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Mindestens 27 Tote bei russischem Angriff in Region Kiew
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FAZ1 hour agoWorld6 min readGermany

Mindestens 27 Tote bei russischem Angriff in Region Kiew

Liveblog zum Ukrainekrieg: Mindestens 27 Tote in der Region Kiew, Selenskyj fordert Verdreifachung der Drohnenangriffe auf Russland.

Quick Look

  • Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Logistikzentrum nahe Kiew sind mindestens 27 Menschen getötet worden.
  • Präsident Selenskyj kündigte an, die ukrainischen Drohnenangriffe auf Russland massiv zu verstärken.

AI-generated summary

Why It Matters

Der anhaltende russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert bereits viereinhalb Jahre an.

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Liveblog Ukrainekrieg :

Mindestens 27 Tote bei russischem Angriff in Region Kiew

29.08.2026, 11:24Lesezeit: 1 Min.

Feuerwehrleute löschen am 28.8.26 einen Brand in einem zerstörten Lagerhaus, nachdem russische Drohnen am Stadtrand von Kiew Angriffe geflogen hatten.dpa

Mehr als 380 Menschen in Sicherheit gebracht +++ Selenskyj: Militär soll Drohnenangriffe auf Russland mehr als verdreifachen +++ Selenskyj lobt „notwendigen Ton“ der USA gegenüber Russland +++ Neuigkeiten im Liveblog

Alle Texte, Hintergründe und Kommentare zum Krieg in der Ukraine finden Sie auch auf unserer Sonderseite.

Selenskyj: Militär soll Drohnenangriffe auf Russland mehr als verdreifachen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Moskau mit einer Intensivierung der Drohnenschläge im russischen Hinterland gedroht. „Die Aufgabe lautet: täglich 1.000 Drohnen für Langstreckenangriffe gegen Russland. Derzeit führen wir durchschnittlich über 300 solcher Langstreckenangriffe aus - das muss mehr werden“, sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. Die Ukraine müsse den Einsatz von Waffen zur Abwehr russischer Angriffe maximieren, betonte er.

Mit den Angriffen etwa auf Ölraffinerien, Logistikzentren und militärische Ziele hat Kiew die Kosten für Moskaus Krieg in die Höhe getrieben. Kremlchef Wladimir Putin hatte wirtschaftliche Schäden zwar eingeräumt, sie aber als nicht kritisch heruntergespielt. Putin wiederum drohte der Ukraine mit Attacken, die weitaus mehr Zerstörungen anrichteten als umgekehrt.

Dagegen sagte Selenskyj, dass Kiew auf Moskaus „Terroreskalation“ antworten werde. Zugleich müsse die Ukraine die Produktion von Abfangraketen speziell gegen Russlands Drohnen deutlich beschleunigen, sagte er. Der ukrainische Staatschef hatte immer wieder erklärt, dass es praktisch Ziel Kiews sei, Moskau verhandlungsreif zu schießen.

Mindestens 27 Tote bei russischem Angriff in Region Kiew

Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Logistikzentrum in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach Angaben des örtlichen Gouverneurs mindestens 27 Menschen getötet worden. Die Opferzahl könne noch steigen, sagte Gouverneur Tymur Tkatschenko am Samstag nach dem Angriff am Vorabend. Aus dem betroffenen Gebiet im Bezirk Butscha würden zudem mehr als 380 Menschen in Sicherheit gebracht.

Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb aufTelegram: „Es gibt erhebliche Schäden an der umliegenden Infrastruktur: Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim wurden beschädigt“.

Nach Behördenangaben ereignete sich der Drohnenangriff am Freitagabend in dem Dorf Myla im Bezirk Butscha. In der Folge sei ein Feuer ausgebrochen, es habe mehrere Explosionen gegeben, erklärte Tkatschenko.

Nach dem Angriff in Myla leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts ein, dass auf dem Gelände illegal explosives Material gelagert worden sei. Auch werde geprüft, ob das Unternehmen alle „notwendigen Genehmigungen“ gehabt habe, hieß es.

Russland meldet sieben Verletzte bei ukrainischem Angriff auf Rostow

Im südrussischen Gebiet Rostow sind nach Angaben der dortigen Behörden mindestens sieben Menschen bei einer Welle ukrainischer Luftangriffe verletzt worden. Zwei Kinder seien ins Krankenhaus gebracht worden, eines mit sehr schweren Verletzungen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Gouverneur Jury Sljusar. In der Hafenstadt Rostow am Don wurden demnach zwei Wohnblöcke durch herabstürzende Drohnentrümmer beschädigt. Ukrainischen Medienberichten zufolge soll auch das Warenlager eines Elektronikhändlers in Flammen aufgegangen sein. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Großbrand und Explosionen nach russischem Drohnenangriff in Vorort von Kiew

Eine russische Drohne hat in einem Vorort der ukrainischen Hauptstadt Kiew einen Großbrand und Explosionen verursacht und zahlreiche Menschen zur Flucht gezwungen. Der Drohnenangriff habe sich am Freitagabend um kurz nach 20.00 Uhr (Ortszeit, 19.00 Uhr MESZ) in dem Dorf Myla im Bezirk Butscha ereignet, teilte die zuständige Staatsanwaltschaft mit.

In der Folge sei ein Feuer ausgebrochen, „begleitet von Explosionen“, erklärte der Chef der regionalen Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, im Onlinedienst Telegram. Deswegen seien bereits mehr als 200 Menschen in Sicherheit gebracht worden, darunter Kinder. Laut Tkatschenko gab es bei dem Vorfall mindestens sechs Verletzte.

Italien: Ukrainischer Ex-Verteidigungsminister Fedorow wird Berater

Der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow wird Berater für militärische Innovationen im italienischen Verteidigungsministerium. Dies teilt das Ministerium in Rom mit. Der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto hatte dem Ukrainer den Posten nach dessen Entlassung im Juli angeboten. Fedorow erklärt auf der Plattform X, er wolle Italien bei der Einführung moderner Kriegstechnologien unterstützen und den Verteidigungssektor stärken. Der 35-Jährige war in seiner Heimat nach Konflikten mit der Militärführung und politischen Rivalen über Reformen bei der Beschaffung und Mobilisierung entlassen worden.

Selenskyj: USA haben Kiew über Treffen in Moskau informiert

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eigenen Angaben zufolge von den USA Informationen über einige Treffen in Moskau erhalten. „Heute haben wir von der amerikanischen Seite Informationen über die Treffen in Moskau erhalten, die in diesen Tagen stattgefunden haben“, erklärt Selenskyj auf Telegram. Es habe dort mehrere Gespräche gegeben, ergänzt er, ohne Einzelheiten zu den Teilnehmern zu nennen. Selenskyj danke für die Informationen und den „notwendigen Ton“ des Gesprächs mit Russland.

Die Zeitung „Wall Street Journal“ hatte am Mittwoch berichtet, dass CIA-Direktor John Ratcliffe nach Moskau gereist sei, um Russland vor einem Angriff auf ein Nato-Mitglied zu warnen. Der Kreml wies den Bericht zurück, während US-Präsident Donald Trump erklärte, der russische Präsident Wladimir Putin werde keinen Angriff auf ein Nato-Land befehlen.

Ukraine: Lebensmittellager durch Angriffe zu 90 Prozent zerstört

Russische Angriffe auf Lebensmittellager in der Ukraine haben dem ukrainischen Landwirtschaftsminister zufolge die Lagerkapazität fast vollständig zerstört. „Bis heute sind rund 90 Prozent der vom Einzelhandel betriebenen Lebensmittelversorgungsketten unterbrochen, aber das bedeutet nicht, dass die Ukrainer ohne Lebensmittel dastehen werden“, zitierte die Nachrichtenagentur Ukrinform Taras Wysozkij. Verschiedene Versorgungsmöglichkeiten würden in Betracht gezogen, darunter direkte Lieferungen von den Produktionsstätten an die Einzelhandelsketten.

UN: Mehr als 3.000 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen in der Ukraine

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor viereinhalb Jahren haben die Vereinten Nationen nach eigenen Angaben in der Ukraine 3.205 Angriffe auf Krankenhäuser, Ambulanzen und andere Gesundheitseinrichtungen gezählt. Im Juli und August dieses Jahres seien bei Attacken auf Lagerhäuser in Kiew und Dnipro medizinische Vorräte für 225.000 Menschen zerstört worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation am Freitag in Genf mit. Ausmaß und Häufigkeit der Angriffe setzten Patienten und Gesundheitspersonal einer ständigen Gefahr aus. Nach dem humanitären Völkerrecht müssten Verwundete und Kranke, medizinisches Personal, Gesundheitseinrichtungen und Transportmittel respektiert und geschützt werden.

Ukraine will alle Wildberries-Lager zerstören

Die Ukraine will dem Kommandeur ihrer Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, zufolge ihre Angriffe auf den russischen Online-Händler Wildberries verstärken und alle seine Lager ins Visier nehmen. Bisher hätten seine Einheiten mithilfe von Langstreckendrohnen 24 Lager des „russischen Amazons“ getroffen, sagte Browdi dem „Tagesspiegel“. „Wir werden auch die restlichen Lager zerstören. Wildberries wird künftig nicht mehr in Russland arbeiten können“, fügte er hinzu. Er begründete die Angriffe damit, dass der Online-Händler militärische Ausrüstung für russische Soldaten verkaufe. „Als Armeeversorger sind sie ein legitimes Ziel“, sagte Browdi.

Selenskyj: Haben Flugzeug auf russischem Stützpunkt angegriffen

Die Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge einen russischen Langstreckenbomber des Typs Tu-95MS auf dem Militärstützpunkt Engels angegriffen. „Das sind die Flugzeuge, die Angriffe gegen die Ukraine fliegen“, erklärte Selenskyj auf X. Der Angriff sei von der Alpha-Einheit des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU durchgeführt worden.

Tote und Verletzte bei Drohnenangriffen in Russland und der Ukraine

Bei ukrainischen Drohnenangriffen ist in der zentralrussischen Region Jaroslawl mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Weitere 27 seien unter anderem durch herabstürzende Drohnentrümmer verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets, Michail Jewrajew, bei Telegram mit. Die Einsatzkräfte hätten mehrere Brände unverzüglich gelöscht. Insgesamt wurden demnach 67 ukrainische Drohnen abgeschossen.

Der ukrainische Generalstab bestätigte die Drohnenangriffe in einer auf sozialen Netzwerken veröffentlichten Mitteilung. Ziel war demnach eine Ölraffinerie des Unternehmens „Slavneft“, auf deren Betriebsgelände ein Brand ausbrach. Jaroslawl liegt nordöstlich der russischen Hauptstadt Moskau und ist etwa 700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

Bei russischen Drohnenangriffen starb nach Behördenangaben im Landkreis Butscha bei Kiew mindestens ein Mensch. Im Kiewer Umland seien zudem zwei weitere Zivilisten verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets, Tymur Tkatschenko, bei Telegram mit. Ziel russischer Angriffe waren demnach Lagerhallen. Beschädigt worden seien auch mehr als ein Dutzend Wohnhäuser.

Ukraine dankbar für Dringen auf Verwendung von russischem Vermögen

Die Ukraine ist ihrem Außenminister Andrij Sybiha zufolge den vier EU-Mitgliedstaaten dankbar für ihre Initiative, die Debatte über die Verwendung eingefrorener russischer Vermögenswerte für die Ukraine wieder aufzunehmen. „Es ist nur fair und logisch, russische Vermögenswerte anstelle von Steuergeldern der europäischen Bürger zu verwenden, um die zusätzlichen Kosten für die Verteidigung der Ukraine und des restlichen Europas vor der russischen Bedrohung zu decken“, erklärt Sybiha auf X. Die vier Staaten, die eine Wiederaufnahme der Debatte vorgeschlagen haben, sind die Niederlande, Polen, Spanien und Schweden.

Ukrainische Postfirma: Sortieranlagen bei russischen Angriffen zerstört

Bei neuen russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der Nähe von Kiew Sortierzentren des privaten Post- und Kurierunternehmens Nova Poshta Unternehmensangaben zufolge zerstört worden. Auch in der nördlichen Stadt Sumy seien solche Zentren zerstört worden, teilt Nova Poshta auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Vier gelenkte Luftbomben hätten das Terminal in Sumy getroffen und zudem drei Lastwagen beschädigt. Alle Mitarbeiter seien unversehrt. Der Betrieb laufe weiter.

Russland: Vier Verletzte nach Drohnenangriff auf Krim

Bei einem Drohnenangriff auf ein fünfstöckiges Wohnhaus in Sewastopol, auf der Halbinsel Krim, wurden nach russischen Angaben vier Menschen verletzt. Drohnen und Trümmerteile hätten zudem ein Hotel, einen Kindergarten und mehr als ein Dutzend Autos getroffen, teilt der von Moskau eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Entgegen ersten Berichten brennen keine Öldepots. Gras in der Nähe der Anlagen fing Feuer, der Brand wurde jedoch gelöscht.

Gouverneur ruft Einwohner der ukrainischen Stadt Cherson zur Evakuierung auf

Angesichts der zunehmenden russischen Angriffe auf Cherson haben die Behörden die Einwohner der südukrainischen Stadt zur Evakuierung aufgerufen. „Ich wende mich erneut an die Einwohner von Cherson, insbesondere an Familien mit Kindern und ältere Menschen: Wenn Sie die Möglichkeit haben (...), bitte verlassen Sie die Stadt“, schrieb der Gouverneur der Region Cherson, Oleksandr Prokudin, am Donnerstag im Onlinedienst Telegram. Aufgrund der russischen Angriffe bestehe die Gefahr, dass die Strom- und Wärmeversorgung in der Stadt für längere Zeit ausfallen könnte.

Prokudin sprach von einer „äußerst schwierigen Sicherheitslage“ in Cherson. Russland intensiviere „täglich seine Angriffe auf die kritische Infrastruktur in der Region“. In der Nacht zum Donnerstag habe die russische Armee „erneut das Fernwärmekraftwerk von Cherson mit Gleitbomben angegriffen“. Die Anlage sei dabei stark beschädigt worden.

„Cherson könnte ohne Strom und Heizung dastehen, und zwar nicht nur für einige Stunden oder Tage, sondern für einen langen Zeitraum“, warnte der Gouverneur. Prokudin zufolge setzt Russland in der Region verstärkt Lenkbomben und mit Düsentriebwerken ausgestattete Drohnen ein, gegen die Luftabwehr derzeit machtlos sei.

Cherson, wo vor dem Krieg rund 280.000 Menschen lebten, stand von März bis November 2022 unter russischer Kontrolle und liegt nahe der Front. Im vergangenen Winter hatte die russische Armee immer wieder ukrainische Kraftwerke angegriffen und damit zeitweise Millionen Menschen in Kälte und Dunkelheit gestürzt.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Ukraine wird versuchen, die Drohnenangriffe auf Russland zu verdreifachen.

    Likely · Within months

Open Questions

  • Wie reagiert Russland auf die angekündigte Verdreifachung der Drohnenangriffe?
  • Bleiben die betroffenen Regionen in Cherson langfristig ohne Strom und Heizung?

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This article was originally published by FAZ.

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