auf. Jeff Yass, der die Wall-Street-Firma Susquehanna mitgegründet hat, gab mit seiner Frau Janine demnach 95,3 Millionen Dollar.

Auf 70 Millionen Dollar kommen Richard und Elizabeth Uihlein, die 1980 im eigenen Keller den Händler für Verpackungs- und Industriebedarf Uline gründeten. Zu diesem Kreis zählt auch Miriam Adelson: Ihre Familie ist Anteilseigner am Casinokonzern Las Vegas Sands, den ihr verstorbener Mann Sheldon gegründet hat.

Analysten verweisen zudem auf ein relativ neues Phänomen: Von den 20 größten Spendern und Spendergruppen in der Auswertung sind sieben eng mit der Krypto-, KI- oder Glücksspielbranche verbunden. Zusammen gaben sie rund 377 Millionen Dollar, allein Marc Andreessen, Ben Horowitz und ihre gleichnamige Risikokapitalfirma rund 91 Millionen. Ein Teil des Geldes dieser Branchen fließt an Trumps Super-PAC „MAGA Inc.“.

Die Organisation Public Citizen sieht darin ein Muster. Schon 2024 kam bis August fast die Hälfte des Geldes, das Unternehmen in den Wahlkampf steckten, von Kryptofirmen. „Wir haben 2024 davor gewarnt, dass andere Konzerninteressen bei künftigen Wahlen dem Drehbuch der Kryptobranche folgen würden“, sagte Forschungsdirektor Rick Claypool im August. „Genau das erleben wir 2026 leider.“

Größter Spender auf demokratischer Seite ist laut CNBC George Soros mit 102 Millionen Dollar; LinkedIn-Mitgründer Reid Hoffman spendete 11,5 Millionen Dollar an „Lone Star Rising“. Dieser Super-PAC wirbt auf eigene Rechnung für James Talarico, den Senatskandidaten der Demokraten in Texas. In den Umfragen liegt Talarico knapp vor seinem republikanischen Kontrahenten Ken Paxton.

4. Wer am meisten profitiert

Texas steht auch im Zentrum von Musks Geldflüssen. Dort lebt der Milliardär, auch seine Firmen Tesla, SpaceX und die Boring Company haben dort ihren Sitz. Kein anderes Senatsrennen zieht so viel Geld von Super-PACs und ähnlichen Gruppen an: Laut der Transparenzorganisation OpenSecrets gaben sie dort bis Anfang Oktober fast 287 Millionen Dollar aus, vieles davon schon im Vorwahlkampf. In Michigan und Ohio waren es jeweils mehr als 170 Millionen Dollar.

Das Geld der Superreichen hilft demnach vor allem den Republikanern. Unter den 20 Gruppen, die am meisten in Wahlwerbung stecken, geben jene auf republikanische Seite laut Brennan Center mehr als doppelt so viel aus wie die auf demokratische Seite. 2014 lagen beide Lager noch fast gleichauf.

In den direkten Wahlkampfkassen der Kandidaten sieht es anders aus. Dorthin dürfen auch Superreiche nur die gedeckelten Beträge überweisen, ihre Millionen kommen dort also nicht an. In den wichtigen Senatsrennen liegen stattdessen die Demokraten vorn: In sieben dieser Rennen hatten ihre Kandidaten Ende Juni doppelt so viel Geld wie die Republikaner, wie die CNBC-Auswertung der FEC-Daten zeigt.

Demokratische Spender ließen sich in diesem Wahlkampf vor allem von den Kandidaten begeistern, weniger von großen Gruppen und dem Parteiapparat, sagte Caroline Welles, die einen PAC für demokratische Frauen leitet, dem Sender.

5. Was das mit der politischen Kultur macht

Katie Harbath war einst Wahlkampfmanagerin im Team von US-Präsident George W. Bush und dann zehn Jahre „Public Policy“-Chefin bei Facebook. Sie sieht das gute Verhältnis zwischen dem Silicon Valley und Washington als entscheidend für den Spendenfluss an: „Die Tech-Chefs gehen dorthin, wo die politische Macht ist. Im Moment liegt sie bei den Republikanern.“

Neu sei, was Elon Musk 2024 begonnen habe: große Summen an Super-PACs zu spenden. Früher hätten Konzernchefs direkt an Kandidaten gespendet, „aber das hat keine großen Wellen geschlagen“. Heute flössen ihre Millionen gezielt an Organisationen, die für bestimmte Kandidaten werben, sagte Harbath. Die Spender hätten erkannt, dass sie „unglaublich nah“ an Trump sein müssten, weil sie dann so viel beeinflussen könnten. „Das ist das größte Engagement der Tech-Chefs in Washington, das ich in meinen 25 Jahren hier erlebt habe.“

Entscheidet Musk mit seinen Rekordspenden Wahlen? „Nein, das wäre zu weit hergeholt“, glaubt Harbath. Es sei „geradezu absurd, wie viel Geld in diesen Midterms ausgegeben wird“. Dennoch sei offen, welche Wirkung das am Ende haben werde. „Letztlich denken die Wähler immer noch selbst und tun nicht einfach, was ihnen ein Milliardär sagt.“

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • America PAC bleibt bis zur Präsidentschaftswahl 2028 aktiv

    Very likely · Within months

Open Questions

  • Wie stark beeinflussen die Rekordsummen tatsächliche Wahlergebnisse?
  • Wie entwickelt sich die FEC-Handlungsfähigkeit?

Related Topics

This article was originally published by Handelsblatt.

Related Stories

More on this topicelon musk