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Back|Nahost-Konflikt: Entwicklungen zu Flydubai, US-Sanktionen und Iran-Verhandlungen
Nahost-Konflikt: Entwicklungen zu Flydubai, US-Sanktionen und Iran-Verhandlungen
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Handelsblatt·2 hours ago·World·7 min read·🇩🇪Germany·

Nahost-Konflikt: Entwicklungen zu Flydubai, US-Sanktionen und Iran-Verhandlungen

Aktuelle Berichte über Notfallsignale, Sanktionen gegen Waffenbeschaffer und diplomatische Bemühungen im Nahen Osten.

Quick Look

  • Ein Flydubai-Flug sendete ein Notfallsignal, während die USA neue Iran-Sanktionen verhängten.
  • Gleichzeitig laufen diplomatische Vermittlungsversuche und Berichte über regionale Konflikte im Nahen Osten.

AI-generated summary

Why It Matters

Anhaltender militärischer und wirtschaftlicher Konflikt zwischen dem Iran, Israel und den USA sowie Spannungen in der Straße von Hormus.

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Ein Flugzeug auf dem Weg von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Tel Aviv hat nach israelischen Medienberichten ein Notfallsignal gesendet. Der Flieger von Flydubai habe einen international bekannten Code gesendet, der auf eine Entführung oder einen unrechtmäßigen Eingriff hinweise, berichtete die „Times of Israel“. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.

Das Flugzeug auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv sei über Saudi-Arabien abgedreht. Der Flydubai-Flug sei auf dem Flughafen Tabuk in Saudi-Arabien gelandet. Der Vorfall, der die Besatzung dazu veranlasste, eine Meldung wegen eines „unrechtmäßigen Eingriffs“ sowie einen weiteren allgemeinen Notruf abzusetzen, geht offenbar auf eine Auseinandersetzung zwischen den Piloten an Bord zurück, berichten israelische Sicherheitskreise.

Die USA verstärken ihren wirtschaftlichen Druck auf den Iran und verhängen weitere Sanktionen gegen Unterstützer Teherans. Durch die Maßnahmen werden sämtliche Vermögenswerte von zehn Einzelpersonen und Organisationen in den Vereinigten Staaten gesperrt und Geschäfte mit den sanktionierten Unternehmen untersagt, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Die betroffenen Personen und Unternehmen sind demnach in China, Hongkong, Pakistan, Saudi-Arabien und in der Türkei ansässig.

Vorgeworfen wird ihnen, Waffenteile für das iranische Verteidigungsministerium beschafft zu haben. Die Maßnahme schwäche die Fähigkeit der Führung in Teheran, ihre Waffenprogramme wiederaufzunehmen, und erhöhe die Kosten für diejenigen, die den Iran bei der Beschaffung militärischer Komponenten unterstützten, hieß es in einer entsprechenden Mitteilung.

Bei einem israelischen Luftangriff in der Nähe der Stadt Gaza sind nach Klinikangaben zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Unter den Toten sei der Hamas-Kommandeur Iss al-Din Bik, teilten der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz mit.

Der nächtliche Angriff habe dem Kommandeur der Hamas-Brigade im Norden des Gazastreifens gegolten. Nach Angaben des israelischen Militärs war der Getötete an der Planung von Anschlägen und der Rekrutierung neuer Mitglieder beteiligt. Die Hamas bestätigte den Tod ihres Mitglieds. Sie bezeichnete den Getöteten als einen der Hauptverantwortlichen für die Angriffe auf den Süden Israels am 7. Oktober 2023. Damals wurden mehr als 1.200 Menschen getötet. Die Angriffe lösten den Gaza-Krieg aus.

Ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarde hat Amerikanerinnen und Amerikaner zum Protest gegen den Iran-Krieg aufgerufen. Auf einer Pressekonferenz in Teheran las Sprecher Hossein Mohebbi am Dienstag einen Brief vor, in dem sie aufgefordert wurden, ihre Regierung unter Druck zu setzen. Der Krieg könne nur beendet werden, wenn die USA die Niederlage einräumten und den Nahen Osten verließen, hieß es.

Die Aufforderung kommt wenige Wochen vor den Kongresswahlen in den USA am 3. November, bei denen sich die Republikanische Partei von Präsident Donald Trump um die weitere Kontrolle über beide Kongresskammern bemüht. Umfragen zeigen, dass der Krieg die Stimmung der Wählerschaft angesichts erhöhter Benzinpreise beeinträchtigt hat.

Die Trump-Regierung äußert öffentlich Zuversicht, dass die iranische Wirtschaft nicht mehr lange durchhalten könne und der Iran zur Kapitulation gezwungen werde. Trump hatte kurz nach dem Start des von ihm und Israel begonnenen Kriegs Ende Februar vorausgesagt, dass der Konflikt nur einige Wochen dauern werde. Vor kurzem erklärte er dann, dass der Iran-Krieg wahrscheinlich nach den Kongresswahlen im November enden werde.

Ein Schiff ist einem Bericht zufolge in der Straße von Hormus unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte, wurde es von einem unbekannten Projektil getroffen. Ein Feuer sei ausgebrochen, inzwischen aber gelöscht worden. Die Besatzung sei in Sicherheit und das Schiff weiter auf dem Weg. Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am Montagabend.

Öllieferungen durch die umkämpfte Straße von Hormus nehmen zu. Derzeit flössen etwa 65 bis 70 Prozent der Ölmenge verglichen mit Vorkriegsniveaus durch die Meerenge, schrieb der Energie-Datenanbieter Vortexa auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Die Angabe fasst sämtliche Ölprodukte wie etwa Flüssiggas oder raffinierte Produkte – etwa Benzin – zusammen. Im Vergleich zum Zeitraum vor dem Krieg flössen nun etwa 80 Prozent des unverarbeiteten Rohöls sowie Kondensate durch die Straße von Hormus, hieß es weiter. Nach Angaben von Vortexa passieren somit derzeit im Wochendurchschnitt täglich 11,2 Millionen Barrel Rohöl die Meerenge. Zuvor hatte das „Wall Street Journal“ berichtet.

Die iranische Regierung hat die eigene Bevölkerung vor Engpässen bei der Energieversorgung im Winter gewarnt. „Wir warnen Zeugen von Angriffen, die unser wirklich hartherziger Feind gegen unseren Energiesektor durchgeführt hat“, sagte Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani mit Blick auf die israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran-Krieg.

Erhebliche Produktionskapazität sei verloren gegangen, sagte Mohadscherani vor Journalisten. Sie sprach von täglich fast 230 Millionen Kubikmetern Erdgas, was knapp einem Viertel der nationalen Produktion entspricht. Man sei bemüht, 100 Millionen Kubikmeter Produktionskapazität wiederherzustellen.

Bereits vor dem militärischen Konflikt hatte der Iran zeitweise mit Energieengpässen zu kämpfen. Irans Regierung kritisiert seit Jahren, dass die harten internationalen Sanktionen eine Modernisierung der Energieinfrastruktur verhindern. „Daher dürfte es, wie bereits in den vergangenen Jahren und wie die Bevölkerung aus eigener Erfahrung weiß, in den nördlichen Provinzen zu Problemen kommen“, warnte Mohadscherani.

Im Westjordanland ist es erneut zu massiver Gewalt radikaler israelischer Siedler gekommen. Mehr als 100 Extremisten waren nach Medienberichten an Ausschreitungen im Bereich der Ortschaft Dschalud südlich von Nablus beteiligt. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, Soldaten und Polizisten seien an einem Einsatz gegen die Randalierer beteiligt gewesen. Diese versuchten demnach, die Rückkehr einer palästinensischen Familie in ihr Haus zu verhindern. Laut der Mitteilung des Militärs war die Rückkehr der Familie vorab koordiniert gewesen.

Die radikalen Siedler blockierten laut Militärangaben Straßen, setzten Gebäude und Fahrzeuge in Brand und warfen Steine auf die Sicherheitskräfte. Dabei seien drei Polizisten verletzt worden. Zwei der Randalierer seien festgenommen worden.

Nach palästinensischen Medienberichten setzten die Angreifer auch das Haus der palästinensischen Familie in Brand, die zurückkehren wollte. Ein Gericht hatte demnach zuvor der Klage der Familie stattgegeben und Siedler angewiesen, das von ihnen besetzte Haus zu verlassen. Die jüdischen Extremisten hatten die Familie zuvor den Berichten zufolge über längere Zeit hinweg bedrängt. Die Zeitung „Times of Israel“ berichtete, der neue Angriff habe die Rückkehr der Familie verhindert.

Der Iran hat mit dem Ausfall aller Ölexporte aus Nahost gedroht, sollte er weiter am Verkauf des eigenen Öls gehindert werden. Kein Land in der Region werde in diesem Fall in der Lage sein, Öl zu exportieren, sagt der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf nach Angaben staatlicher Medien. Zudem sei keine regionale Infrastruktur sicher, wenn der Iran nicht sicher sei.

Der Iran hat abermals Vorwürfe gegen das umstrittene Atomprogramm des Landes zurückgewiesen. „Die Behauptung, der Iran sei nur noch wenige Wochen vom Erwerb einer Atomwaffe entfernt, ist dieselbe Lüge, die bereits vor 25 Jahren aufgestellt wurde“, sagte der Sprecher der iranischen Revolutionsgarden, General Hussein Mohebi, laut der Nachrichtenagentur Tasnim.

Mohebi warf den USA vor, die eigene Bevölkerung zu täuschen. Wäre der Iran zu Beginn der Jahrtausendwende tatsächlich nur wenige Wochen von einer Atombombe entfernt gewesen, so hätte man sie längst gebaut, sagte Mohebi weiter. „Heute sehen wir, dass diese Behauptung eine große Lüge ist.“

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen ist ein Hamas-Kommandeur getötet worden. Es handle sich um den Chef des bewaffneten Arms der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation im Norden des Küstengebiets, Iss al-Din al-Beik, teilten Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz am Dienstag mit.

Das Militär habe Al-Beik gezielt attackiert. Er sei an der Planung von Angriffen und der Rekrutierung von Hamas-Kämpfern beteiligt gewesen. Die Hamas bestätigte seinen Tod. Nach Angaben von Sanitätern wurde bei dem Angriff am frühen Morgen ein Wohngebäude im Stadtteil Nasr in Gaza-Stadt getroffen. Dabei sei eine zweite Person später ihren Verletzungen erlegen.

Die Verhandlungen mit den USA über die Straße von Hormus gehen nach Worten des iranischen Außenministers weiter. In dem festgefahrenen Konflikt versuche aktuell der Golfstaat Katar eine Lösung zu finden, sagte Abbas Araghtschi laut seinem Ministerium in New York.

Es ist vorgesehen, dass sie (Katar) dieses Thema erneut der amerikanischen Seite vorbringen und anschließend die endgültige Antwort der amerikanischen Seite über den katarischen Vermittler an uns übermittelt wird.

Eine offizielle Antwort werde am heutigen Dienstag erwartet. Vor wenigen Tagen hatte US-Präsident Donald Trump einem iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der für Erdöl-Lieferungen wichtigen Straße von Hormus eine Abfuhr erteilt. Der Iran hatte zuvor Bedingungen gestellt. Laut dem „Wall Street Journal“ soll dazugehören, dass die USA ihre Seeblockade aufheben.

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ein bislang geheim gehaltenes Treffen von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit Scheich Mohammed bin Sajid Al Nahjan bestätigt. Die beiden hätten am Sonntag über die bilateralen Beziehungen der beiden Länder sowie Möglichkeiten zu deren Stärkung und Ausbau gesprochen, wie die Vereinigten Arabischen Emirate am späten Montagabend mitteilten. Zuvor hatte der israelische Fernsehsender Channel 12 über den geheimen Besuch Netanjahus in den Vereinigten Arabischen Emiraten berichtet. Nach Angaben von zwei mit der Reise vertrauten Personen dauerte das Gespräch rund eine Stunde.

US-Präsident Donald Trump hat bestritten, dem Iran eine Lockerung der Sanktionen und die Freigabe eingefrorener Gelder als Gegenleistung für nukleare Zugeständnisse seitens Teherans angeboten zu haben. „Das ist nicht wahr. Ich habe ihnen NICHTS angeboten“, schreibt Trump auf Truth Social, nachdem Axios zuvor berichtet hatte, der republikanische Präsident sei bereit gewesen, die Lockerung als Gegenleistung für nukleare Zugeständnisse zu gewähren.

Die Geschäftsträgerin der spanischen Botschaft in Israel, Francisca Pedrós, ist ins Außenministerium in Jerusalem einbestellt worden. Dort wurde ihr eine Rüge erteilt. Grund der Einbestellung seien Äußerungen der spanischen Jugendministerin Sira Rego, hieß es in einer Mitteilung des israelischen Außenministeriums.

Rego habe erklärt, die spanische Bevölkerung unterstütze einen palästinensischen Staat „vom Fluss bis zum Meer“ – eine Parole, die nach israelischer Auslegung die Auslöschung des Staates Israel bedeute. Sowohl das Jugendministerium als auch das Außenministerium in Madrid ließen Anfragen zu der umstrittenen Aussage Regos zunächst unbeantwortet.

Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran soll es einem Insider zufolge schon bald neue Verhandlungen geben. Vermittler wollten demnach noch am Montag oder am Dienstag separate Gespräche mit Vertretern der USA und des Iran führen. Die mit den Planungen vertraute Person wies darauf hin, dass der iranische Außenminister Abbas Araghtschi und Gesandte des Vermittlers Katar sich wegen der UN-Vollversammlung in den USA aufhielten.

Im Mittelpunkt der Gespräche solle eine überarbeitete Fassung eines Vorschlags zur Beendigung des Krieges stehen, den der Iran am Rande der UN-Vollversammlung in der vergangenen Woche vorgelegt und über Katar an die USA übermittelt hatte. Demnach soll die für die globalen Öl- und Gaslieferungen wichtige Straße von Hormus wieder geöffnet werden, und die Kämpfe in der Region sollen innerhalb von sieben Tagen beendet werden.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist am Wochenende heimlich in die Vereinigten Arabischen Emirate gereist. Bei einem Treffen am Sonntag habe er Scheich Mohammed bin Sajid Al Nahjan gebeten, einen Bericht über eine Warnung vor dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 zu dementieren, sagte eine mit dem Inhalt des Gesprächs vertraute Person am Montag.

Die israelische Zeitung „Haaretz“ hatte berichtet, der Präsident der Emirate habe Netanjahu kurz vor dem Angriff vor einer drohenden Attacke der islamistischen Hamas gewarnt. Das Büro des israelischen Regierungschefs hatte die Darstellung bereits zurückgewiesen.

Zwei über die Reise informierte Personen bestätigten das Treffen. Das Außenministerium der Emirate wollte sich zu dem Treffen nicht äußern, erklärte aber, das Land unterhalte offene und direkte Kommunikationskanäle zu Israel und teile alle relevanten Geheimdienstinformationen. Von Netanjahus Büro gab es zunächst keine Stellungnahme.

Saudi-Arabiens Außenminister Prinz Faisal bin Farhan ist in Washington eingetroffen. Geplant seien Gespräche mit US-Außenminister Marco Rubio über die bilateralen Beziehungen sowie wichtige regionale und internationale Entwicklungen, melden staatliche saudiarabische Medien. Kronprinz Mohammed bin Salman hat Insidern zufolge kürzlich die USA um militärische Hilfe gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz gebeten. Die US-Regierung habe die Weitergabe von Geheimdienstinformationen zugesagt.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Offizielle Antworten auf katarische Vermittlungsversuche erwartet

    Likely · Within days

Open Questions

  • ?Wann werden die Verhandlungen über die Straße von Hormus abgeschlossen?
  • ?Wie reagieren die USA auf die iranischen Bedingungen?

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  • Ein Flydubai-Flug sendete ein Notfallsignal, während die USA neue Iran-Sanktionen verhängten.
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