Kultusministerin Julia Willie Hamburg kündigt flexiblere Fächerkombinationen an – Fünf Prüfungsfächer bleiben bestehen, aber weniger Klausuren.
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In diesem wie schon in den beiden vergangenen Jahren lag die Durchschnittsnote aller Abiturientinnen und Abiturienten im Land bei 2,45.
Angehende Abiturientinnen und Abiturienten können ihre Fächer in der Oberstufe künftig stärker nach ihren eigenen Vorlieben zusammenstellen als bisher. Das hat Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg angekündigt. «Wir denken die Oberstufe in Niedersachsen grundsätzlich neu», sagte die Grünen-Politikerin. Das Ziel sei es, die jungen Menschen besser auf Studium und Beruf vorzubereiten.
Statt sich wie bisher für eines von fünf festgelegten Profilen zu entscheiden, etwa für ein naturwissenschaftlich-mathematisches oder sprachliches Profil, können die Schülerinnen und Schüler dafür nach der Reform eigene Fächerkombinationen bilden und somit persönliche Schwerpunkte setzen. Zum Beispiel wird die Belegung von drei Fremdsprachen möglich oder die Kombination mehrerer Naturwissenschaften mit dem Fach Informatik.
Weiterhin soll es fünf Abiturprüfungsfächer geben. Überlegungen zu einer möglichen Absenkung auf vier Prüfungsfächer verwarf die Landesregierung, weil ansonsten die Wahlmöglichkeiten der Fächer zu sehr eingeschränkt würden. Allerdings wird es nur noch in drei statt vier Fächern schriftliche Abiturprüfungen geben.
Leistungsanforderungen sollen gleich bleiben
Auch schon auf dem Weg hin zum Abitur durch die Oberstufe können die Schulen weniger Klausuren schreiben lassen als bisher. Alternativ müssen sie dann sogenannte kombinierte Leistungsnachweise anbieten, mit denen die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen unter Beweis stellen – etwa in Form eines Podcasts. Die bislang obligatorische Facharbeit fällt ebenfalls weg.
Gleich bleiben sollen trotz aller Änderungen aber die Leistungsanforderungen. «Mehr Wahlfreiheit bedeutet nicht weniger Anspruch», betonte Hamburg. «Das hohe Niveau des niedersächsischen Abiturs bleibt gesichert.» In diesem wie schon in den beiden vergangenen Jahren lag die Durchschnittsnote aller Abiturientinnen und Abiturienten im Land bei 2,45.
Die neuen Regelungen gelten erstmals für die jetzigen Neunt- und Zehntklässler – für erstere ab Stufe 11, für letztere ab Stufe 12. Das erste Abitur nach den neuen Bedingungen wird somit im Jahr 2030 geschrieben.
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Erstes Abitur nach neuen Bedingungen im Jahr 2030
Very likely · Within years

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