Nikkei, Topix, Kospi: Japanischer Leitindex schließt im Plus – Tech-Aktien belasten China-Börse
Gewinne in Japan stehen Verlusten in China und Südkorea gegenüber. Investoren zeigen sich angesichts durchwachsener KI-Ergebnisse und anstehender Notenbankentscheidungen nervös.
Quick Look
- Die asiatischen Börsen entwickelten sich uneinheitlich, wobei Gewinne in Japan Verlusten in China und Südkorea gegenüberstanden.
- Auslöser für Nervosität sind die laufende Technologie-Berichtssaison und eine bevorstehende Zinsentscheidung der japanischen Notenbank.
AI-generated summary
Why It Matters
Asiatische Märkte reagieren auf die globale Technologie-Berichtssaison und anstehende geldpolitische Entscheidungen.
In Japan, Südkorea und den USA ist die Berichtssaison der Technologieunternehmen in vollem Gange. Dabei rückt ein anderer geldpolitischer Termin in den Hintergrund.
Tokio, Seoul. Die asiatischen Börsen haben sich am Donnerstag uneinheitlich entwickelt. Gewinnen in Japan standen Verluste in China und Südkorea entgegen.
Der Nikkei-Index rückte um 1,1 Prozent auf 64.659 Punkte vor,
der breiter gefasste Topix gewann 0,3 Prozent.
Der Shanghai-Composite verlor 0,8 Prozent, der CSI300 gab ein Prozent nach.
Der Kospi verlor 1,2 Prozent.
Der Start-up-Index ChiNext Composite und der auf Technologie ausgerichtete Shanghaier STAR50-Index stürzten jeweils um mehr als vier Prozent ab.
In Japan, Südkorea und den USA ist die Berichtssaison der Technologieunternehmen in vollem Gange. Hunderte japanische Firmen legen am Donnerstag und Freitag ihre Ergebnisse vor. Unterschiedliche Reaktionen auf Geschäftszahlen aus dem KI-Sektor sorgten für Verunsicherung bei den Anlegern. Hohe Ausgaben bei der Google-Muttergesellschaft Alphabet ließen deren Aktie im nachbörslichen Handel um zehn Prozent abrutschen, was den Marktwert um fast 400 Milliarden Dollar schmälerte.
Advantest hat seine Prognose für den jährlichen Betriebsgewinn um 14 Prozent angehoben, die Aktien schnellten in der Spitze um gut neun Prozent in die Höhe.
Dies zog auch andere Werte aus dem Chip- und KI-Sektor nach oben: Die Papiere von Tokyo Electron gewannen 2,4 Prozent, die der SoftBank Group legten um 1,8 Prozent zu.
Zudem wird am Freitag eine Zinsentscheidung der japanischen Notenbank erwartet. „Vor diesen Ereignissen zeigt der Markt vielleicht eine gewisse Nervosität“, sagte die Aktienstrategin Maki Sawada von Nomura Securities. „Wir sehen möglicherweise, dass Investoren eine risikoscheue Haltung einnehmen.“
Ökonomen gehen davon aus, dass die Zinssätze unverändert bleiben werden. Die Währungshüter könnten jedoch ihre Inflationsprognose nach oben anpassen und Bereitschaft für weitere Zinsschritte signalisieren, sagten Insider zuletzt der Nachrichtenagentur Reuters. Die BoJ hatte ihren Leitzins im vergangenen Monat auf ein 31-Jahres-Hoch von 1,25 Prozent angehoben.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Zinssätze der japanischen Notenbank bleiben unverändert
Likely · Within days
Open Questions
- Wie entscheidet die japanische Notenbank über die Zinssätze?
- Wie entwickeln sich die KI-Investitionen der US-Tech-Konzerne weiter?







