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Notlandung in Saudi-Arabien: Indischer Pilot schildert Cockpit-Angriff
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Notlandung in Saudi-Arabien: Indischer Pilot schildert Cockpit-Angriff

Nach Messerattacke durch Co-Piloten auf Flug von FlyDubai: Kapitän Smit Machchhar berichtet von seinem Kampf um das Leben der Passagiere.

Quick Look

  • Nach einer Messerattacke durch seinen Co-Piloten auf einem FlyDubai-Flug hat der indische Kapitän Smit Machchhar den Vorfall geschildert.
  • Trotz schwerer Verletzungen gelang es ihm, Passagieren den Weg ins Cockpit zu öffnen.

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Why It Matters

Ein Co-Pilot attackierte den Kapitän einer FlyDubai-Maschine im Flug. Die Maschine landete notauf dem saudi-arabischen Flughafen Tabuk.

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Notlandung in Saudi-Arabien »Wenn ich keinen Mut zeige, werden 170 Passagiere sterben«

Der Co-Pilot aus Oman attackierte ihn mit einem Messer: Trotz schwerer Verletzungen hat der indische Kapitän der FlyDubai-Maschine aber Widerstand geleistet – und so wohl eine Katastrophe verhindert. Nun hat Smit Machchhar den Angriff geschildert.

Mit verbundenem Kopf blickt Smit Machchhar in die Kamera. Der indische Kapitän der FlyDubai-Maschine hat am Freitag in einem Videocall mit Indiens Premierminister Narendra Modi telefoniert. Darin schilderte er, wie er die Gewalttat am Mittwoch auf dem Weg nach Tel Aviv im Flieger erlebt hat.

Demnach habe er im Cockpit gelegen und sei weiterhin von seinem Co-Piloten attackiert worden, als er bemerkte, dass der Flieger sich im Sinkflug befinde. »Ich lag verletzt am Boden, aber ich sagte mir, ich müsse noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um die Tür von innen zu öffnen«, sagte er. Mit diesem Schritt hat Machchhar wahrscheinlich die Katastrophe verhindert. »Ich kämpfte um mein Leben. In dem Moment wurde mir klar: Wenn ich keinen Mut zeige, werden 170 Passagiere sterben«, sagte er weiter.

Der Flug der emiratischen Gesellschaft FlyDubai war am Mittwoch auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv, als es zu der Auseinandersetzung im Cockpit kam. Israels Regierung geht von einem versuchten dschihadistischen Terroranschlag aus – wichtige Fragen sind aber noch offen. Klar ist jedoch, dass Machchhar den Passagieren an Bord Zugang zum Cockpit aus Oman verschaffte. So konnte sie den Angreifer überwältigen. Die Maschine landete kurz darauf not auf dem saudi-arabsichen Flughafen Tabuk.

»Die anderen kamen herein und halfen ebenfalls, die Lage unter Kontrolle zu bringen«, sagte Machchhar in dem Gespräch mit Modi. »Natürlich kämpfte ich um mein eigenes Leben, aber zugleich wusste ich, dass ich nicht zulassen würde, dass andere sterben«, fügte er hinzu. Das Büro des indischen Premierministers hat einen Mitschnitt des Telefonats veröffentlicht. Modi lobte den Mut von Machchhar und wünschte ihm in dem Gespräch gute Besserung.

Netanyahu würdigt Machchhar als Helden

Der Pilot wurde nach der Notlandung zunächst in Saudi-Arabien behandelt, mittlerweile aber nach Abu Dhabi ausgeflogen und befindet sich derzeit in einem Krankenhaus. Berichten zufolge ist sein Zustand stabil. »Ich betrachte diese Verletzung nicht einfach als Wunde, denn das würde meine Genesung noch schwieriger machen«, sagte Machchhar in dem Telefonat. »Ich sehe es als einen Weg, den ich Schritt für Schritt gehe. Es wird dauern, aber ich bin zuversichtlich, dass ich mich erholen und wieder fit und gesund werden werde.«

Zuvor hatten Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Modi die Furchtlosigkeit des mutmaßlich von seinem Kollegen angegriffenen bereits Piloten gewürdigt. »Er ist ein wahrer Held«, teilte Netanyahu am Donnerstagabend auf der Plattform X mit. Trotz schwerer Stichverletzungen habe der indische Flugkapitän Widerstand geleistet, die Cockpittür geöffnet und es Passagieren ermöglicht, den Angreifer zu überwältigen. Modi schrieb auf X, Indien sei stolz auf den Piloten.

Open Questions

  • Was waren die Motive des angreifenden Co-Piloten aus Oman?
  • Wie genau konnte der Co-Pilot unbemerkt eine Waffe ins Cockpit bringen?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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