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Christa Pike wurde 1996 im Alter von 18 Jahren für den Mord an Colleen Slemmer zum Tode verurteilt. Sie war Teil einer Gruppe von drei Teenagern, die das Opfer 1995 gefoltert und töteten. Während ihre Komplizen unterschiedliche Strafen erhielten, ist sie die Einzige, die eine Todesstrafe bekam.
Die im US-Bundesstaat Tennessee zum Tod verurteilte Mörderin Christa Pike ist laut ihren Anwälten nach ihrer gescheiterten Hinrichtung weiter bewusstlos und an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Pike sei intubiert und werde in einem Krankenhaus in Nashville künstlich beatmet, schrieben Pikes Anwälte in einem Gerichtsantrag vom Freitag.
Die 50-Jährige sollte am Mittwochabend (Ortszeit) mit einer Giftspritze hingerichtet werden. Doch nachdem ihr nach Angaben der Behörden die im Protokoll vorgesehenen zwei Dosen des Mittels Pentobarbital verabreicht worden waren, lebte sie weiter.
Pike befindet sich demnach seit der gescheiterten Hinrichtung in kritischem Zustand. Das Krankenhauspersonal arbeite daran, ihr Leben zu retten und das verabreichte Pentobarbital aus ihrem Körper zu entfernen, schrieben die Anwälte.
Weitere Details zu gescheiterter Hinrichtung
Am Donnerstag hatte Pikes Anwalt Randy Spivey erklärt, das Personal habe bei der versuchten Hinrichtung etwa eine Stunde erfolglos versucht, einen intravenösen Zugang zu legen. «Ich zählte allein in ihrem linken Arm mindestens sieben Nadeln», sagte Spivey. Laut Gerichtsantrag war eine davon beim Herausziehen um 90 Grad verbogen.
Während der Prozedur habe man Pike weinen gehört. Sie habe laut geatmet und gesagt: «Mein Arm fühlt sich an, als würde er gleich aufplatzen». Ein anderes Mal habe sie gefragt, ob das normal sei.
Bei der Einlieferung ins Krankenhaus seien beide Arme der 50-Jährigen «geschwollen, verbrannt und mit Blasen übersät» gewesen. Sachverständige werden in dem Antrag zitiert, wonach das injizierte Pentobarbital stark alkalisch sei und bei Kontakt Verbrennungen an Haut, Gewebe und Venen verursache. Während der Hinrichtung habe sich ihr rechter Arm laut ihren Anwälten violett verfärbt.
Mit der Hinrichtung betraute Personen bemerkten laut Angaben der Anwälte offenbar nicht, dass das Gift «ganz oder teilweise» in das umliegende Gewebe statt in Pikes Venen gelangte. So wurde entschieden, der verurteilten Mörderin eine weitere Dosis Pentobarbital zu verabreichen.
Gouverneur ordnet externe Untersuchung an
Der Gouverneur von Tennessee, Bill Lee, setzte nach dem Vorfall alle weiteren Hinrichtungen für den Rest des Jahres aus und ordnete eine umfassende Untersuchung durch eine externe Stelle an. Es ist offen, ob und unter welchen Bedingungen der Staat noch einmal versuchen könnte, das Todesurteil zu vollstrecken.
Für Tennessee ist es bereits der zweite gescheiterte Hinrichtungsversuch innerhalb weniger Monate. Im Mai hatte der Staat die Hinrichtung des Gefangenen Tony Carruthers abbrechen müssen, nachdem es nicht gelungen war, die erforderlichen intravenösen Zugänge zu legen. Anders als bei Pike wurde ihm das tödliche Medikament damals jedoch nicht verabreicht.
Kampagnen gegen Hinrichtung blieben erfolglos
Mehrere Kampagnen hatten versucht, den geplanten Vollzug vom 30. September aufzuhalten. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International betonte, dass Pike während ihrer Kindheit Vergewaltigung, sexuelle und körperliche Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung erlitten hatte. Auch Experten der Vereinten Nationen hatten einen Stopp der Hinrichtung gefordert.
Auch der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres äußerte sich zu den Entwicklungen in dem Fall. «Wir vertreten den Standpunkt, dass es die Todesstrafe nicht geben sollte», sagte der Sprecher auf eine entsprechende Frage von Journalisten. Dazu hätten sich die Vereinten Nationen stets sehr offen geäußert, «unabhängig davon, in welchem Land sie noch besteht.»
Die Todesstrafe ist in mehr als zwei Dutzend der 50 US-Bundesstaaten zugelassen, allerdings wird sie vielerorts de facto nicht mehr vollstreckt. Laut Death Penalty Information Center wurden in den USA im laufenden Jahr bis zum 24. September 28 Straftäter hingerichtet.
Neben Hinrichtungen mit der Giftspritze sind in den Vereinigten Staaten auch Vollstreckungen der Todesstrafe durch den elektrischen Stuhl oder - seltener -per Erschießungskommando üblich.
Pike 1996 wegen Mord zum Tode verurteilt
Pike war 1996 für den Mord an der 19 Jahre alten Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden. Sie selbst war zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt. 1995 hatten drei Teenager das Opfer in einem abgelegenen Gebiet nahe der University of Tennessee in Knoxville gefoltert und getötet.
Nach Angaben der gemeinnützigen Organisation Death Penalty Information Center ist Pike die Einzige der drei, die zum Tode verurteilt wurde. Ihr damaliger Freund war zum Zeitpunkt der Tat 17 Jahre alt und erhielt eine lebenslange Haftstrafe. Eine weitere 18-Jährige wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.
AI outlook — possibilities, not facts
Der Gouverneur von Tennessee wird die Ergebnisse der externen Untersuchung abwarten, bevor er über die Wiederaufnahme von Hinrichtungen entscheidet.
Likely · Within months
Christa Pike wird voraussichtlich weiter künstlich beatmet werden, während Ärzte versuchen, das Pentobarbital aus ihrem Körper zu entfernen und ihre Verletzungen zu behandeln.
Very likely · Within days

A 28-year-old Briton was charged with the murder of Brexit politician Ann Widdecombe in July. Now the British public prosecutor's office is also accusing him of actions in preparation for terrorist attacks, including against Nigel Farage, the chairman of Reform UK. The defendant is due to appear in court in London on October 7th.
The 28-year-old defendant in the murder of British Brexit icon Ann Widdecombe is also charged with preparing terrorist attacks, including against Nigel Farage. The prosecution cites sufficient evidence and cites a period from May 2024 to July 2026. Widdecombe was found dead in her home in July 2024.

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In Plauen in the Vogtland district, police officers arrested a 20-year-old on suspicion of a serious crime. Special units from the State Criminal Police Office were deployed and two apartments were searched. The suspect is in custody.
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