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Neuer Bischof von Münster leistet Eid auf Grundgesetz
Politics
Die Zeit6/16/2026Politics2 min readGermany

Neuer Bischof von Münster leistet Eid auf Grundgesetz

Quick Look

  • Heiner Wilmer, der neue Bischof von Münster und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, hat in Düsseldorf einen Eid auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung geleistet.
  • Er versprach, die Regierung zu achten und Schaden vom Gemeinwohl abzuwenden.
  • Die Einführung in sein Amt findet am Sonntag in Münster statt.

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Why It Matters

Heiner Wilmer, der neue Bischof von Münster, hat einen Eid auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung geleistet. Er ist seit Anfang des Jahres Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und war zuvor Bischof von Hildesheim.

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Der neue Bischof von Münster hat in Düsseldorf einen Eid auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung geleistet. Im Beisein des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) und Vertretern der niedersächsischen Landesregierung versprach Heiner Wilmer bei diesem Akt, gemeinsam mit den Mitarbeitern seines neuen Bistums die Regierung zu achten und Schaden vom Gemeinwohl abzuwenden. Zum Bistum Münster gehören mit dem Oldenburger Land auch Teile Niedersachsens.

Der Treueid ist laut Staatskirchenvertrag vorgesehen. Wilmer, der seit Anfang des Jahres Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, wird am Sonntag (21.6., 14.00 Uhr) offiziell im St.-Paulus-Dom zu Münster in sein Amt eingeführt. Bei dem Festgottesdienst mit zahlreichen Gästen, darunter Kardinäle und Bischöfe, wird ihm die päpstliche Ernennungsurkunde überreicht.

Wilmer war von 2018 bis 2025 Bischof von Hildesheim in Niedersachsen und wurde Anfang des Jahres zum Vorsitzenden der deutschen Bischöfe gewählt.

Wüst über den neuen Bischof

«Wir leben in Zeiten großer Herausforderungen und tiefgreifenden Wandels. Viele Menschen suchen in diesen Zeiten besonders nach Halt und Orientierung», sagte Wüst laut Mitteilung bei dem Festakt. Mit Wilmer erhalte das Bistum Münster einen Bischof, der den Menschen nahe sei, Brücken baue und den Dialog suche, sagte Wüst über den katholischen Priester.

«Der heutige Treueid ist Ausdruck gegenseitiger Wertschätzung und des gemeinsamen Willens von Kirche und Staat zu einer gedeihlichen Zusammenarbeit. Uns eint das Ziel, dem Gemeinwohl und den Menschen zu dienen», sagte der neue Bischof. Staat und Kirche hätten unterschiedliche Grundlagen, aber gemeinsame Ziele, sagte Wilmer. «Beide sind den Menschen verpflichtet, die ihnen anvertraut sind. Ich freue mich darauf, dazu künftig als Bischof von Münster meinen Beitrag zu leisten.»

Im Emsland geboren

Der 65 Jahre alte Wilmer wurde in Schapen im Emsland geboren und wuchs auf einem Bauernhof auf. Nach dem Abitur trat er in den katholischen Orden der Herz-Jesu-Priester ein. Von 1981 bis 1986 studierte er Theologie in Freiburg und Romanistik in Paris. 1987 folgte ebenfalls in Freiburg seine Priesterweihe. In Rom studierte er danach an der Päpstlichen Universität Gregoriana das Fach Französische Philosophie. Mit dem Bistum Münster leitet er das nach der Zahl der Katholiken größte deutsche Bistum. Münster hat rund 1,6 Millionen Mitglieder.

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This article was originally published by Die Zeit.

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