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Munitionslager nahe Kiew explodiert: Mindestens 27 Tote nach russischem Angriff
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Handelsblatt2 hours agoWorld1 min readGermany

Munitionslager nahe Kiew explodiert: Mindestens 27 Tote nach russischem Angriff

Bei einem russischen Drohnenschlag auf ein Munitionslager nahe Kiew sterben mindestens 27 Menschen. Präsident Selenskyj kritisiert die Nähe zu Wohngebieten.

Quick Look

  • Mindestens 27 Tote und Dutzende Verletzte forderte ein russischer Drohnenschlag auf ein Munitionslager unweit von Kiew.
  • Präsident Selenskyj kritisierte die gefährliche Nähe von Munitionslagern zu Wohngebieten und kündigte Strafverfahren an.

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Why It Matters

Die Ukraine wehrt sich seit über viereinhalb Jahren gegen die russische Invasion.

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Erneut explodiert ein Munitionslager nahe Kiew nach einem russischen Angriff. Es gibt viele Tote. Präsident Wolodymyr Selenskyj reagiert umgehend.

„Es gibt erhebliche Schäden an der umliegenden Infrastruktur: Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim wurden beschädigt“, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. (Archivbild) Foto: Mindaugas Kulbis/AP/dpa

Kiew. Bei einem russischen Drohnenschlag auf ein Munitionslager sind unweit der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens 27 Menschen getötet worden. „Es gibt erhebliche Schäden an der umliegenden Infrastruktur: Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim wurden beschädigt“, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Zudem seien Dutzende Menschen bei dem Angriff am Freitagabend, um kurz nach 20.00 Uhr Ortszeit (19.00 Uhr MESZ), verletzt worden.

Einer der Toten ist demnach der Vorsteher der Gemeinde Dmytriwka, Taras Didytsch, der sofort zum Unglücksort geeilt sei. Mehr als 300 Rettungskräfte seien im Einsatz. Im Umkreis um den Ort wurden Selenskyj zufolge fast 400 Menschen evakuiert.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde bei dem Angriff ein Unternehmensgelände getroffen. Selenskyj nannte keine Details, schrieb aber: „Es gibt Vorschriften: Munition darf es nicht neben Häusern und anderen Wohngebäuden geben.“ Er verwies auf eingeleitete Strafverfahren.

Haupttrasse nach Westen komplett gesperrt

Bereits in der Nacht hatte die Staatsanwaltschaft über eingeleitete Ermittlungen wegen „dienstlicher Fahrlässigkeit“ und einen russischen Drohnenschlag informiert. Nach russischen Angaben war ein Munitionslager das Ziel des Angriffs.

Die Hauptverbindungsstrecke von Kiew Richtung Westen musste in der Folge auf einem mehrere Kilometer langen Abschnitt für die Lösch- und Rettungsarbeiten komplett gesperrt werden. In sozialen Netzwerken zeigen Videos ein Feuer und Explosionen in der Abenddämmerung.

Regierungschef Serhij Korezkyj verwies auf einen ähnlichen Vorfall Anfang Juli am südwestlichen Stadtrand von Kiew. „Im fünften Kriegsjahr werden ein und dieselben Fehler begangen - das ist kriminelle Fahrlässigkeit“, schrieb er auf Telegram. Nach offiziellen Angaben starben im Juli mindestens neun Menschen.

Die Ukraine wehrt sich seit über viereinhalb Jahren gegen die russische Invasion.

What to Watch

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  • Ermittlungen zu dienstlicher Fahrlässigkeit werden fortgeführt.

    Very likely · Within weeks

Open Questions

  • Warum befand sich das Munitionslager in der Nähe von Wohngebieten?
  • Wie hoch ist der genaue Sachschaden an der Infrastruktur?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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