Der Regierungschef und sein Partner Nicolás Keenan geben die bevorstehende Vaterschaft bekannt; die Leihmutterschaft erfolgt altruistisch.
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Altruistische Leihmutterschaft ist in den Niederlanden legal, sofern keine Bezahlung erfolgt. In Deutschland ist Leihmutterschaft generell verboten.
Der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten und sein Partner werden nach eigenen Aussagen Eltern. „Jemand ganz Besonderes ist unterwegs. Wir sehen uns 2027, kleiner Schatz“, schrieben Jetten und der aus Argentinien stammende Eishockeyspieler Nicolás Keenan am Montag auf Instagram, begleitet von einem Foto des Paares mit einer Ultraschallaufnahme.
Die sozialliberale D66-Partei des Regierungschefs hob in einer Mitteilung hervor, dass die Schwangerschaft durch ein befreundetes Paar ermöglicht worden sei, das bereits eigene Kinder hat. „Es handelt sich hier nicht um eine kommerzielle Leihmutterschaft“, erklärte die Partei. Die Leihmutter sei Niederländerin, ebenso wie die Eizellspenderin. Beide Frauen seien zudem Bekannte von Jetten und Keenan. „Sie freuen sich sehr, den beiden werdenden Vätern auf diese Weise dabei helfen zu können, ihren Traum von einem Kind zu verwirklichen.“ Auch die schwangere Frau namens „Lisa“ wird mit einem eigenen Statement zitiert: „Leihmutter zu sein, fert sich wie eine ganz besondere Art an, dazu beizutragen, den Traum unserer lieben Freunde wahr werden zu lassen“.
Der 39-jährige Jetten ist seit Anfang des Jahres Regierungschef der Niederlande. Sein argentinischer Partner Keenan (29) ist professioneller Hockeyspieler und argentinischer Nationalspieler.
Die beiden hatten sich im November 2024 verlobt. Ursprünglich wollten beide in diesem Jahr heiraten. Doch die Hochzeit wurde auf nächstes Jahr verschoben. Begründet hatten sie das mit dem vollen Terminkalender des Premiers. Der linksliberale Jetten führt eine Minderheitsregierung aus drei Parteien.
Altruistische Leihmutterschaft ist in den Niederlanden legal
Leihmutterschaft ist in den Niederlanden nur legal, wenn sie selbstlos erfolgt – also wenn die das Kind austragende Frau dafür nicht bezahlt wird. Jetten setzte sich bereits zuvor für eine Reform des Leihmutterschaftsrechts ein. Kommerzielle Leihmutterschaft soll nach den Plänen seiner Regierung weiterhin verboten bleiben.
Auf Instagram erhält das Paar viele Glückwünsche, niederländische Medien berichten aber auch über Anfeindungen in sozialen Netzwerken. Einige Kommentatoren stellen außerdem infrage, ob Jetten Elternschaft und Ministerpräsidentenamt miteinander vereinbaren kann, und werfen ihm vor, sein Privatleben zu stark öffentlich zu inszenieren.
In Deutschland war im Sommer der CDU-Politiker Jens Spahn von seinem Amt als Unionsfraktionschef zurückgetreten, nachdem bekannt geworden war, dass er und sein Mann mit Hilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden waren. Spahn hatte sich zuvor als Politiker gegen diese Möglichkeit in Deutschland ausgesprochen.
Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Die Union tritt dafür ein, dass dieses Verbot beibehalten wird.

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