Nach FCAS-Aus: Airbus prüft offenbar Beteiligung an neuem Kampfjet-Programm
Nach dem Scheitern des FCAS-Projekts sucht Airbus nach neuen Partnern für die Entwicklung eines Kampfjets der nächsten Generation.
Quick Look
- Airbus sondiert laut Medienberichten eine mögliche Beteiligung am internationalen Kampfjet-Projekt GCAP.
- Gespräche mit BAE Systems über eine Kooperation bei Kampfflugzeugen und digitalen Systemen wie der „Combat Cloud“ stehen im Fokus.
AI-generated summary
Why It Matters
Das deutsch-französische FCAS-Projekt gilt als gescheitert. GCAP ist ein 2022 gestartetes Rüstungsprojekt von Italien, Japan und Großbritannien.
Nach dem Aus für das deutsch-französische Kampfjet-Projekt FCAS rückt eine internationale Alternative in den Fokus. Airbus lotet offenbar eine Beteiligung am Kampfjet-Programm GCAP aus.
Düsseldorf. Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus lotet einem Medienbericht zufolge eine Beteiligung am internationalen Kampfjet-Projekt GCAP aus. Dazu sollen sich Führungskräfte von Airbus mit Vertretern des britischen Rüstungskonzerns BAE Systems treffen, wie die Zeitung „Financial Times“ am Sonntag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete. Eine Stellungnahme von Airbus und BAE lag zunächst nicht vor.
Deutschland und Airbus suchen nach dem Scheitern des deutsch-französischen Projekts FCAS nach neuen Partnern für einen Jet der nächsten Generation. Dafür gilt auch eine Zusammenarbeit mit Schweden und Saab als möglich. GCAP ist zwar vergleichsweise fortgeschritten, könnte aber für neue Partner wie Airbus den Nachteil haben, dass man sich hinten anstellen müsste.
Bei dem Treffen sollen dem Bericht zufolge auch alternative Bereiche für eine Zusammenarbeit erörtert werden. Dazu zählten autonome „kollaborative Kampfflugzeuge“ sowie die sogenannte „Combat Cloud“. Dieses digitale Rückgrat soll den Datenaustausch zwischen Jets, Drohnen und Sensoren wie Bodenradar ermöglichen.
Das Rüstungsprojekt GCAP (Global Combat Air Programme) wurde 2022 von Italien, Japan und Großbritannien ins Leben gerufen. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung eines Tarnkappen-Mehrzweck-Kampfflugzeugs, das um das Jahr 2035 in Dienst gestellt werden soll.
Der britische Premierminister Keir Starmer hatte Anfang des Monats erklärt, Großbritannien sei offen für einen Beitritt Deutschlands zu dem von BAE, Leonardo und Mitsubishi Heavy Industries geleiteten Programm. Im Juli war Kanada dem Projekt als Beobachter beigetreten, was den Weg für eine tiefergehende Beteiligung ebnen könnte. Auch Saudi-Arabien gilt seit Langem als Interessent für einen Beitritt.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Treffen zwischen Airbus und BAE Systems zur Erörterung der GCAP-Beteiligung.
Likely · Within weeks
Open Questions
- Wird Airbus offiziell in das GCAP-Programm aufgenommen?
- Wie reagiert Frankreich auf eine mögliche Airbus-Beteiligung an GCAP?





