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BackMitschuldig an Erderwärmung?: Brasiliens Staatsanwaltschaft verklagt Shell wegen Flutkatastrophe
Mitschuldig an Erderwärmung?: Brasiliens Staatsanwaltschaft verklagt Shell wegen Flutkatastrophe
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n-tv Wirtschaft23 hours agoEnvironment2 min readGermanyView translation

Mitschuldig an Erderwärmung?: Brasiliens Staatsanwaltschaft verklagt Shell wegen Flutkatastrophe

Nach verheerendem Hochwasser im Jahr 2024 macht die Staatsanwaltschaft den Ölkonzern mitverantwortlich.

Quick Look

  • Brasiliens Staatsanwaltschaft fordert von Shell rund 96 Millionen Euro Schadenersatz wegen der tödlichen Überflutungen im Bundesstaat Rio Grande do Sul im Jahr 2024.
  • Es ist weltweit das erste Mal, dass eine nationale Staatsanwaltschaft einen Ölkonzern wegen einer Klimakatastrophe verklagt.

AI-generated summary

Why It Matters

Im April und Mai 2024 forderten Überflutungen im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul fast 200 Menschenleben.

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Im Bundesstaat Rio Grande do Sul müssen 2024 eine halbe Million Menschen vor dem verheerenden Hochwasser fliehen, fast 200 sterben. Brasiliens Staatsanwaltschaft sieht den britischen Ölkonzern Shell mitschuldig und fordert nun 108 Millionen Euro. Auch anderswo häufen sich Klagen gegen Energieriesen.

Im Zusammenhang mit tödlichen Überflutungen im Jahr 2024 fordert Brasiliens Staatsanwaltschaft von einer Tochterfirma des Ölriesen Shell knapp 100 Millionen Euro Schadenersatz. Die Forderung gegenüber Shell Brasil errechne sich aus der Mitverantwortung des Mutterkonzerns an der Erderwärmung, legte die Staatsanwaltschaft in einem Gerichtsdokument dar. Demnach gehen zwei Prozent der historischen Treibhausgasemissionen weltweit auf Kosten von Shell.

Die Forderungen beziehen sich auf Überflutungen im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul im April und Mai 2024, durch die fast 200 Menschen ums Leben gekommen waren und eine halbe Million Menschen zur Flucht gezwungen wurden. Zudem verursachte das Hochwasser damals materielle Schäden in nie dagewesenem Ausmaß.

"Es ist das erste Mal, dass eine nationale Staatsanwaltschaft gegen einen großen Ölkonzern wegen einer Klimakatastrophe Forderungen erhebt", sagte Maria Antonia Tigre vom Sabin-Zentrum für juristische Fragen zum Klimawandel der Universität Kolumbien. An der Klage in Brasilien beteiligt sich auch die Nichtregierungsorganisation Instituto Preservar.

Laut Klageschrift soll Shell für "seinen historischen und anhaltenden Anteil an den weltweiten Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit der Förderung, Produktion und Vermarktung fossiler Brennstoffe" belangt werden. Die Staatsanwaltschaft fordert von dem weltweit agierenden britischen Konzern 270 Millionen Real für "moralische" und Umweltschäden und ebenso viel für materielle Schäden. Zusammen ergibt das umgerechnet 108 Millionen Dollar oder 96 Millionen Euro.

Immer mehr Klimaklagen weltweit

In Großbritannien haben Opfer eines Taifuns auf den Philippinen eine Klimaklage gegen Shell eingereicht. Angesichts der zunehmenden Schäden durch die fortschreitende Erderwärmung nimmt international die Zahl von Klimaklagen zu.

In Deutschland wollen Landwirte aus Pakistan vor dem Heidelberger Landgericht mit einer im Dezember 2025 eingereichten Klimaklage gegen den Energiekonzern RWE und das Unternehmen Heidelberg Materials einen Anspruch auf Entschädigung geltend machen. Dabei geht es um Schäden durch katastrophale Überschwemmungen im Jahr 2022.

Wegweisend war eine Klimaklage des peruanischen Kleinbauern Saúl Luciano Lliuya gegen den Energiekonzern RWE. Das Oberlandesgericht in Hamm hatte im Mai 2025 die konkrete Klage Lliuyas zwar abgelehnt, in dem Verfahren aber eine grundsätzliche Verantwortung großer Energiekonzerne für Klimaschäden in Peru festgestellt.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Gerichtsprozess in Brasilien bezüglich der Klimaklage gegen Shell wird fortgesetzt

    Likely · Within months

Open Questions

  • Wie wird das Gericht über die Mitverantwortung von Shell entscheiden?
  • Welche Präzedenzwirkung hat die Klage für andere Ölkonzerne?

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This article was originally published by n-tv Wirtschaft.

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