Neues Grundgesetz für den Vatikanstaat tritt in Kraft
Quick Look
- Das neue Grundgesetz für den Vatikanstaat mit 25 Artikeln wurde veröffentlicht.
- Es ermöglicht Ordensfrau Raffaella Petrini, die päpstliche Kommission zu leiten, und betont die Unabhängigkeit der Gerichte nach umfangreichen Strafsachen.
AI-generated summary
Why It Matters
Das neue Grundgesetz für den Vatikanstaat mit 25 Artikeln wurde vom vatikanischen Presseamt veröffentlicht und ersetzt eine frühere Version, die Papst Franziskus am 13. Mai 2023 erlassen und Papst Leo XIV. am 19. November 2025 leicht verändert hatte.
Das neue »Grundgesetz für den Staat der Vatikanstadt« umfasst 25 Artikel. Es wurde vom vatikanischen Presseamt veröffentlicht.
Eine der wichtigsten Neuerungen betrifft die Führung der päpstlichen Kommission. Sie ist das zentrale Gesetzgebungsorgan des Vatikanstaats. Der Vorsitz ist künftig nicht mehr ausschließlich Kardinälen vorbehalten, das berichtet die Nachrichtenagentur dpa.
Die Neuregelung beseitigt eine seit März 2025 bestehende Grauzone: Seitdem leitet kein Kardinal, sondern Ordensfrau Raffaella Petrini das Governatorat und damit auch automatisch die Kommission. Die Verfassung setzt somit fest: Petrini darf die offizielle Staatsverwaltung des kleinen Landes in Italien anführen.
Neben Vorgaben für die Finanzverwaltung sowie weiteren staatlichen Abläufen betont das neue Grundgesetz die Unabhängigkeit der Gerichte des Vatikanstaats. Diese verhandelten in den vergangenen Jahren mehrere umfangreiche Strafsachen. Darin ging es unter anderem um Betrug und Unterschlagung in Millionenhöhe. Zuletzt hatte Papst Franziskus am 13. Mai 2023 ein neues Grundgesetz für den Vatikan erlassen. Papst Leo XIV. hatte es am 19. November 2025 leicht verändert.
Der Vatikanstaat ist eine absolute Wahlmonarchie. Als kleinster Staat der Welt garantiert er die Unabhängigkeit der Führung der katholischen Weltkirche. Der Papst ist zugleich Staatschef, oberster Gesetzgeber und oberster Richter.






