Niedersächsische Ermittler nutzen 3D-Tatorte mit XR-Lab
Landeskriminalamt stellt Technik für digitale Zwillinge von Tatorten vor
Quick Look
- Das Landeskriminalamt in Niedersachsen hat ein XR-Lab vorgestellt, mit dem Tatorte als dreidimensionale Modelle digital rekonstruiert und begangen werden können.
- Die Technik soll künftig insbesondere bei schweren Gewalttaten zum Einsatz kommen.
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Why It Matters
Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat ein XR-Lab für digitale Tatortrekonstruktionen eingeführt.
Ermittler in Niedersachsen können Tatorte künftig als dreidimensionales Modell erneut begehen. Das Landeskriminalamt stellte dafür ein sogenanntes XR-Lab vor. Mit einer Datenbrille lassen sich Räume betrachten, Spuren an ihrem Fundort aufrufen und mögliche Tathergänge anhand einer Zeitleiste überprüfen.
Grundlage des «digitalen Zwillings» sind unter anderem Laserscans und Fotos vom Tatort. Hinzukommen können Daten von Mobiltelefonen oder vernetzten Geräten im Haushalt. Bei der Vorführung zeigte das LKA anhand einer Übungswohnung, wie etwa Informationen von Bewegungs- und Türsensoren in die Darstellung einfließen.
Die Technik ist nach Angaben von LKA-Präsident Thorsten Massinger erst seit kurzem im Echtbetrieb. Sie werde nicht für jeden Tatort benötigt, solle künftig aber insbesondere bei schweren Gewalttaten regelmäßig zum Einsatz kommen. Ermittler könnten so auch später prüfen, ob sie einzelne Spuren zunächst übersehen oder anders bewertet hätten. Die Kosten für das Projekt bezifferte Massinger auf insgesamt etwa 600.000 Euro.
Open Questions
- An welchen konkreten Fällen wurde die Technik bisher erprobt?
- Wird die Technologie auch von anderen Bundesländern übernommen?


