News: Koalition nach Bärbel-Bas-Rücktritt, Papst Leo XIV. wird operiert, Trend laute Fahrradnaben
Quick Look
- Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas tritt überraschend zurück und wird durch Alexander Schweitzer ersetzt.
- Gleichzeitig steht Papst Leo XIV. vor einer Lungenoperation aufgrund eines Knotens, und es entsteht eine Debatte über absichtlich laute Fahrradnaben als Trend unter Radfahrern.
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Why It Matters
Bärbel Bas war Bundesarbeitsministerin und hatte angespannte Beziehungen zum Bund Deutscher Arbeitgeberverbände. Ihr Rücktritt erfolgt kurz vor einer wichtigen Arbeitgeberveranstaltung. Papst Leo XIV. wurde kürzlich gewählt und setzt sich für Migranten sowie die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche ein.
Eigentlich hätte Bärbel Bas heute Vormittag beim »Deutschen Arbeitgebertag« diskutieren sollen, aber stattdessen wird die bisherige Bundesarbeitsministerin am Nachmittag vom Bundespräsidenten ihre Entlassungsurkunde überreicht bekommen. Danach ernennt Frank-Walter Steinmeier Alexander Schweitzer zu Bas’ Nachfolger (mehr zu Schweitzer hier ). Vielleicht ist es kein Zufall, dass Bas ausgerechnet am Vortag der wichtigsten jährlichen Arbeitgeberveranstaltung ihren Rücktritt angekündigt hat: Diesen Termin wollte sie sich wohl nicht mehr antun beim »Bund Deutscher Arbeitgeberverbände« (BDA), einer Organisation, aus der das Regierungswirken der scheidenden SPD-Chefin von Beginn an mit wenig Wohlwollen begleitet worden ist (mehr dazu hier).
Der überraschende Rücktritt der Arbeitsministerin wirft ein grelles Schlaglicht auf den Zustand der schwarz-roten Koalition, und was sich da zeigt, ist unschön: Da legt der strauchelnde Bundeskanzler und CDU-Parteichef ein fünfseitiges Selbstrettungspapier mit dem markigen Titel »Was jetzt passieren muss« vor, aber nicht einmal hochrangige Parteifreunde scheinen sich dafür zu interessieren, berichten meine Kollegen Paul-Anton Krüger und Christian Teevs (mehr hier ).
Viel wichtiger scheint an diesem Tag der Kampf um die Deutungshoheit: Waren die »Attacken der CDU« auf Bas »unmenschlich und rücksichtslos«, wie ihre Parteifreundin Manuela Schwesig auf X schreibt? Oder sollte sich gern auch mal die SPD-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen diese »moralischen Appelle« zu Herzen nehmen, schließlich strenge die einen Untersuchungsausschuss »gegen die krebskranke Ministerin Ina Scharrenbach« an (mehr dazu hier ). Das findet die CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann.
Man muss nicht katholisch sein oder auch nur religiös, um Papst Leo XIV. sympathisch zu finden, jedenfalls soweit das bei einem Papst überhaupt möglich ist. Leo lässt sich weder von Donald Trump einschüchtern (mehr dazu hier ) noch von Emmanuel Macron vereinnahmen (mehr dazu hier ). Er setzt sich für Migranten ein (mehr dazu hier) und bekennt sich zur Aufarbeitung der Verbrechen katholischer Priester an Kindern und Jugendlichen (mehr dazu hier). Und er hat früh die Gefahren der künstlichen Intelligenz erkannt und die Warnung davor zu seinem Thema gemacht (mehr dazu hier). Und nebenbei hilft er seinem älteren Bruder bei der Steuererklärung. Es sieht so aus, als könnte es die Welt schlechter treffen als mit diesem Papst zu dieser Zeit.
Vor Kurzem, knapp einen Monat nach seinem 71. Geburtstag, ist Leo XIV. mit einer persönlichen Erklärung an die Öffentlichkeit getreten: Bei einer Untersuchung habe man einen Knoten in seiner Lunge festgestellt. Deshalb lässt er sich heute operieren.
So ein Knoten kann ganz unterschiedliche Ursachen haben, er kann harmlos sein oder Lungenkrebs. In jedem Fall ist die Ungewissheit nach so einer Diagnose die Hölle – wohl auch für einen, der den kürzesten Draht überhaupt nach ganz oben hat. Ich wünsche Leo einen Eingriff ohne Komplikationen und danach ein langes, gesundes Leben! Und das nicht nur aus Mitgefühl, sondern auch aus Selbstschutz: Für eine neue Runde Konklave-Berichterstattung mit allen Details und Riten ist es echt noch viel zu früh.
Mehr Hintergründe hier: Papst Leo kommt für Lungenoperation ins Krankenhaus
Manchmal beantworten mir meine Kolleginnen und Kollegen mit ihren Texten Fragen, von denen ich erst bei der Lektüre merke, dass ich sie mir auch schon gestellt habe. Heute zum Beispiel diese: Warum zum Teufel werden Fahrräder immer lauter? In letzter Zeit rollen immer häufiger Radler im Leerlauf an mir vorbei, deren Hinterräder dabei so laut rattern, dass ich mich frage, ob etwas bei denen defekt ist oder mit meinen Ohren.
Mein Kollege Michail Hengstenberg klärt auf: Das ist Absicht. Das Geräusch kommt von der sogenannten Freilaufnabe und ist ein Trend (mehr dazu hier ). Es gibt tatsächlich Menschen, die sich absichtlich besonders laute Fahrradnaben einbauen. Ich habe dazu keine Statistik, aber nach meiner persönlichen Beobachtung sind es ausschließlich Männer, die so laut rattern, und meistens solche, die sich auch auf der Fahrradfahrt zur Arbeit so sportlich verkleiden, als ginge es um den Etappensieg bei der Tour de France. Zum optischen kommt jetzt also noch der akustische Angriff auf die Mitmenschen. Wo ist eigentlich die Straßenverkehrsordnung, wenn man sie mal braucht?
Die ganze Geschichte hier: Sind laute Hinterradnaben der Sportauspuff der Fahrrad-Hipster?
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Alexander Schweitzer wird die Amtsgeschäfte als neuer Bundesarbeitsminister aufnehmen.
Very likely · Within hours
Die Lungenoperation von Papst Leo XIV. wird ohne Komplikationen verlaufen.
Possible · Within weeks
Open Questions
- Welche genauen Gründe führten zum Rücktritt von Bärbel Bas?
- Wie schwerwiegend ist der Knoten in der Lunge von Papst Leo XIV.?
- Wird der Trend zu lauten Fahrradnaben durch Regelungen eingeschränkt?






