BackNews des Tages: Endlager für Atommüll gesucht, Wahl in Israel, 16 Jahre krankgeschriebene Lehrerin angeklagt
News des Tages: Endlager für Atommüll gesucht, Wahl in Israel, 16 Jahre krankgeschriebene Lehrerin angeklagt
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Spiegel Deutschland1 hour agoPolitics3 min readGermanyView translation

News des Tages: Endlager für Atommüll gesucht, Wahl in Israel, 16 Jahre krankgeschriebene Lehrerin angeklagt

Ein Überblick über aktuelle Entwicklungen von der Endlagersuche in Deutschland bis zur Orchideentaufe in Singapur.

Quick Look

  • Die Bundesgesellschaft für Endlagerung identifiziert potenzielle Standorte für Atommüll.
  • Währenddessen finden in Israel Wahlen statt, eine Lehrerin steht wegen jahrelanger Krankschreibung vor Gericht und McDonald's nimmt den McRib aus dem Sortiment.

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Why It Matters

Deutschland sucht nach einem geologisch geeigneten Endlager für Atommüll. In Israel finden aktuell Parlamentswahlen statt.

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Laut Analyse der zuständigen Bundesgesellschaft für Endlagerung gibt es vor allem im Nordwesten Deutschlands, aber auch im Osten sowie in Bayern kleine Gebiete, deren Geologie grundsätzlich für die Endlagerung von Atommüll infrage kommt. Gesucht wurde nach Steinsalz-, Ton- oder Kristallgestein. Solche geologischen Formationen können Strahlung verlässlich abschirmen. Gleichzeitig muss der Atommüll dort gefahrlos etwa eine Million Jahre lang gelagert werden können, und zwar in mindestens 300 Meter Tiefe.

Derzeit wird Atommüll in Deutschland in 16 Zwischenlagern verwahrt. »Auch aus Gründen der Terrorabwehr kann das keine dauerhafte Lösung sein«, findet mein SPIEGEL-Kollege Christoph Seidler. Deutschland brauche ein Endlager. »Und Bayern darf sich nicht wegducken bei der Frage, wo dies am besten sein wird.« Christoph empört sich zu Recht darüber, dass Bayerns Ministerpräsident Markus Söder lautstark für Atomkraft wirbt und neuerdings sogar ein Pilotprojekt mit Minireaktoren plant, aber ein Atommüllendlager in Bayern abwehren möchte. Das »dürfe man Söder nicht durchgehen lassen«.

Die israelische Wahlkommission meldete um zwölf Uhr Ortszeit bereits eine Wahlbeteiligung von 31,5 Prozent, den höchsten Mittagswert seit den Siebzigerjahren. Nach Medienberichten sind zudem 70.000 Israelis aus dem Ausland angereist, um vor Ort ihre Stimme abzugeben.

Laut Umfragen zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Israels Premierminister Benjamin Netanyahu setzte im Wahlkampfendspurt auf Eskalation und Panikmache, unter anderem mit KI-generierten Bildern von Atomexplosionen in Tel Aviv. Sein wichtigster Herausforderer ist der frühere Militärchef Gadi Eisenkot. Nach der Stimmabgabe sagte er: »In Israel weht ein Wind der Veränderung.«

Die Anklage wirft der Lehrerin vor, nicht nur bei ihrer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung geschummelt zu haben. Sie soll sich auch ihre Tauchtauglichkeit von einer nicht existenten Ärztin bescheinigt haben lassen. Insgesamt könnte die mutmaßliche Abtauchspezialistin im Tatzeitraum Bezüge in Höhe von rund einer Viertelmillion Euro zu Unrecht erhalten haben.

Bislang hat sich die Frau nicht zu den Vorwürfen geäußert. Es gilt die Unschuldsvermutung. Wegen der Verjährungsfristen könne die Beamtin nur für einen Teil ihrer mutmaßlichen Vergehen angeklagt werden, das sei etwas unbefriedigend, sagt meine Kollegin Swantje Unterberg. »Eine so lange Krankschreibung bei vollen Bezügen ist aber auch die absolute Ausnahme.«

Grünes für den Kanzler: In Singapur gibt es jetzt eine Orchidee, die den Namen »Vanda Friedrich Merz« trägt. Die Blume hat zahlreiche lila-braune Blüten und sattgrüne Blätter. Sie erhielt beim Antrittsbesuch des deutschen Regierungschefs in Singapur dessen Namen. Es sei »eine große Ehre« für ihn, sagte Merz bei der kurzen Taufzeremonie im Parlamentsgebäude. Die Orchidee ist die Nationalpflanze des Landes. Es hat Tradition, dass hochrangige Gäste dort geehrt werden, indem neu gezüchtete Orchideen nach ihnen benannt werden. So war es auch 2011 bei Angela Merkel (»Dendrobium Angela Merkel«) und 2022 bei Olaf Scholz (»Renanthera Olaf Scholz«).

Sollten Sie zu den Menschen gehören, die den McRib für die Krone der Schöpfung amerikanischer Lebensmittelingenieure halten, haben Sie heute Abend wahrscheinlich zum letzten Mal die Gelegenheit, einen zu essen. McDonald’s nimmt ihn ab morgen aus dem Programm. Es sei der »deutscheste Burger, den es je gab«, schreibt mein Kollege Matern von Boeselager in seinem Nachruf.

Der McRib besteht aus losem Schweinefleisch, das in Rippchenform gepresst und mit zuckriger Barbecuesoße getränkt wurde. Obendrauf noch ein paar Zwiebel- und Gurkenstücke – fertig ist Markus Söders Lieblings-Burger. Er esse bei McDonald’s am liebsten McRib oder Big Mac, teilte Bayerns Ministerpräsident vor zwei Jahren mit. Im französischen Fernsehen lachte man damals über die derben Deutschen und ihren obersten »Gastro-Populisten«.

Wer sich ebenfalls zu den Feinschmeckern zählt, möchte vielleicht dieses französisch inspirierte Burger-Rezept nachkochen: Champignon-Burger mit Rôtisseur-Crème-fraîche und geschmolzenem Comté-Käse.

Einen schönen Abend wünscht

Ihre Anna Clauß, Autorin der Chefredaktion

Open Questions

  • Wo wird das deutsche Atommüllendlager final gebaut?
  • Wer gewinnt die Wahl in Israel?

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This article was originally published by Spiegel Deutschland.

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